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 Deutsch-Ungarische Korrespondenz, 3. Ausgabe 2002, Nr. 16:

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Herausgeber:
Deutsch-Ungarische Gesellschaft
in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Sitz Stuttgart
Internet: http://www.gemeindetag-bw.de/dug/index.php
Geschäftsstelle:
Hauptstraße (Rathaus)
70839 Gerlingen
Telefon: 07156/205-325
Fax: 07156/205-345
Verantw. Redaktion: Jürgen Rahmig

5. Jahrgang/ 2. Ausgabe 2002/ Nr. 15

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Geburtstagsfest mit Freunden

Unter diesem Motto stehen die unzähligen Aktivitäten, die Baden-Württemberg im Jahr des Landesjubiläums gemeinsam mit seinen vier Partnerländern Ungarn, Frankreich, Polen und der Schweiz veranstaltet. Ein besonderes Highlight war am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober 2002, das Musikprojekt "Aus dem Himmelreich des Barock". Das Projekt stand unter der Leitung von Alexander Sumski (Foto oben). Die Mitwirkenden Maria Venuti, Triin Maran, Steffen Doberauer, Leandro Fischetti, der Universitätskammerchor "Collegium Musicum" aus Warschau, der Universitäts-kammerchor ELTE "Pro Musica" aus Budapest und das Deutsch-Französische Kammerorchester hatten unter Leitung von Sumski Musik aus oberschwäbischen Klöstern (von Heichlinger, Kayser und Betscher) in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart gespielt und gesungen.


Nobelpreis für Literatur an Imre Kertész

Stockholm/Berlin. (jr) Zum ersten Mal ist ein ungarischer Literat mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden: Imre Kertész. Der ungarische Schriftsteller erfuhr davon in Berlin. Kertész, der einen großen Teil seiner Zeit in Deutschland verbringt, hatte den internationalen Durchbruch von Deutschland aus und mit den deutschen Übersetzungen seiner Werke geschafft. Kertész hatte seinen "Roman eines Schicksallosen" in der Zeit der kommunistischen Diktatur geschrieben. Seine Romane beschäftigen sich mit dem Holocaust. Seit dem späten Erfolg des Schicksallosen galt Kertész als ein einer der großen europäischen Schriftsteller. 1929 in Budapest geboren, wurde er 1944 nach Auschwitz deportiert und 1944 in Buchenwald befreit.

Die jahrelange Arbeit am "Roman eines Schicksallosen", der 1975 in Ungarn erschien, finanzierte er durch Musicals und Unterhaltungsstücke. Übersetzer von Freud, Nietzsche, Hofmannsthal, Canetti, Wittgenstein und anderen. Nach "Roman eines Schicksallosen" und "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind", lag mit dem Roman "Fiasko", dem Mittel- und Herzstück, die "Trilogie der Schicksallosigkeit" vollständig vor. Weitere Werke: "Ich - ein anderer" und "Galeerentagebuch".

In dem "Roman eines Schicksallosen" hat der ungarische Schriftsteller seine traumatischen Erfahrungen, die er als 15-jähriger mit der Einlieferung ins Konzentrationslager machte, verarbeitet. Diese Thematik von Holocaust, Judentum, Unterdrückung und Schicksal zieht sich durch sämtliche Werke von Kertész. Doch seine Werke handeln nicht von Schuldzuweisungen im herkömmlichen Sinn. Im Gegenteil, er konnte im Inferno der Vernichtung auch noch glückliche Momente erleben und Schönes entdecken. Solche Schilderungen haben Kertész auch Kritik eingebracht, doch steht er unverbrüchlich zum dem, was er geschildert hat. Der 15-Jährige entwickelt im KZ ein Überlebensmodell, er versucht sich zu arrangieren und die Situationen zu meistern.

Bemerkenswert und durchaus beispielhaft für viele andere europäische Staaten ist für Kertész die Tatsache, dass man sich in Deutschland intensiv mit dem Holocaust beschäftige. "Die Deutschen müssen sich damit auseinander setzen und das tun sie auch. Das freut mich." Er sei nicht böse auf die Deutschen, sondern auf die Nazis, betont Kertész. Inzwischen arbeitet er an einem weiteren Roman, der sich mit der zweiten Generation der Überlebenden beschäftige.


Medgyessy war früher einmal Geheimdienstoffizier

Budapest. (EI/npl) Der neu gewählte ungarische Ministerpräsident Péter Medgyessy hat zugegeben, von 1978 und 1982 als Geheimdienstoffizier der ungarischen Spionageabwehr gearbeitet zu haben. Schon bald nach dem Regierungswechsel in Ungarn von Viktor Òrban zu Medgyessy war der neue Premier in Verdacht geraten. Der Reformpolitiker der 80-er Jahre hatte vor dem Sonder-untersuchungsausschuss des Parlaments Rede und Antwort gestanden. Seinen Aussagen zufolge hatte er nichts mit der Inneren Sicherheit oder den dafür zuständigen Organen in Ungarn zu tun gehabt. Er habe lediglich Fachanalysen erstellt. Er habe damals zum Wohle des Landes gedient. Der heutige ungarische Premier war damals stellvertretender Leiter der Internationalen Abteilung des Finanzministeriums gewesen. In dieser Funktion habe die ungarische Abwehr ihn darum gebeten, sie in ihrer Arbeit zu unterstützen. Medgyessy willigte freiwillig in dieses Angebot ein. Er wollte damit seinem Land dienen und das Leben in der Heimat verbessern. Unter anderem habe er eine Annäherung Ungarns an den Internationalen Währungsfonds geheim vorbereitet, den die UdSSR ablehnte.

Medgyessy verwies auch darauf, dass diese seine Tätigkeit kein Geheimnis gewesen sei. Unter anderem habe er schon vor längerem in einem Interview auf diesen Teil seines Lebenslauf hingewiesen. Der ungarische Ministerpräsident betonte auch, kein Geld für seine Tätigkeit genommen zu haben.

Die Opposition sieht das alles natürlich anders und sieht in der Aufdeckung dieser ihrer Ansicht nach bislang nicht bekannten Tätigkeit des Regierungschefs dem Land großen Schaden zugefügt. Er habe durch seine geheimdienstliche Tätigkeit dazu beigetragen, dass der Unterdrückungsapparat unterstützt und am Funktionieren gehalten wurde.


Vor Verfassungsänderung für den EU-Beitritt

Budapest. (jr) Der ungarische Beitritt zur Europäischen Union rückt immer näher. Vor den entscheidenden Konferenzen im Spätherbst bereitet die ungarische Regierung auch verfassungsmäßig den Boden für den Beitritt zur Europäischen Union. Ungarn kann fest damit rechnen, zur nächsten Erweiterungsrunde zu gehören, deren Kandidaten auf dem kommenden EU-Gipfel bekannt gegeben werden sollen. Bis Ende des Jahres soll dazu die ungarische Verfassung entsprechend geändert werden.

Zuvor müssen sich neue Regierung und Opposition allerdings noch über einige Punkte einigen, denn die Verfassungs-änderung kann nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit verabschiedet werden. Insbesondere geht es dabei um Fördermittel der EU und ihre Verteilung sowie den Zeitpunkt des Förderbeginns. Mit einer Volksbefragung im Frühjahr soll schließ-lich der Beitritt endgültig abgesegnet werden.


750 Millionen Forint Defizit

Budapest. (npl) Zum Ende des Jahres wird der ungarische Staatshaushalt ein Defizit von rund 750 Milliarden Forint erreichen. Schon Ende August 2002 gab es nach Angaben des ungarischen Finanzministeriums ein Defizit von 656 Milliarden Forint.


Erfolg für Ungarn in Slowakei

Bratislava. (jr) Die ungarische Minderheit in der Slowakei, politisch repräsentiert durch die in der Ungarischen Koalition zusammengeschlossenen ungarischen Minderheitenparteien, hat einen großen Erfolg verbuchen können. Bei den Parlamentswahlen im September 2002 in der Slowakei konnte sie noch einmal zulegen und 11,2 Prozent der Stimmen erzielen. Damit wird die Partei erneut Mitglied der Koalitionsregierung von Mikulas Dzurinda werden.


EU-Beitrittsverhandlungen

Brüssel/Budapest. (em) Ungarn befindet sich auf der Zielgeraden. Das hat die EU-Kommission in Brüssel bestätigt. Dennoch gibt es noch einige schwierige Probleme, die sich als Hürden vor einem Beitritt zur Europäischen Union aufbauen. Dazu gehört das hohe Staatsdefizit und die Korruption in Ungarn. So hat Ungarn die Anti-Korruptionskonvention des Europa-rates noch nicht unterzeichnet. Auch im Bereich des Gesundheitswesens ist noch einiges zu tun.

Moniert werden noch zahlreiche andere Bereiche oder Teilbereiche. Erhebliche Rückstände gibt es aber vor allem im Umweltschutz. Die Summen, die im Bereich der Verbesserung der Gewässerqualität, der Müllbehandlung, der Entsorgung und der Verpackungsmüllproblematik aufgewendet werden müssen, sind enorm. Hier wird es noch auf längere Sicht erhebliche Rückstände geben.
 

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Deutschsprachige Andrássy-Universität mit gutem Start
Hochschule in Budapest wird von Baden-Württemberg und Bayern großzügig unterstützt

Budapest/Stuttgart. (jr) Gerade einmal zwei Jahre dauerte es von der Idee bis zur Verwirklichung der Deutschsprachigen Andrássy-Universität in Budapest, die jetzt erfolgreich gestartet ist. Die neue private Universität bietet eine zweijährige postgraduale Aus- und Weiterbildung an. Bis zu etwa 100 Studenten soll die Universität das Studium in Vergleichender Staats- und Rechtswissenschaft mit Europarecht, internationalem und vergleichendem Recht sowie Politikwissenschaft, in Internationalen Beziehungen (Diplomatie und Wirtschaft) und in Mitteleuropäischen Studien (Kultur, Geschichte und Philosophie) ermöglichen. Studienbeginn war am 1. September mit zunächst rund 50 Studenten. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Universität zu einem Zugpferd für die Ausbildung einer politisch-wirtschaftlichen Elite wird. Die Studenten kommen hauptsächlich aus Ungarn und den angrenzenden Staaten, aus Deutschland, aber auch Slowenien und sogar Moldawien.

Im ungarischen Parlament gab es im Vorfeld teilweise heftigen Wiederstand gegen die neue Einrichtung. Es wurde unterstellt, mit der Universität wollte Órban quasi eine konservative Parteihochschule durch Steuergelder finanzieren. Órban novellierte Mitte 2001 das Hochschulgesetz, mit dem die Gründung der Universität möglich wurde.

Die ungarische Regierung stellte den berühmten Festetics-Bau am Nationalmuseum sowie zwei Milliarden Forint zur Renovierung bereit. Der erste Rektor der Universität, Professor György Hazai, hofft, dass die neue Universität gerade im Hinblick auf Ungarns nahe rückende EU-Mitgliedschaft die jungen Leute für Europa fit machen und ihnen eine solide Grundlage geben wird.

Im Frühjahr 2000 berichtete der damalige ungarische Ministerpräsident Viktor Órban dem bayerischen Ministerpräsidenten Ed-mund Stoiber von der Idee. Auch die baden-württembergische Landesregierung, Österreich und die Schweiz wurden unterrichtet. In Baden-Württemberg und Bayern stieß sie sofort auf offene Ohren und entsprechende Unterstützung. Nur die Schweiz tut sich nach wie vor schwer. In Bern ist offenbar noch keine Entscheidung über eine Förderung der Andrássy-Universität gefallen. Stattdessen wird es vermutlich eine enge Kooperation mit der Universität St. Gallen geben.

Ungarn steuert für Sach- und Personalkosten der Universität 300000 Forint für zwei Jahre bei. Gefördert wird die Universität auch vom Deutschen Akademischen Austauschdienst als Vertreter des Bundes, von Baden-Württemberg und Bayern, die zusammen 2,5 Millionen Euro bis 2006 zugesagt haben. Auch Österreich schießt Geld zu. Im Kuratorium sitzen Vertreter dieser Geldgeber und Unterstützer. Von den Geldern werden vor allem Dozenten bezahlt. Aus Baden-Württemberg, Bayern und Österreich werden jeweils zwei Professoren entsandt.

Außerdem werden Stipendien zur Verfügung gestellt, denn die Summe von 5200 Euro pro Semester für Studieninteressenten stellt eine echte Hürde dar. Der baden-württembergische Minister a.D. Klaus von Trotha, sagte bei der Feier zur Eröffnung der Hochschule in Budapest, die Heidelberger Universität werde ihre bereits bestehenden Kontakte zur Andrássy-Universität weiter ausbauen.

Ende November wird das Gebäude der Uni, dessen Renovierungsarbeiten bis dahin abgeschlossen sein sollen, vom deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau, eingeweiht werden. In der deutschsprachigen Neuen Zeitung hieß es, es werde auch an eine deutsch-ungarische Diplomverleihung gedacht.
 

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Wie komme ich zu Szia und was kann ich tun?

Fortsetzung des Erfahrungsberichts von Susanne Mohr

Freiwilliger Ökologischer Dienst (FÖD) im Göncöl-Haus in Vác (Ungarn) Sach- und Erfahrungsbericht vom 1.10.2001 bis 31.3.2002, geleitet und betreut von Szia e.V. Köln, finanziell unterstützt durch die Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart.

Zweiter Teil des Erfahrungsberichts:

Vorbereitung auf den Dienst Vorbereitungsseminar in Neuwied von EIRENE und SZIA In einem zweiwöchigem Vorbereitungs-seminar in Neuwied am Rhein vom 2.Juli.2001 bis 14.Juli2001 wurden von EIRENE (Internationaler Christlicher Friedensdienst) und SZIA zusammen rund 30 Freiwillige auf ihre Dienste für den Frieden oder den Naturschutz in Europa (Irland, Nordirland und osteuropäische Länder) sowie in Mittelamerika vorbe-reitet. Diese zwei Wochen sind vom deutschen Gesetzgeber so vorgeschrieben, kamen mir allerdings ziemlich lang und (wie auch einigen anderen Teilnehmern) anfangs auch mit oft nur theoretischen Inhalten etwas sinnlos vor. Später konnte ich meinen Unmut ablegen und mich darauf einlassen. Was etwas schwierig war, war sicherlich auch die Mischung der Gruppe aus Freiwilligen von verschie-denen Organisationen wie EIRENE (als Hauptorganisator), SHL (Schüler helfen Leben), SZIA e.V. und Arche-Bewegung, in dem oft von speziellen EIRENE-Organisationsfragen geprägten Seminar-programm.

Sicherlich ließen sich einige wesentliche Erkenntnisse und Erfahrungen auch für die Organisation unseres FÖD ableiten, doch blieben auch Fragen, die nur mit SZIA zu klären waren. Allerdings war ja auch Ramona in der Seminarleitung beteiligt und stand uns als SZIA-Ansprechpartnerin zur Verfügung. Der Vorteil dieses Seminars war die Möglichkeit, sich mit einer Reihe anderer künftiger Freiwilliger auszutauschen z.B. über die persönliche Vorbereitung, die Finanzierung und den Aufbau eines Unterstützerkreises, aber auch über die Projekte wie sie dazu kamen etc. Man lernte eine Menge interessanter Projekte kennen. Inhalte des Seminars waren:

  • Kennenlernen in der Gruppe (woher kommt man, was hat einen bewogen einen Freiwilligendienst zu machen und warum dieses Land und jenes Projekt, Interessen etc.)
  • Erfahrungsaustausch mit ehemaligen Freiwilligen (wir hatten bereits bei unserem Aufenthalt in Ungarn - Projektreise/Hospitation - die Möglichkeit mit Freiwilligen vor Ort zu reden, sonst eine gute Gelegenheit viele Fragen an Erfahrene zu stellen)
  • Geschichte, Ziele, Arbeitsfelder von EIRENE (allgemein ganz interessant, aber für Leute von SZIA eher unbedeutend - Vorstellung von SZIA wichtiger)
  • interkulturelles Lernen (mit Hilfe von spielerischen Methoden, Diskussionsrunden, ganz aufschlussreich, welche Probleme zwischen Kulturen auftreten können)
  • Umgang mit Konflikten (einige etwas sehr theoretische Ansätze um mit Konflikten und Leuten umzugehen, künstlerische Herangehensweise war erfolgreicher in der Gruppe dort)
  • Länder und Projekte kennen lernen
  • Projekttag (hier konnte man in verschiedenen Einrichtungen vor Ort in Neuwied bzw. Umgebung Einblick in die Arbeit ähnlich gelagerter Projekte bekommen. Wir besuchten das Kompostprojekt SSK-Bergneustadt und den Biolandwirt Lothar Gothe, was ebenfalls Einsatzstelle von SZIA für Freiwillige (aus Ungarn) ist. Es ist ein Projekt im Bereich der biologischen Müllkompostierung und zeigt Arbeitsmöglichkeiten und Existenzaufbau unter Eigenregie auf, welches als einsatzfähiges Konzept für die Reformstaaten Mittel- und Osteuropas gelobt wurde.)

Neben diesen theoretischen Inhalten war das Vorbereitungsseminar eine gute Gele-genheit für die Freiwilligen von SZIA, sich untereinander kennen zu lernen, Probleme zu diskutieren, Entscheidungen für die Projekte in Ungarn und den eigenen Einsatz vorzubereiten, gemeinsam Ideen für eigene Projekte in Ungarn zu ent-wickeln und Absprachen zur individuellen Vorbereitung zu treffen.

Unterstützerkreis
Zur Vorbereitung eines Freiwilligendienstes bei SZIA gehört auch der Aufbau eines Unterstützerkreises. Das bedeutet, Leute zu finden, die bereit sind, den Aufenthalt durch Spenden mitzufinan-zieren und somit indirekt einen Beitrag zum Naturschutz in Ungarn zu leisten. Dafür werden die Unterstützer im Gegen-zug regelmäßig vom Freiwilligen über seinen Dienst und seine Erfahrungen informiert. Insgesamt sind ca. 150 Euro/Monat aufzubringen. Dafür habe ich vor allem Kirchen und Pfarrer aus meiner Heimat und meiner jetzigen Wohngegend, aber auch Verwandte und Bekannte oder größere Firmen angesprochen/ange-schrieben und das Vorhaben und meine Bitte um Spenden vorgestellt. Von den Kirchen kam am meisten Resonanz, wenn sie einen persönlich kennen, aber auch Verwandte helfen gern, wenn sie von der Sache überzeugt sind.

Persönliche Vorbereitung
Da mich besonders Projekte ansprachen, wo es um Umweltbildungsarbeit und ökologische Projekte in Kindergärten und Schulen ging, und ich ein persönliches Interesse an der Spielplatzgestaltung hatte, sammelte ich aus verschiedener Literatur, Zeitschriften, Internet und der Praxis Beispiele zur ökologischen Gestaltung von Spielplätzen, der Verwendung von Weiden sowie von anderen Naturmaterialien als Baumaterial für Spielgeräte (Hütten, Tipis, Zäune etc.), zu Naturlehrpfaden und Spielen in und über die Umwelt. Eigentlich sollte er mir bei der Umsetzung eines derartigen Projektes helfen.

Später im Göncöl-Haus diente dieser Ordner jedoch nur meinen Kollegen, wietere Anregungen für ihre eigene Umweltbildungsarbeit zu bekommen, da ich keine Möglichkeit sah in dem Bereich ein eigenes Projekt zu organisieren. Es entstand daraus später eine englische Ideenmappe für ihre Arbeit.

Neben der fachlichen Vorbereitung sam-melte ich Infos zu Ungarn selbst. Vor allem was Sprache, Natursehenswür-digkeiten, Kultur, Freizeitangebot etc. betraf. Obwohl sich das am Besten auch vor Ort über Kollegen oder Bekannte herausfinden lässt. Allerdings ist so ein FÖD, gerade wenn man nur ein halbes Jahr vor Ort ist, sehr kurz und es ist sinnvoll, das Land schon vorher etwas besser zu kennen. Vor allem auch mit der Sprache sollte man sich frühzeitig beschäftigen. Auch wenn man mit Englisch oder Deutsch weiter kommt, so ist man doch in der Provinz sowie in Vác sehr einge-schränkt, wenn es um die Kommunikation mit Nachbarn, Busfahrern, Verkäuferin-nen, Vermietern und Kollegen ohne Fremdsprachenkenntnisse geht.

Sprachkurs in Debrecen
Noch im ersten Monat meines halbjährigen Freiwilligendienstes in Ungarn nahm ich an einem intensiven Ungarisch-Sprachkurs an der renommierten Sommeruniversität Debrecen teil. Dies war der Herbstkurs vom 24.10. bis 04.11.2001 mit einem 70-stündigen Grundkurs in Ungarisch. Der Tagesablauf war mit 4 Sprachstunden von je 90 Minuten Länge, einer Mittagspause von 2-3 Stunden, die zum Mittagessen, Lernen oder Ausruhen genutzt werden konnte, sowie zusätzlichen Angeboten wie Phonetikunterricht oder Vorträgen sehr ausgefüllt. Der Phonetikunterricht verhalf mir zu einer so guten Aussprache des Ungarischen, dass der eine oder andere Kollege manchmal meinte, er unterhalte sich mit einer Ungarin. Dazu kann ich erwähnen, dass in dieser Hinsicht die ungarische Sprache sehr genau festlegt, wie die Buchstaben auszusprechen sind, ganz im Gegensatz zum Deutschen. Auch Dialekte sind nur in geringem Umfang in Ungarn ausgebildet, so dass ein Aussprechen und Verstehen der Wörter vielfach einfacher ist als z.B. bei den zahlreichen Dialekten im Deutschen.

Zu dem Unterricht wurden eigens von der Sommeruniversität Debrecen entwickelte Lehr- und Übungsbücher verwendet, die für Schüler aus allen Ländern nutzbar sind, also ohne muttersprachliche Erläuterungen auskommen. Nach einem Einführungs-gespräch wurden die Sprachschüler in verschiedene Gruppen und Sprachstufen/-niveaus eingestuft, was bei mir schon nach einer Minute feststand, da ich ja ohne große Vorkenntnisse dort ankam (außer Jó napot und szia). Aufgrund des Herbstkurses waren die Gruppen sehr klein. In meiner Gruppe waren wir nur zu fünft - alle deutschsprachig, aber aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Die Alterszusammensetzung und Hintergründe zum Interesse an der ungarischen Sprache waren so vielfältig wie die teilnehmenden Nationen: da gab es schweizerische Botschafter aus Budapest, italienisch-sprachige Dolmetscher aus Brüssel von der EU-Kommission, einen japanischen Judo-Trainer vom Balaton, eine amerikanische Freiwillige einer Missionsorganisation, eine Engländerin aus Deutschland, deren Mann in Budapest arbeitet, Österreicher mit Urlaubsdomizil am Balaton usw. Diese bunte Mischung machte den Aufenthalt sehr interessant und das Verbindende wurde die ungarische Sprache.

Als Lehrerinnen hatten wir drei sehr verschiedene Ungarinnen: Zsuzsa, eine Dame mittleren Alters, war sehr lebenslustig, fröhlich und erzählte auch gerne von der ungarischen Kultur, was den Sprachstoff mehr ins Leben rückte und die Stunden auflockerte, mit ihr sangen wir auch mal ein ungarisches Trinklied oder lasen ein Liebesgedicht von Sándor Petöfi. Rita war noch recht jung und gab uns oft interessante Übungen auf, wodurch wir ein besseres Gefühl für die Sprache und die schriftliche Grammatik erhielten. Márta war eher die strenge und durch den Stoff jagende Lehrerin, die uns viele Vokabeln beibrachte und das Sprechen trainierte.

Durch dieses intensive Lernen und Wiederholen in den Pausen, war bald ein guter Grundstock gelegt, aus dem ich nachher sehr vieles anwenden konnte. Erst mal fühlt man sich erschlagen von all den Wörtern, Regeln und vor allem Ausnahmen, doch am Ende bei der Anwendung merkt man erst, wie viel das gebracht hat. Mit Einzelstunden ein- oder zweimal die Woche kommt man bei weitem nicht so gut voran. Gerade auch die ungarische Umgebung während des Kurses ermöglicht ein Probefeld in der Freizeit und das Testen des verstehenden Hörens auf der Straße. Da einige Teilnehmer weder Englisch noch deutsch sprachen, war auch gleich ein Grund da, das eben gelernte zum gegenseitigen kennen lernen anzuwenden.

So sprechen viele Sachen für den Kurs in Ungarn und bei der Sommeruniversität Debrecen, mit dessen Lehrangebot ich sehr zufrieden bin. Schon die Prüfung am Ende des Kurses zeigt, wie viel Lernen in der kurzen Zeit möglich ist. So bestand ich mit 99 von 103 Punkten mit der Note sehr gut. An dem freien Tag wurde uns die Möglichkeit zur Stadtbesichtigung und zum Ausflug in die nahegelegene Hortobágy-Puszta gegeben, wo wir sozusagen kulturell gebildet wurden - mit Essen in der Csárda mit Volksmusikern, Kutsch-fahrt auf der Puszta, wo Zackelschafe, Ochsen, Pferde und Wollschweine wie-deten und die Hirten (csikos) ihre Peit-schen knallend schwingen, sowie einen Ausflug in das Brutgebiet der durch-ziehenden Kranichschwärme, insgesamt begleitet von einer erfahrenen Biologin. Neben der Sprache konnte ich so gleich noch den Osten Ungarns und die Ebene des Karpatenbeckens mit seiner ursprünglichen Natur, Kultur und Geschichte kennen lernen. Der Sprachkurs in der Debrecener Universität ist echt lohnenswert.

Die Einsatzstelle Göncöl-Allianz Vác
Die Göncöl-Allianz ist eine Dach-organisation von mehreren im Naturschutz tätigen Vereinen und Aktionsgruppen wie z.B. Pangea Egyesület, Ipoly Union, Göncöl-Stiftung (mit regionalem Planungsinstitut, SÜNI- und VADON-Magazin), Pester Vogelkundlerkreis, Amateur-Astronomen Klub Albiréo, Süni-Verein Budapest. Einige dieser Vereine haben ihren Sitz im Göncöl-Haus in Vác, welches durch die Göncöl-Stiftung zur Verfügung gestellt wird. In eben diesem Gebäude, wo sich neben den Büroräumen der Vereine Pangea, Ipoly Union und Göncöl-Stiftung mit regionalem Planungsinstitut und Arbeitsgruppe für Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit auch eine geologische Ausstellung (Mineralien) und eine Umweltbibliothek befinden, verbrachte ich nun die meiste Zeit meines FÖD. Zu den einzelnen Organisationen etwas konkreter:

Pangea Kultur- und Umweltschutz-verein (Pangea Kulturális és Környézetvédelmi Egyesület) Der Naturschutzverein für Kinder und Jugendliche hat ungefähr 120 Mitglieder, wovon um die 40 Jugendliche auch aktiv Angebote und Aufgaben des Vereins (wie geologische oder botanische Exkursionen, Baueinsätze am neuen Haus, Baum-pflanzaktionen, Feste begehen, Vorberei-tung der Igelchen-Camps) wahrnehmen. Hauptamtlich arbeiten im Göncöl-Haus Sumi (László Breuer), Márton Gyenes und Rita mit, die sich um die Organisation des Programms und Verwaltungsaufgaben kümmern, wie Information der Mitglieder, Finanzen, Ausflüge und Exkursionen, die Sommerlager für Jugendliche und Kinder (Igelchen-Camps im Wald - Süni tábor) oder Teilnahme an großen Umwelttreffen. Außerdem hat Pangea im Bákony-Wald nördlich des Balatons ein Umweltzentrum, wo die meisten Veranstaltungen und Treffen des Vereins stattfinden, aber auch Schulklassen oder Studentengruppen Pro-jekttage/-wochen verbringen. Das Umweltzentrum liegt am Rand des Dorfes Pénzesgyör und umfasst zwei Häuser (eins ist noch im Bau), einen Biogarten sowie eine große Obstwiese.

Ipoly Union (Ipoly Unió - ungarischer Verein, Ipel'ská únia - slowakischer Verein)
Die Ipoly Union ist ein Verein mit vielfältigen Aufgaben, die sich alle auf die Region am Grenzfluss Ipoly (Eipel) konzentrieren. Dazu gehören Öffentlichkeitsarbeit, Grünes Telefon (Beratung zu Energie und Umwelt), Programme in den Bereichen Landschaftsund Denkmalschutz, Umwelt, Bildung und Transport. Dabei arbeiten slowakische und ungarische Leute eng zusammen. Im Göncöl-Haus in Vác findet sich eines von drei Büros, wo Márta Kurucz, Krisztina Budai, Zoltan Kelemen und Vilmos Kiszel arbeiten. Außerdem gibt es Büros in Ballassagyarmat und Šahy (Slowakei) sowie ein Bildungszentrum in Ipolyszög.

Ihre Projekte im Bereich Transport sind z.B. die Drégelypalánk-Ipolyság Bahnlinie, Fahrradwege-Netz sowie das "Amber-Trail"-Programm (Entwicklung eines sanften umweltfreundlichen Tourismus im 100 km langen Band zwischen Ungarn und Polen auf der ehem. Handelsstraße). Zu den Natur- und Umweltschutzprogrammen gehören Projekte wie Feldaufnahmen, Raumplanung, Biotopmanagement, Schutz, Monitoring und Management von Grund- und Oberflächenwasser, Archäologie-Camps, Bewahrung von historischen Gebäuden, Studien, Unterricht und Schutz des Kulturerbes. Zu den Umweltprogrammen zählen u.a. Energieeffizienz, Anti-Nuklear Kampagnen und selektive Müllsammlung. Im Bildungsprogramm spielt v.a. die "Freie Universität Ipoly" eine Rolle, die Aktionen in Bezug zu den Euroregionen und Demokratie unterstützt, bilinguale Broschüren (ung.- slowak.) über das regionale und lokale Erbe herausgibt, Natur-, Work- und Kulturcamps für Schülergruppen u.a. organisiert.

Der Erfahrungsbericht wird fortgesetzt!
 

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Kooperation mit Autoren aus Ungarn

Stuttgart. (lsw) Baden-Württembergs Schriftsteller wollen nach einer Meldung des dpa-Landesdienstes Südwest künftig enger mit ihren Kollegen aus Ungarn zusammenarbeiten. Ein entsprechendes Abkommen sollte in Stuttgart vom Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der IG Medien und dem Ungarischen Schriftstellerverband (Magyar Iroszövet-ség) unterzeichnet werden, teilte der VS mit. Die Kooperation soll dem Austausch von Informationen rund um den Buch-markt dienen und das Interesse an der Literatur der Partnerländer in der Öffentlichkeit fördern. Autoren aus beiden Ländern sollen regelmäßig zu Tagungen oder literarischen Veranstaltungen geladen werden.


Mit der Ulmer Schachtel auf historischer Tour

Ulm/Visegrad. (Ei/npl) Mit einem Nachbau der berühmten Ulmer Schachtel, die für Tausende von Auswanderern ins Karpaten- und Donaubecken als Transportmittel diente, fuhren im Mai die Ulmer Donaufreunde flussabwärts bis nach Dunabogdány im Donauknie. Vor drei Jahrhunderten waren mit solchen Schiffen auf Einladung von Kaiserin Maria Theresia deutsche Siedler in die nach den Türkenkriegen entvölkerten Lande gekom-men, um hier neue Existenzen aufzubauen.

Doch Dunabogdány war nur eine von vielen Stationen der Donau-Tour der Gesellschaft der Donaufreunde Ulm. Über Wien, Bratislava, Komárom, Dunabog-dány, Ráckeve, Baja, Mohacs, Vukovar, Novi Sad ging es bis nach Belgrad. Hier war Endstation. Gesteuert mit zwei langen Rudern verfügte die Ulmer Schachtel von 2002 über zwei PS- starke Bootsmotoren, die die Reise wesentlich weniger beschwerlich als damals machte. Es war ja auch nicht so sehr die körperliche Leis-tung, auf die es ankam, sondern die ideelle. Die Donau als verbindendes Band der Freundschaft der Menschen entlang dieses großen europäischen Flusses. Die Rück-fahrt nach Ulm trat die Ulmer Schachtel schließlich auf einem Lkw-Tieflader an.


Neuer Chef des Minderheitenamts

Budapest. (ag) Der 1962 geborene Ungarndeutsche Antal Heizer ist neuer Chef des Regierungsamtes für Nationale und Ethnische Minderheiten in Ungarn. Der bisherige Stellvertreter ist damit zuständig für die Zusammenarbeit, für die Sorgen und Nöte der 13 Minderheiten in Ungarn, wovon die größte die Roma sind. Mehr Geld für die Nationalitäten, einen weiteren Ausbau der Kulturautonomie oder auch die Ausweitung der Minderheitensendungen in den öffentlich-rechtlichen Medien gehören zu den Zielen, die sich der neue Minderheitenbeauftragte selbst vorgenommen hat.


Neusiedler See Weltkulturerbe

Fertörákos. (nz) Jetzt ist es amtlich und mit Brief und Siegel versehen: Der malerische Neusiedler See gehört zum Weltkulturerbe. Die Urkunde war Ende September nach einer feierlichen Zere-monie im österreichischen Pamhagen und - nach einem Umweg über Eisenstadt am Westufer des Sees im Burgenland - schließlich noch einmal im ungarischen Fertörákos überreicht worden. Zum Weltkulturerbe gehört der Neusiedler See, den sich Österreich und Ungarn teilen, allerdings schon seit dem vergangenen Jahr.


Volkszählung 2001: Zahl der Ungarndeutschen verdoppelte sich

Budapest. (nz) Die Zahl der Ungarndeutschen hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. Bekannten sich 1990 nur noch knapp 31000 Menschen in Ungarn zur deutschen Nationalität, waren es Anfang 2001 über 62000. Das ist das Ergebnis einer Volkszählung im Februar 2001, die jetzt vom ungarischen statistischen Zentralamt in einem 350 Seiten starken Kompendium veröffentlicht wurde.

Der Vorsitzende der Landesselbstver-waltung der Ungarndeutschen, Otto Heinek, freute sich darüber. Er bedauerte allerdings den Rückgang derjenigen, die Deutsch als ihre Muttersprache angaben. Nun stellt sich die Frage, wie viele Ungarndeutsche es in Ungarn tatsächlich gibt. Die Ergebnisse der Volkszählung müssen eingehend analysiert werden.

Die Volksbefragung lieferte unter anderem auch Angaben über die Religionszu-gehörigkeit der Menschen in Ungarn. So sind 54,5 Prozent Katholiken und 15,9 Prozent gehören der Reformierten Kirche an. Zum evangelischen Glauben bekennen sich 3 Prozent. Immerhin 14,5 Prozent sind konfessionslos. Über zehn Prozent lehnten allerdings eine Antwort auf die Frage nach ihrer Religionszugehörigkeit ab.


Herceghalom - Mehrstetten

Herceghalom/Mehrstetten. (nz/ge) Das 50-jährige Jubiläum von Baden-Württemberg stand im Mittelpunkt der Feiern Mitte August im ungarischen Herceghalom. Zu Gast war die Partnergemeinde Mehrstetten von der Schwäbischen Alb mit Bürgermeister Rudolf Ott an der Spitze. Die Partnerschaft beider Gemeinden besteht seit der ersten Kontaktaufnahme im Jahr 1990.


Die Donau verbindet - Traumfluss nach Europa

Ulm/Neu Ulm. (nz) "Die Donau ist ein Band, das die Traditionen und Kulturen von Ost und West zusammenbringt. Seit fast fünf Jahrtausenden ist sie Transportweg für den Handel und Warenaustausch, aber auch für den Austausch von Ideen und Weltanschauungen und hat die Entwicklung vieler Völker an ihren Ufern mitgeprägt. Die Donau steht auch für eine stärkere Einbeziehung der Staaten Mittel- und Osteuropas in die europäische Ordnung, die bei uns seit 50 Jahren Frieden und Stabilität sichert." Das sagte der baden-württembergische Staatsminister Christoph-E. Palmer Anfang Juli 2002 bei der Eröffnung des 3. Internationalen Donaufestes in Ulm und Neu Ulm.
Das Motto der Veranstaltung hieß "Traumfluss nach Europa". Nach Palmer gibt es die Richtung vor, in der viele der an der Donau gelegenen Staaten ihre Zukunft sehen. Baden-Württemberg unterstütze diese Entwicklung mit Nachdruck. Die EU-Erweiterung ist für Palmer, der in der Landesregierung auch für Europafragen zuständig ist, ein unverzichtbarer Prozess. Lebendig werde ein solcher Zusammen-schluss allerdings erst, wenn die Menschen in einem neuen Europa sich als eine Gemeinschaft empfänden. Ausgezeichnetes Beispiel ist laut Staatsminister Palmer die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Ungarn, die im Jahr 2000 durch die Veranstaltungen zum ungarischen Millennium in Baden-Württemberg noch vertieft worden sei. Im Gegenzug dafür präsentiere sich jetzt das Land anlässlich seines 50jährigen Bestehens auf Einladung Ungarns. Er verwies auch auf die wiederum rege Teilnahme der Donauanrainerstaaten am Ulmer Donaufest. "Hier in Ulm haben wir aktive Brückenbauer für den Weg nach Osteuropa".

 

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DUG-Nachrichten


Prächtiger Bildband über den Maler Josef Bartl

Im Verlag der DUG ist ein prächtiger Bildband über das Lebenswerk des ungarischen Malers Josef Bartl herausgegeben worden. Anlass für die Ausstellung im Herbst vergangenen Jahres wie für den Bildband war - wie bereits berichtet - der 70. Geburtstag Josef Bartls, einem der bedeutendsten lebenden ungarischen Maler.

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und der Verband ungarn-deutscher Autoren haben die Fotoarbeiten und die Honorare für Texte und die Übersetzung für die Gesellschaft kostenfrei übernommen. Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg (Hauptfinanzier), die Würth Stiftung und die Stiftung LBBW unterstützen die Herausgabe des Bandes.


Bisher sind im DUG-Verlag nachfolgende Bücher erschienen:

Josef Bartl, Bildband 1951-2000, Stuttgart 2001, ISBN 3-9806483-2-X. 28 Euro.
Jürgen Rahmig: Ungarns Rückkehr nach Europa, Stuttgart 1998, ISBN 3-9806483-0-3.. 12,80 Euro.
János Gulya (Hrsg.): Der deutsche Petöfi - 61 Gedichte, Stuttgart 1999, ISBN 3-9806483-1-1. 10,10 Euro.


Hinweis in eigener Sache:

Die DUG-Geschäftsstelle ist Donnerstags von zehn bis 13 Uhr besetzt (Frau Nagy-Schneider).


Euro-Umstellung/Neue Preise

Nachfolgend die Mitgliedsbeiträge und die Preise für die im DUG-Verlag herausgegebenen Bücher.
Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen: 63 Euro, für weitere Familienmitglieder 31 Euro und für gemeinnützige juristische Personen 184 Euro.


Termine

1. März 2003: Backnanger Schwabenball im Bürgerhaus von Backnang.

20. September 2003: Bácsalmáser Heimattreffen und Kirchweihfest im Backnanger Bürgerhaus.
 

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Zehn Jahre Partnerschaft

Külsheim/Pécsvárad. (fr/kü) In diesem Sommer feierten Külsheim und die ungarische Partnerstadt Pécsvárad das zehnjährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Rund 40 Gäste aus Ungarn waren zu den Festivitäten nach Külsheim gekommen. Bürgermeister Günther Kuhn erinnerte beim Empfang im Rathaus an seinen ersten Besuch in Pécsvárad vor elf Jahren, nachdem zuvor Landrat Georg Denzer die Partnerschaft empfohlen hatte. Er erzählte vom herzlichen Empfang dort, der für ihn ein bewegender Augenblick gewesen sei. Aus diesen Anfängen sei eine "wunderbare Partnerschaft" geworden. Kuhn ehrte jene Frauen und Männer der ersten Stunde der Partnerschaft mit Urkunden.

Der Bürgermeister von Pécsvárad, János Zsáli, sagte, in der Ortschaft gebe es 40 Prozent Ungarndeutsche. Er sprach von der ihrer harten Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Er erzählte von sehr, sehr vielen Freundschaften, die im Zuge der vergan-genen zehn Jahre zwischen Menschen beider Ortschaften entstanden seien. Anlässlich des Partnerschaftsjubiläums wurde im Rittersaal des Schlosses in Külsheim auch eine Ausstellung mit Begebenheiten, Bildern und Texten aus den vergangenen zehn Jahren gezeigt. Sie dokumentiert lebhaft die vielfältige und bunte Partnerschaft beider Gemeinden.


Glänzende Botschafter aus Aalen

Tatabánya. (aa) Bei den 11. Spielen der Freundschaft in Aalens Partnerstadt Tatabánya stand zeitweilig der Sport im Vordergrund. Die LSG Aalen hatte Leichtathleten aus Unterkochen, Ebnat und vom MTV entsandt und die Handballgemeinde Aalen/Wasseralfingen Jugendliche aus Hüttlingen und Hofen, meldete die Schwäbische Post. Karl Troß, der Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Aalen nannte die Sportler, die im Herbst in der Partnerstadt waren, "glänzende Bot-schafter der Stadt Aalen". Kennen lernen und Freundschaften schließen im Rahmen des Sports und der freundschaftlichen Begegnungen waren ganz im Sinne der Partnerschaft. Ein Ausflug nach Budapest und ein Gala-Abend im Kulturhaus in Tatabánya rundeten das Programm ab.

Beim Bergmannsfest in der ersten Septemberwoche in Tatabánya wird an die Unfälle und Unglücke im Bergbau in der ungarischen Partnerstadt erinnert. In rund 100 Jahren Bergbau in Tatabánya sind rund 600 Bergmänner ums Leben gekommen. Beim Umzug ging es quer durch die Stadt zum Bergwerksmuseum. In dem Freilichtmuseum wurden zwei neue Räume eingeweiht: ein Versammlungsraum für Bergleute und ein Raum, in dem Steine, Kristalle und Erze ausgestellt sind.

Die Partnerschaft zwischen Aalen und Tatabánya ist rege und vielschichtig. Die Partnerhochschule der Fachhochschule Aalen in Tatabánya feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Es ist die Hochschule für Moderne Geschäftswissenschaften. Wegen des Andrangs und der Prominenz, unter anderem aus ungarischem Parlament und den Ministerien, fand die Veranstaltung im Sportpalast von Tatabánya statt. Die Hochschule für Moderne Geschäftswissenschaften erfreut sich größter Beliebtheit. 1992 startete die mit 84 Studenten. Heute bildet sie an drei Standorten 2000 Studenten aus. Zwischen den Hochschulen findet ein reger Austausch von Studenten und Lehrpersonal statt.

Der Austausch zwischen den Hochschulen soll weiter ausgebaut werden. Gemeinsame Ausbildungs-, Transfer- und Forschungsaktivitäten sollen dazu festgelegt werden. Die Fachhochschule Aalen will auch den Übergang der Hochschule in die Bildungslandschaft der Europäischen Union fordern, heißt es in den Aalener Nachrichten. Insbesondere EU-Programme der Studentenmobilität und Forschungsvorhaben sollen zu der gemeinsamen Entwicklung beitragen.

Im Laufe des Jahres waren ungarische Schüler zu Gast in Aalen und Schüler der Fachsenfelder Grund- und Hauptschule auf Gegenbesuch in Ungarn. Auch die Ungarndeutsche Jugendvolkstanzgruppe, die Jugendblaskapelle und der Volksliederkreis aus Tatabánya-Untergalla besuchten im Juli Aalen und waren dort zu Gast bei Aalens Böhmerwäldlern.


Eine Pionierleistung

Aalen/Tatabánya. Die Partnerschaft zwischen Aalen und Tatabánya besteht schon seit 15 Jahren. Entstanden vor der Wende in Ungarn, feierten die beiden Städte dieses Ereignis im September 2002 in Aalen. Mit von der Partei waren auch die anderen Aalener Partnerstädte. In den 80er hatte es bereit sportliche Kontakte zwischen Aalen und Tatabánya gegeben. Im August 1986 vertiefte eine Delegation aus Aalen die angebahnten Kontakte. Noch im gleichen Jahr durfte eine ungarische Delegation der Stadt unter Leitung ihres Oberbürgermeisters mit Genehmigung des ungarischen Außenministeriums nach Aalen reisen. Das Stadtfest 1987 schließlich wurde mit einer Ungarischen Nacht eingeleitet. Am darauffolgenden Tag erfolgte dann die Unterzeichnung des von Aalens Oberbürgermeister Pfeifle forcierten Partnerschaftsvertrages. Aalen leistet damit Pionierarbeit. Es war erst die fünfte Partnerschaft zwischen einer bundesdeutschen und einer ungarischen Stadt. Noch war es eine Partnerschaft sogar über die Grenzen von Systemen hinweg.

Beim Festakt in diesem Jahr würdigte Tatabányas OB Bársony diese Aspekte. "Sie haben uns das Fenster nach Europa geöffnet und uns mit den Menschen in Saint-Lo und Christchurch bekannt gemacht." Der ungarische Generalkonsul in Stuttgart. Tamás Mydlo, verglich die Städtepartnerschaft mit einem guten alten Wein: "Je älter, desto kostbarer." Angesichts der Befürchtungen in seinem Land vor dem EU-Beitritt seien enge Beziehungen wichtig und sie seien ein Beitrag zur Besinnung auf die mitteleuropäischen Wurzeln Ungarns. Der baden-württembergische Staatssekretär Rudolf Böhmler überbrachte die Grüße von Ministerpräsident Erwin Teufel und nannte die 2500 Veranstaltungen in Baden-Württemberg anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Baden-Württemberg ein gigantisches Bürgerfest.


Hilfslieferung nach Pécs

Fellbach/Pécs. (em) In diesem Sommer hat die frühere langjährige Vorsitzende der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft, Stefa-nie I. Morvay, im Zusammenspiel mit der Stadt Fellbach und der Fellbacher Kirche eine weitere Hilfslieferung auf den Weg gebracht. Ziel war die Fellbacher Partnerstadt Pécs in Südungarn.

Frau Morvay, die in ihrem Bekannten- und Freundeskreis in Gerlingen sammelt, nutzt dabei die Möglichkeiten des Transports, die die Stadt Fellbach hat. Der Transport war ja auch in der Vergangenheit immer ein großes Problem und hat teilweise erhebliche Kosten verursacht. Besonders erwähnte Frau Morvay im Zusammenhang mit der Spendenaktion die Hilfe durch Herrn Kröger von der Stadt Fellbach. Er ist es auch, der die in Gerlingen gespendeten Kleidungsstücke und Gegenstände nach Fellbach bringt.

Zu den Sammlungen in Fellbach ruft jeweils die Kirche beziehungsweise die Caritas auf. Entsprechend gehen die Lieferungen auch an die Caritas-Organi-sation nach Pécs (Fünfkirchen). Vor allem handelt es sich um Damen-, Herren- und Kinderoberbekleidung, um Schuhe, Stiefel, Bettwäsche, Bade- und Handtücher, eben Textilien aller Art. Vieles davon sind moderne Designer-Klamotten. "Darunter befinden sich auch ganz tolle Sachen," sagt Stefanie Morvay. Die Stücke, die verschickt werden, sind durchweg gut bis sehr gut erhalten, ohne Spuren von Abnutzung. Frau Morvay höchstpersönlich sichtet und sortiert die in Gerlingen und Umgebung eingesammelten Stücke.

Manchmal befindet sich unter dem Gespendeten auch ein Kinderroller oder beispielsweise Schlittschuhe, gut erhaltene Kindertennisschläger oder auch Porzellangeschirr. Stefanie Morvay verpackt alles, damit es den Transport unbeschadet übersteht.

Zuletzt kamen so zehn große Plastiksäcke mit Spenden zusammen. Von Fellbach aus geht die gesamte Lieferung in die ungarische Partnerstadt. Frau Morvay, die früher Hilfslieferungen direkt auch nach Mecseknádasd organisiert hatte, wo in Eigenregie ein Altersheim mit Tagesstätte aufgebaut worden war, geht davon aus, dass die gespendeten Textilien und anderen Gegenstände in Pécs über die Caritas vorwiegend an Bedürftige verteilt werden. Das vorbildhafte und gut gehende Heim in Mecseknádasd soll übrigens schon bald erweitert werden.
 

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DUG-Preis zur Belohnung von Schüleraufsätzen


Seit 1995 Auszeichnungen für besondere Arbeiten im vielfältigen Bereich der Biodiversität

Von Deszö Varjú

Die DUG bietet jährlich einen Preis zur Belohnung von Schüleraufsätzen an, angefordert von der populärwissenschaftlichen Zeitschrift "Természet Világa" (Welt der Natur). Von der Zeitschrift werden Gymnasiasten nicht nur in Ungarn, sondern auch in den Nachbarländern angesprochen, in Siebenbürgen, in der Ukraine, in der Slowakei und in den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. In diesen Ländern sind die ungarischen Minderheiten beträchtlich, und es gibt etliche ungarischsprachige Gymnasien.

Zur Geschichte der Zeitschrift: Sie wurde im Januar 1869 unter dem Namen "Természettudományi Közlöny" (Naturwissenschaftliches Mitteilungsblatt) von der Königlichen Ungarischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft mit der Zielsetzung gegründet, naturwissenschaftliche Erkenntnisse allgemein verständlich darzustellen. Im selben Jahr wurde mit der gleichen Absicht die Zeitschrift "Nature" in England gegründet. Seinerzeit gab es weltweit nur diese beiden Zeitschriften mit der genannten Zielsetzung. Die ungarische Zeitschrift erschien und erscheint auch heute noch monatlich, "Nature" dagegen wöchentlich.

Das Naturwissenschaftliche Mitteilungsblatt wurde bald sehr erfolgreich. Die Anzahl der angebotenen Beiträge, auch von weltberühmten Wissenschaftlern, wuchs sehr schnell, ebenso die Anzahl der Mitglieder in der Königlichen Ungarischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft, der viele Autoren beigetreten sind. Sie erhöhte sich von 577 im Jahre 1867 auf 4432 im Jahr 1875. Gewisse Probleme hatten die Herausgeber wegen bürokratischer Einmischungen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Sie wurden aber bald überwunden. Der Titel wurde öfters gewechselt. Der jetzige Name entstand 1968. Die Trägergesellschaften sind zur Zeit "Tudományos Ismeretterjesztö Társulat" (Wissenschaftliche Gesellschaft zur Kenntnisverbreitung) und "Magyar Hivatalos Közlönykiadó" (Der Amtliche Ungarische Mitteilungsherausgeber).

Die Gymnasiasten werden seit 1991 eingeladen, sich mit selbst angefertigten Aufsätzen zu bestimmten Themen innerhalb der Naturwissenschaften an dem Wettbewerb zu beteiligen. In der Regel werden die drei besten Arbeiten innerhalb eines Themenkreise prämiert. Die ersten beiden von der Zeitschrift selbst und von den Trägervereinen angebotenen Themenkreise sind: I. Erforschung unserer naturwissenschaftlichen Vergangenheit. II. Selbstständige Untersuchungen, theoretische Zusammenfassungen.

Bald haben auch Privatpersonen Preise angeboten, so die beiden Amerikaner James Randi und Martin Gardener. Die Bezeichnungen sind "Skeptiker Sonderpreis" und "Mathematischer Sonderpreis". Im ersten Fall werden kritische Aufsätze zu umstrittenen Themen erwartet. Der zweite Fall braucht wohl keine nähere Erörterung. Der Sonderpreis des ungarischen Wissenschaftlers Károly Simonyi wird für Aufsätze zum Thema "Die Einheit der Kultur" vergeben.

Mittlerweise gibt es auch drei Sonderpreise aus Deutschland. Zuerst will ich erläutern, wie sie entstanden sind. Ich muss zugeben, dass das Blatt mir bis 1994 unbekannt war. Als ich noch in Ungarn lebte, las ich öfters eine andere populärwissenschaftliche Zeitschrift mit dem Titel "Élet és Tudomány" (Leben und Wissenschaft). Ab etwa 1985 arbeitete bei mir wiederholt ein junger ungarischer Physiker als Gastforscher. Er hatte enge Beziehungen zu "Természet Világa" und ist heute Mitglied der Redaktion. In 1994 bat er mich um ein Interview, das im September in der Zeitschrift erschien. Der Chefherausgeber bot mir ein Honorar an, was sich natürlich nicht annehmen wollte. Mein Gastwissenschaftler schlug daraufhin vor, dass ich den Betrag als Sonderpreis im Schülerwettbewerb anbieten sollte. Ich tat es und erhöhte den nicht sehr üppigen Betrag meines Honorars. Offensichtlich habe ich im gleichen Jahr über diese Möglichkeit die DUG unterrichtet. Denn unsere Gesellschaft bot vom gleichen Jahr an ebenfalls einen Sonderpreis an. Im nächsten Jahr kam noch der Preis von DUG-Mitglied Prof. Ernst Grote, Neurochirurg an der Universität Tübingen, dazu. Die Bezeichnungen sind der Reihe nach: Biophysikalischer-Biokybernetischer Sonderpreis, Sonderpreis Biodiversität, Medizinwissenschaftlicher Sonderpreis.

Spätestens von Mai bis Oktober werden die Preise in jedem Heft der Zeitschrift mit detaillierten Angaben zu den Teilnahmebedingungen und zu den Gewinnchancen angekündigt. Zum DUG-Preis wird unter anderem angekündigt: "Die vorgeschlagene Themenauswahl ist entsprechend der ungarischen nationalen Erhaltungsstrategie der Biodiversität folgende: Schutz der natürlichen Lebensräume; Schutz der Arten (Populationen) in ihren ursprünglichen Lebensräumen; Degradation von Lebensräumen; Wiederherstellung degradierter Lebensräume; die Wirkung von Isolation, Fragmentation und anderer Einflüsse auf die Population; die Wirkung der Wirtschaft auf die Welt der Lebewesen; die Bedeutung der Biodiversität für die Erhaltung der Lebensgemeinschaften; die Ursachen der Verminderung von Arten und der genetischen Vielfalt; die Rolle von botanischen und zoologischen Gärten hinsichtlich des Schutzes der genetischen Vielfältigkeit; die Optimierung des Naturschutzes."

Abgabeschluss ist der 31. Oktober. Die Teilnehmer suchen sich selbst ein passendes Thema aus, werden aber bei der Anfertigung der Arbeit von einem Lehrer betreut. Die eingereichten Arbeiten werden von Fachleuten gelesen und in der Regel die drei Besten zur Prämierung vorgeschlagen. Es kann aber auch vorkommen, dass nicht alle drei Preise vergeben werden. Die Preise unserer Gesellschaft betragen EUR 100/65/35. Es gibt in der Regel auch eine Reihe kleinerer zusätzlicher Sonderpreise, am häufigsten Bücher von Verlagsgesellschaften oder von interessierten Vereinen. Im Jahr 2001 gab es 29 solcher Preise.

Die Preise werden in festlichem Rahmen Ende Februar/Anfang März übereicht. Dabei werden die Arbeiten kurz besprochen und gewürdigt. Eingeladen werden die Gewinner und in der Regel auch die betreuenden Lehrer. Finanzielle Probleme gibt es dabei hinsichtlich der Reise- und Unterkunftskosten bei Gewinnern aus den genannten Nachbarländern. Neuerdings gibt es Vereine, die zumindest für die Unterbringung sorgen. Die preisgekrönten Arbeiten werden in einer Beilage der Zeitschrift nach und nach veröffentlicht.

Es wird jedes Jahr auf einer Landkarte die Anzahl der preisgekrönten Arbeiten neben den einzelnen Städten durch farbige Quadrate angezeigt. Täte man dies für die letzten zehn Jahre, so wäre ganz Ungarn mit Quadraten bedeckt. Häufungen gäbe es auch um Städte in Siebenbürgen und in der Slowakei, leider nicht in der Ukraine und südlich von Ungarn.

Zum Schluss möchte ich die Arbeiten auflisten, die aus Mitteln der DUG prämiert wurden. Angegeben ist jeweils das Jahr und daneben die Anzahl der eingereichten Aufsätze. Es folgen dann die Bezeichnungen der Preisklasse (I., II. II.), Name/Namen des Autors/der Autoren, Wohnort und der Titel der Arbeit.

1995 (zwölf Arbeiten):

I.  Szabolcs Vinze - Balázs Vinze (Szolnok), Die Ökologische Charakterisierung der Umgebung der toten Theiss von Alcsi.
II.  Veronika Lakatos (Pécs), Biotopen.
III.  Andrea Budai (Debrecen), Die Rolle von Kurganen in der Biodiversität.

1996 (acht Arbeiten):

I.  Károly Markó (Budapest), Tannenhain.
II.  Balázs Vinze - Szabolcs Vinze (Szolnok), Untersuchungen der toten Theiss von Cibakháza mit besonderem Blick auf die Makrovegetation.
III.  Olga Csapó (Szombathely), Die Mannigfaltigkeit innerhalb der Art Telekia speciosa.

1997 (17 Arbeiten):

I.  Péter Feiszt (Pécs), Biodiversität von Abaliget, dem Waldgebiet von Öreghegy.
II.  Erszébet kovács (Salgotárján), Schützen wir den Brennnessel-Teich.
III.  Áron Somorác (Dunaújváros), Lebewesen der Lössruinen von Kisapostag.
III.  Levente Hanna (Szombathely), Was verraten die Algen in der Raab?

1998 (16 Arbeiten): I.  Lóránt Biró (Tatabánya), Die Degradation vom Lábas-hegy in Baja.
II.  Bettina Báthory - Judit Ikéller (Pécs), Der Langohr-Waldkauz.
III.  Szabolcs Vince (Szolnok), Ökologische Untersuchung der toten Theiss von Tiszau.

1999 (15 Arbeiten):

I.  Ákos Molnár (Kecskemét), Spinnenarten im Spiegel des heimischen Naturschutzes.
II.  Zalán Hommonay (Nagykanizsa), Die Natur kennt kein Unmögliches.

2000 (15 Arbeiten):

I.  Áron Somorácz (Dunaújváros), Der Einfluss des Fischteichsystems auf die Lebewesen einer alkalischen Puszta.
II.  Anna Selmeczi (Budapest), Die Untersuchung des Dolomitrasens in Nagy-Kevély.
III.  Imre Kiss (Csongrád), Der Misthaufen von Kiskunfélegyháza.

2001 (13 Arbeiten):

I.  Péter Illés (Szombathely), Restliche Buchenhaine auf dem Bergrücken des Komitats Vas.
II.  Zsombor Csabán (Gödöllö), Die Innehaltung des Galga-Baches.
III.  Éva Schütz (Budapest), Die Barken von Noah.

Ich bin der Meinung, dass die Preisausschreibung eine hervorragende Idee war und ist. Sie verdient unsere uneingeschränkte Unterstützung. Ich beneide sogar die Teilnehmer, denn ich hätte mich als Gymnasiast sicherlich mit großer Freude beteiligt, wenn ich die Chance gehabt hätte. Die Anregung zum Schreiben des Berichts kam von Frau Frank.
 

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Kulturinstitut der Republik Ungarn

Programm des Kulturinstituts

Interessierte können das Programm des Kulturinstituts direkt beim Kulturinstitut anfordern. Anschrift: Ungarisches Kulturinstitut, Haussmannstrasse 22, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711-16 48 70. Außerdem ist das Kulturinstitut auf den Seiten der DUG im Internet zu besuchen:

www.gemeindetag-bw.de/dug/kulturinstitut.htm

Termine:

4. November 2002, 19 Uhr: Ausstellung. Deutschland mit ungarischen Augen - eine Fotoausstellung. Konzeption: András Bánkuti. Eröffnung: Tamás Mydlo, Generalkonsul der Republik Ungarn. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Die Ausstellung ist bis zum 2. Dezember 2002 geöffnet.

8. November 2002, 19 Uhr: Konzert. Bence Horváth (Trompete), Péter Koczor (Klavier). Die diesjährigen Annie Fischer Preisträger stellen sich und ihre Kunst im Rahmen eines gemeinsamen Konzerts vor. Auf dem Programm sthen Werke von Böhme ,Chopin, Enesei, Sáry und Liszt. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Eintritt: 8,-/4,- Euro.

14. November 2002, 19 Uhr: Tag der Wissenschaft. Vortrag von Prof. Dr. Norbert Kroó, Generalsekretär der Ungarischen Akademie der Wissenschaften: "Die Wissenschaftsstrategie Ungarns". Ort: Ungarisches Kulturinstitut Mit der Unterstützung des Vereins der Freunde des Ungarischen Kulturinstituts.

15. November 2002, 19 Uhr: Klassik Meeting: Österreich-Ungarn-Deutschland. Mit Botond Rab (Flöte), Karl-Heinz Schütz (Flöte), Florian Simma (Violincello) und Andreas Kersten (Klavier). Grußwort: Konsul Dr. Cornelius Grupp. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Eintritt: 6,-/3,- Euro. Mit der Unterstützung des Honorarkonsulates der Republik Österreich in Baden-Württemberg.

26. November 2002, 19 Uhr: Konzert für Júlia Hamari, zum 60. Geburtstag. Die weltberühmte Mezzosopranistin, Júlia Hamari Professorin der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart feiert Ihren Geburtstag. Wir feiern mit Ihren Schülern und Schülerinnen, Kollegen und Freunden mit! Programm: Überraschung! Ort: Ungarisches Kulturinstitut.

28. November 2002, 19 Uhr: Schriftstellertreffen Ungarn-Baden-Württemberg. Die ungarische literarische Zeitschrift "Jelenkor" stellt sich vor. Mit Károly Méhes, László Márton, Rudolf Stirn und Chefredakteur Zoltán Ágoston. Moderation: Gyula Kurucz (Direktor), Imre Török (Präsident des Schriftstellerverbandes BW). Ort: Ungarisches Kulturinstitut.

3. Dezember 2002, 19.30 Uhr: Vortrag Landesversammlung der Württembergi-schen Landesbibliothek. Vortrag von Prof. Dr. István Monok, Generaldirektor der Széchenyi Landesbibliothek Ungarn. Ort: Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart.

4. Dezember 2002, 19 Uhr: Ausstellung. Rudolf Hartmann: Mit der Kamera unterwegs. Bei seinen Reisen in die ungarndeutschen Ortschaften zwischen 1925 und 1943 dokumentierte der Fotograf nicht nur den Alltag einer damals noch intakten Welt sondern hielt in seinen Bildern auch die ethnische Vielfalt und den soziokulturellen Wandel in Ungarn der Zwischenkriegszeit fest. Begrüßung: Prof. Dr. Horst Förster, Universität Tübingen. Vortrag: Prof. Dr. Reinhard Johler, Ludwig-Uhland-Institut Tübingen. Konzeption: Dr. Marta Fata, Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Geöffnet bis zum 24. Januar 2003.

9. Dezember 2002, 19 Uhr: Ausstellung El Kazovszkij. Die Künstlerin verbindet den theatralischen Raum, die Bewegung, den Text und die Musik mit der traditionellen künstlerischen Betrachtungsweise. Die Expressivität ihrer Formen resultiert aus der mutigen vertikalen Gliederung, aus der kraftvollen Struktur der Komposition, aus den starken Konturen und aus dem Kontrast der eindeutigen und intensiven Farben. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar 2003 geöffnet.

14. Dezember 2002, 19 Uhr: Adventsfeier. Konzert der Folklore-Gruppe Gázsa. Das Folklore-Ensemble vertrat Ungarn bei dem Internationalen Donaufest in Ulm mit großem Erfolg als Begleiter des berühmten Honvéd-Tanzensamble und gastiert nun in Stuttgart. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Eintritt: frei!

(Mitteilung in eigener Sache: Wir machen Weihnachtsferien 16.12.2002-06.01.2003!)

Sprachkurse:

Wenn Sie durch die Sprache unsere Kultur besser kennenlernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht an. Weitere Informationen generell: Sekretariat des Kulturinstituts Tel.: 0711-164870, konkret zum Unterrichtsablauf und zu der Thematik: Frau Zsuzsa Farkas: 0170/7405946

Wichtig! Seit Mai 2002 ist das Kulturinstitut offizielles ECL-Sprachprüfungszentrum im Süddeutschen Raum!

Jugendklub:

Der Jugendklub veranstaltet im Institut regelmäßig thematische Abende und Treffen mit jungen Leuten. Herzlich willkommen sind alle, die sich für die ungarische Kultur und ein angenehmes Beisammensein interessieren. Weitere Informationen bei: Herrn Péter Tamás, Klubleiter T: 0711-2572054

Öffnungszeiten:

Kulturinstitut: Mo-Do von 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr
Ausstellungssaal, Mo-Do 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr.
Bibliothek und Lesesaal: Mo, Di, Mi 10-16.30
Do: 10.00-16.30, Fr: 10.00-14.00. Mittagspause täglich von 12 bis 13 Uhr.

Wussten Sie?

Das Haus des Ungarischen Kulturinstitutes, eine schöne Eckvilla in der Haußmannstr. 22, wurde 1907 von den Stuttgarter Architekten Clemens Hummel und Ernst S. Förstner ursprünglich für den Kaufmann Gustav Kienzle erbaut.

Programmänderungen vorbehalten. Für die Richtigkeit aller übermittelten Angaben übernimmt die DUG keine Garantie.
 

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Buchbesprechungen

Hausgeschichten an der Donau

Hausgeschichten. Deutsche Spuren in den Donauländern. Donauschwäbisches Zentralmuseum (Hg.) mit Fotografien von Martin Rosswog. 240 Seiten. Edition Braus im Wachter Verlag, Heidelberg.
Deutsche Spuren in den Donauländern. Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm zeigte vom 6. Juli bis 29. September 2002 eine internationale Ausstellung über Menschen und ihr Zuhause mit Fotografien von Martin Rosswog. Der Titel der Ausstellung: Háztörténetek - Hausgeschichten. Das ist auch der Titel des begleitenden, mit Bildern reichhaltig ausgestatteten Ausstellungsbandes.
Zwölf Wohnhäuser entlang der Donau öffnen sich und lassen den Blick ins tägliche Leben ihrer Bewohner zu. In zwölf Orten, die in vier Ländern liegen und tausend Kilometer voneinander entfernt sind, erzählen Menschen von ihrem Leben in ihren Häusern. Gemeinsam ist allen Häusern, dass ihre Geschichte mit der Geschichte der Deutschen im mittleren Donauraum verwoben sind. Die "Hausgeschichten" eröffnen ein Panorama von Lebensverhältnissen in vier Donauländern im Jahr 2001. Gleichzeitig zeigen sie, wie sehr die Geschichte und Kultur Mittel- und Südosteuropas in den vergangenen 300 Jahren von Migrationen, vom Zusammenleben verschiedener Ethnien und von politischen Umbrüchen beeinflusst worden ist. Der Fotograf Martin Rosswog hat auf einer Reise im Herbst 2001 zwölf Häuser und ihre Bewohner porträtiert. Seine einfühlsamen Bilder führen ins Private, zeigen die heutigen Lebensverhältnisse von Menschen in Deutschland, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien. Der Detailreichtum dieser Fotografien lässt sie zu Dokumenten werden, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wohnkultur beschreiben.

Märchen und Sagen entlang der Donau

Siegfried Ruoß (Hrsg.): Märchen und Sagen entlang der Donau. Illustrationen von Renate Gries-Fahrbach. Fester Einband. 15.90 Euro. Silberburg Verlag, Tübingen. Märchen und Sagen aus zehn Ländern - vom Schwarzwald über Ulm bis zum Schwarzen Meer. Sagen und Märchen voller Zauber und Fantasie, in denen der Völker verbindende Strom und seine Regionen im Vordergrund stehen, hat Siegfried Ruoß entlang der Donau gesammelt. Sagen und Märchen aus Deutschland, Österreich, der Slowakei, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und der Ukraine. Seit Jahrtausenden transportieren die Menschen Waren auf dem Fluss. Aber auch Auswanderer nutzten die "Schwabenstraße", um nach Russland, Rumänien oder Ungarn zu ziehen und sich dort anzusiedeln. Mit ihnen reisten die hiesigen Geschichten in die fernen Länder, und fremde Geschichten kamen zurück: So erfuhren die Königskinder, Geister und Hexen, Riesen und Zwerge, Helden und die tapferen Ritter von ihresgleichen.
Die Donau als Friedensbotin - nicht mehr als hemmender Grenzfluss - führt die Menschen beispielsweise beim Ulmer Donaufest friedlich zusammen.


Bevölkerungszahl schrumpft

Bukarest. (hz) Die Bevölkerungszahl Rumäniens schrumpft. Innerhalb von zehn Jahren ist sie um über eine Million auf nunmehr 21,7 Millionen abgesunken. Dafür verantwortlich war auch der weitere Rückgang der Zahl der noch in Rumänien lebenden Deutschen. Sie hat sich in dieser Dekade praktisch halbiert von 119 000 auf 60 000. Das berichtete die deutschsprachige Hermannstädter Zeitung.






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Wichtige Anschriften


Namen und Anschriften des DUG-Vorstandes:

Dr. Christian O. Steger
Panoramastraße 33
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 225 72 30
Fax: 0711 225 72 47

Georg Brenner
Bürgermeister
Rathaus Gerlingen
Tel.: 07156 205-0
Fax: 07156 205 440

Doris Frank
Kirchstraße 20
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 43 61 70

Sabine Gnandt
Falkenstr.47
70597 Stuttgart
Tel.: 0711 765 61 36

Erika Hambel
Uhlandstraße 46
71134 Aidlingen
Tel. und Fax: 07034 80 28

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129 7560

DUG-Geschäftsstelle
Hauptstraße (Ratshaus)
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 205 325
Fax: 07156 205 345

Die DUG-Geschäftsstelle ist bis auf weiteres donnerstags von 10 bis 13 Uhr besetzt (Frau Nagy-Schneider).
e-mail: 07113650207-0001@t-online.de

Hinweise für den Veranstaltungsteil, Termine, Beiträge und Material für die DUG-Korrespondenz bitte an die DUG-Gschäftsstelle oder an: Jürgen Rahmig, Sperberweg 21, 72829 Engstingen, Tel./Fax: 07129 7560

Weitere Anschriften:

Kulturinstitut der Republik Ungarn
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 1648 70
Fax: 0711 1648 710
Internet:www.gemeindetag-bw.de/kulturinstitut.htm
e-mail: uki-s@t-online.de

Generalkonsulat der Republik Ungarn in Stuttgart
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 238 93 20
Fax: 0711 238 93 22

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest
Stefánia út 101-103
H-1440 Budapest XIV
Tel.: 0036 1 467 35 00
Fax: 0036 1 467 35 05
Internet: www.deutschebotschaft-budapest.hu
oder: www.nemet-nagykovetseg.hu

Botschaft der Republik Ungarn in Deutschland
Unter den Linden 76
10117 Berlin
Tel.: 030 220 25 61
Fax: 030 229 22 57
oder

Außenstelle der ungarischen Botschaft in Bonn
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Tel.: 0228 37 10 23
Fax: 0228 37 10 25

Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg
Panoramastraße 13
70174 Stuttgart
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e-mail: dsk@hdhbw.bwl.de
Internet:www.gemeindetag-bw.de/dsks/dsks.htm

Institut für Auslandsbeziehungen
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 102463
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Tel: 0711 22 25 0
Fax: 0711 226 43 46
e-mail: info@ifa.de
Internet: www.ifa.de

Europahaus Baden-Württemberg
Nadlerstraße 4
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Tel: 0711 23 62 376
Fax: 0711 23 493 68
e-mail: europa.bw@t-online.de
Internet: www.europa-zentrum.de

Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Schlossstraße 92
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Tel: 0711 669 51 0
Fax: 0711 669 51 49

Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Mohlstraße 18
72074 Tübingen
Tel: 07071 200 25 0
Fax: 07071 200 25 35
e-mail: fassel@idgl.oe.uni-tuebingen.de
Internet: www.uni-tuebingen.de/donauschw.institut

Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Landesverband Baden-Wüttemberg e.V.
Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart
Tel: 0711 61 23 68 und 07051 34 27
Fax: 0711 669 51 49

Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Júlia út 9, 1026 Budapest II
Postanschrift: Postfach 348
1537 Budapest
Tel: 0036-1 / 212 91 51, -91 52
Fax: 0036-1 / 212 91 53

DJO Deutsche Jugend in Europa
Landesverband Baden-Württemberg e.V.Schlosstrasse 92 70176 Stuttgart
Tel: 0711 62 51 38
Fax: 0711 62 51 68
e-mail: zentrale@djobw.de
Internet: www.djobw.de

Kulturverein Nikolaus Lenau e.V.
Munkácsy út 8, H-7621 Pécs
Tel: 0036-72 / 332 515, -212 177
Fax: 0036.72 / 332 515, -212 177
e-mail: lenauhaus@mail.datanet.hu
Internet: www.pecs.hu/pecs/nemet/lenau.html

Goethe Institut Budapest
Andrássy út 24, H-1061 Budapest
Tel: 0036-1 / 374 40 70
Fax: 0036-1 / 374 40 80
e-mail: goethe@goethe.hu
Internet: www.goethe.de/ms/bud

Südosteuropa-Gesellschaft
Widenmayerstraße 49, 80538 München
Tel: 089 212 15 40
Fax: 089 228 9469
e-mail: suedosteuropa-gesellschaft@t-online.de
Internet: www.suedosteuropa-ges.com

Südost-Institut
Güllstraße 7, 80336 München
Tel: 089 74 61 33 0
Fax: 089 74 61 33 33
e-mail: u9511bo@mail.lrz-muenchen.de

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
Lövöház utca 30, H-1024 Budapest
Tel: 0036-1 / 345 76 00
Fax: 0036-1 / 315 06 38
e-mail: ahkung@ahkungarn.hu
Internet: www.huihk.hu

Deutsch-Ungarische Juristenvereinigung e.V.
Neue Mainzer Straße 75
60311 Frankfurt/Main
Tel: 069 92 059 0
Fax: 069 92 059 133
e-mail: marc-tell_madl@hhp.de

Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde
Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar
Tel: 062 69 421 00
Fax: 062 69 42 10 10
e-mail: institut@sb-gun1.bib-bw.de
Internet: www.sb-gun1.bib-bw.de



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