25 Jahre Deutsch-Ungarische Gesellschaft

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Jürgen Rahmig Ungarns Rückkehr nach Europa
Stuttgart 1998

Seit Oktober 1999 ist das erste von der DUG herausgegebene Buch mit dem Titel Ungarns Rückkehr nach Europa erhältlich. Der Journalist Jürgen Rahmig beschreibt und analysiert darin den Reformweg Ungarns hin zu Demokratie und Marktwirtschaft. Das Buch wird vom Verlag der DUG herausgegeben, hat 198 Seiten und kostet 12,80 €. Es ist im Buchhandel unter der Bestellnummer ISBN 3-9806483-0-3 erhältlich, kann aber auch direkt über die DUG-Geschäftsstelle bezogen werden.

Zum Inhalt: Die Öffnung der ungarischen Grenze zu Österreich war der Anstoß für die "Wende" in den mittel- und südosteuropäischen Staaten und schließlich auch für das Auseinanderbrechen der Sowjetunion. Fast genau 150 Jahre nach dem Aufstand gegen die Habsburger werden die Ungarn im März 1999 in die Nato aufgenommen und auch der Beitritt zur Europäischen Union ist nicht mehr fern. Damit hat das Land seine beiden wichtigsten außenpolitischen Ziele seit der Wende fast erreicht, die sich unter dem Stichwort Westintegration zusammenfassen lassen.

Mit der historischen Grenzöffnung für die DDR-Bürger in der Nacht vom 10. auf den 11. September 1989 entschied sich Ungarn endgültig für den Westen - politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich, ohne allerdings die Wurzeln im Osten zu vergessen. Verkürzt ausgedrückt: Ungarn kehrte Ende der 80er Jahre nach Europa zurück, dem es hinter dem Eisernen Vorhang gleichsam vier Jahrzehnte entrückt war.

Warum ermöglichten gerade ungarische Politiker diesen friedlichen Umschwung, diese stille Revolution im Lande? Welche Umstände, politisch, wirtschaftspolitisch und innerhalb der ungarischen Gesellschaft waren dafür verantwortlich?

Der Volksaufstand von 1956 bedeutete eine Zäsur für Ungarn. Er hatte Langzeitwirkung, denn er war schließlich von größter Bedeutung für die Entwicklung bis 1989 und die Wende. Die Ideen von 1956 verwirklichten sich rund drei Jahrzehnte später. Ungarn war nach der schmerzlichen Erfahrung von 1956 einen Weg der inneren Reformen gegangen, der das Land zu einem Ausnahmefall im kommunistischen Bündnissystem machte. Unter grundsätzlicher Beachtung der Verpflichtungen in der Warschauer Pakt-Organisation und im Wirtschaftsverbund des RGW erfolgten wirtschaftliche Reformen mit der Wiederbelebung von Privatinitiativen, der Öffnung zum Weltmarkt und der Einführung marktwirtschaftlicher Elemente. Politisch kam es zu einer Liberalisierung, die auch Andersdenkenden einen gewissen Spielraum einräumte. Ungarns starker Mann Kádár, der Totengräber des Volksaufstandes von 1956, war für Moskau Garant dafür, dass Ungarn außenpolitisch strikt dem Kurs des Kreml folgte; andererseits ermöglichte dies - in Verbindung mit der Befürchtung der ungarischen Führung wie des Kreml, die Ungarn könnten nochmals auf die Barrikaden getrieben werden -, dass die kommunistische Führung in Budapest sich gewisse innenpolitische Freiheiten wie auch wirtschaftliche Experimente erlauben konnte. Im Westen wurde dieser spezielle ungarische Weg des Sozialismus, der Kádárismus, als "Gulaschkommunismus" bezeichnet.

In Ungarn gelangten reformerische Politiker an die Macht, die schon längst erkannt hatten, daß wirtschaftliche Reformen allein nicht greifen können, wenn sie nicht parallel laufen mit politischen. Die Revolution erfolgte zunächst von oben, immer mit Blick auf die Ereignisse von 1956, die die KP keinesfalls nochmals heraufbeschwören wollte. Die neuen Träger der Intelligenz im Partei- und Staatsapparat sorgten schließlich für die entscheidenden Anstöße. Bald kamen oppositionelle Gruppierungen hinzu, deren maßgebliche Köpfe vor allem aus dem wissenschaftlichen und kulturellen Bereich kamen. Aus der Tradition des Aufstandes von 1956, aber auch von 1848, zogen die oppositionellen Bewegungen der 80er Jahre genauso wie die Radikalreformer der KP ihre Dynamik.

Mitte der 80er Jahre kam es praktisch gleichzeitig mit der Machtübernahme Gorbatschows in der Sowjetunion zu tiefgreifenden Veränderungen auf höchster politischer Ebene. Kádár wurde schließlich gestürzt. Es ging atemberaubend schnell weiter. Dann der Schlußakkord: die Grenzöffnung für die DDR-Flüchtlinge 1989 und Ende 1989 die Ausrufung der Republik Ungarn. Wenig später fanden die Wahlen statt. Inzwischen sind mehr als zehn Jahre vergangen. Das Schlußkapitel des Buches befaßt sich mit dem Weg Ungarns seit 1989 und versucht einen Ausblick zu geben.

ISBN 3-9806483-0-3; Preis: € 12,80 zzgl. Versandkosten

Janos Gyula (Hrsg.) Der deutsche Petöfi
61 Gedichte; Stuttgart 1999

Petöfi ist der Dichter der Ungarn, wie Burns für die Schotten, Baudelaire für die Franzosen, Puschkin für die Russen und Goethe für die Deutschen. Die Dichtung Petöfis hat viele Gesichter, auch ein deutsches. Es formte sich aus der Vorstellung, die das deutsche Leserpublikum von Petöfi hatte und hat. Diese Anthologie ist mit den 61 am häufigsten ins Deutsche übertragenen Gedichten der insgesamt etwa 800 lyrischen Werke Petöfis einmalig in seiner Art: es kommt selten vor, dass ein namhafter Dichter einer Nation nach seinen beliebtesten Übersetzungen in einer anderen Literatur dargestellt wird.
Eine Veröffentlichung des Finnisch-Ugrischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen und der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in der BRD mit Sitz in Stuttgart unter Mitwirkung der Petöfi-Arbeitsgruppe des Finnisch-Ugrischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen.


ISBN 3-9806483-1-1; Preis: € 10,10 zzgl. Versandkosten


Josef Bartl Bilder 1951-2000 - Bildband
Stuttgart 2001

Josef Bartl wird in Kürze siebzig und blickt auf ein erfülltes Künstlerleben zurück, das dem Streben nach ständiger Vervollkommnung und einem Zu-Sich-Finden gegolten hat. Von seinen ungarischen Zunftkollegen als "der am schönsten malende ungarische Künstler" gepriesen, erfreute sich Bartl erst nach der Wende offizieller Ehrungen. Kein Wunder, denn er hat sich nie von Politikern und Ideologen instrumentalisieren lassen. Als er vor Jahren in einem Interview gefragt wurde, welches die Aufgabe des Malers sei, antwortete er prompt: "Die Aufgabe des Malers ist zu malen". Das ist heute noch sein künstlerisches Credo. Seine Freude an der Daseinsvielfalt der Farben ist nicht zu übersehen.

ISBN 3-9806483-2-X; Preis: € 19,90 zzgl. Versandkosten


Zu bestellen beim DUG-Verlag, Hauptstraße 42, 70839 Gerlingen. Telefax 07156/205 345, jeweils zuzügl. Versandkosten.

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