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 Deutsch-Ungarische Korrespondenz, 2. Ausgabe 2002, Nr. 15:

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Deutsch-Ungarische Gesellschaft
in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Sitz Stuttgart
Internet: http://www.gemeindetag-bw.de/dug/index.php
Geschäftsstelle:
Hauptstraße (Rathaus)
70839 Gerlingen
Telefon: 07156/205-325
Fax: 07156/205-345
Verantw. Redaktion: Jürgen Rahmig

5. Jahrgang/ 2. Ausgabe 2002/ Nr. 15

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Kulturpreis der DUG an den Verein Szia und Dr. Karl Manherz verliehen

Der Verein Szia (Soziale Zusammenarbeit und interkultureller Austausch zwischen Ungarn und Deutschland) sowie der ehemalige stellvertretende ungarische Bildungsminister Professor Karl Manherz sind in Fellbach mit dem Kulturpreis 2002 der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft ausgezeichnet worden.

Baden-Württembergs Staatsminister Dr. Christoph-E. Palmer (CDU) und der DUG- Vorsitzende Dr. Christian O. Steger, überreichten den Preis.

Der alle zwei Jahre vergebene Preis war zum ungarischen Millennium im Jahr 2000 erstmals ausgeschrieben worden. Einer der beiden damaligen Preisträger, der Frankfurter Künstler Gábor Törok, stiftete ganz spontan eine Stele aus Glas und Metall, die in Fellbach vorgestellt wurde und künftig vom jeweiligen Hauptpreisträger zum nächsten wandert.


Laudatio von Staatsminister Dr. Christoph-E. Palmer auf die Preisträger des Kulturpreises 2002 der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft am 15. März 2002 in Fellbach

Ich freue mich sehr, dass ich als Vertreter der Landesregierung von Baden-Württemberg heute auch am zweiten Festakt zur Verleihung des Kulturpreises der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft teilnehmen kann. Herr Ministerpräsident Teufel, der sich zur Stunde auf dem Flug nach Budapest befindet, hat mich gebeten, Ihnen seine herzlichen Grüße zu übermitteln.

Morgen Nachmittag wird Herr Ministerpräsident Teufel gemeinsam mit Herrn Staatspräsident Mádl in Budapest die Veranstaltungsreihe "Kulturporträt Baden-Württemberg" oder auf ungarisch: "Baden-Württemberg Arcai" offiziell eröffnen. Dies ist ein ganz besonderer Anlass, den ich am Beginn meiner Würdigung der diesjährigen Kulturpreis-Träger erwähnen möchte.

Als im Jahr 2000 zum ersten Mal der Kulturpreis verliehen wurde, haben wir in Baden-Württemberg das "Magyar Millennium" zusammen mit den Ungarn gefeiert. Mit einer Fülle von Veranstaltungen quer durch das Land wurde die Tausendjahrfeier Ungarns von der Bevölkerung in Baden-Württemberg fröhlich mitgefeiert.

Von hochgradigen "Kultur-Events" - ich erwähne beispielhaft das "Festival Ungarn" in Stuttgart und die "Ungarische Rhapsodie 2000" hier in Fellbach - über die Eröffnung des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm bis hin zu zahlreichen Jugend- und Schülerbegegnungen sowie kommunal-partnerschaftlichen Aktivitäten war Ungarn überall im Land spürbar präsent.

Heute, im Jahr 2002, begeht unser Land seinen 50. Geburtstag und die Ungarn sind - das darf ich mit Fug und Recht sagen - das Partnerland mit den meisten Aktionen dazu.

Ich sehe es einfach als Zeichen einer außergewöhnlichen Freundschaft und Partnerschaft, dass gerade in Ungarn so viele Veranstaltungen im Zeichen des Landesjubiläums stattfinden.

Als ich in diesen Tagen aus Ungarn die druckfrische Broschüre über unser Landesjubiläum in die Hände bekam, wurde mir einmal mehr bewusst, welch hervorragende Arbeit die zahlreichen Organisationen, Vereine, Verbände, Kultureinrichtungen, Kommunen und engagierte Einzelpersonen in den vergangenen zehn Jahren für die Verständigung zwischen unseren Ländern geleistet haben. Dafür bin ich ganz außerordentlich dankbar.

Wie bei der ersten Preisverleihung an die Herren Gábor Török und Gustav Wabro werden auch heute Menschen ausgezeichnet, die sich zwar in sehr unterschiedlicher Art und Weise für die deutsch-ungarische Freundschaft engagieren, dabei aber am gleichen Haus arbeiten.

Um im Terminus der Handwerker zu bleiben: Beide arbeiten in unterschiedlichen Gewerken am gleichen Gebäude. Ich würde kein Urteil darüber abgeben wollen, ob jetzt derjenige, der das Fundament oder den Estrich legt wichtiger als der Zimmermann oder Dachdecker wäre. Würde das Dach nicht gedeckt, regnete es in das unfertige Haus und es würde langsam aber sicher wieder zerstört werden.

Sehen Sie mir bitte diesen Vergleich nach, aber er zeigt uns vielleicht recht deutlich, wie berechtigt die heutigen Auszeichnungen sind.

Dabei ist der Jury bei der Vielzahl der hervorragenden Vorschläge und Bewerbungen die Wahl sehr schwer gefallen. Das zeigt uns, wie breit angelegt, wie vielfältig und zahlreich die beidseitigen Beziehungen, Aktivitäten und Verflechtungen geworden sind. Es zeigt aber auch, welch hohen Stellenwert der DUG-Kulturpreis schon nach so kurzer Zeit innehat. Ich darf mich deshalb an dieser Stelle bei allen Beteiligten sehr herzlich für die gute Arbeit im Zusammenhang mit der heutigen Preisverleihung herzlich bedanken.

Mein besonderer Dank gilt auch den Sponsoren des Preises.

Die deutsch-ungarische Initiative des gemeinnützigen Vereins Szia, das steht für "Soziale Zusammenarbeit und Interkultureller Austausch zwischen Deutschland und Ungarn", ist ein geradezu idealer Preisträger. Jungen Menschen aus beiden Ländern wird die Gelegenheit angeboten, sich jeweils im anderen Land in sehr gut angelegten Projekten zu engagieren.

Die Hauptrichtungen der Vereinsarbeit zielen auf den interkulturellen Austausch, die Förderung der gesellschaftlichen Zusammenarbeit, Förderung der Sozialen Arbeit sowie die Unterstützung von Kultur, Kunst, Bildung, Erziehung und Sport.

Auch im Rahmen des von der Robert Bosch-Stiftung aufgelegten Pilotpro-gramms "Freiwilligendienste zwischen Deutschland und Mittel- und Osteuropa" führt Szia in Ungarn lokale Projekte der Umwelt- und Kulturarbeit durch.

Es ist ein großes Verdienst, wenn es gelingt, junge Menschen für freiwillige Dienste im Sinne der Freundschaft und Verständigung der Völker zu gewinnen, zu begeistern und dies auch noch gut zu organisieren. Dem Verein Szia ist gerade dies in seiner noch sehr jungen Existenz - er wurde erst im Jahr 1998 gegründet - hervorragend gelungen.

In den Mittelpunkt der heutigen Preis-Verleihung stelle ich auch insbesondere das Projekt des "Freiwilligen ökologischen Dienstes in Ungarn". Der Dienst steht auch in engem Zusammenhang mit dem vorhin erwähnten Programm der Robert Bosch Stiftung. Dieser Dienst ist ausgerichtet auf junge Menschen im Alter zwischen 18 und 27 Jahren aus Deutschland und Ungarn.

Im Rahmen dieses Projekts gelingt es - wie ich meine - besonders gut, Völkerverständigung auf der Ebene von Jugendlichen mit der Vermittlung von Kenntnissen im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zu verbinden.

Die Vielseitigkeit der Effekte dieses Programms fasziniert: Das Bewusstsein und verantwortliches Handeln im Umgang mit Natur und Umwelt wird gestärkt. Es werden Einblicke in verschiedene ökologische Berufsfelder vermittelt und damit eine Perspektive zur beruflichen Entwicklung geboten. Durch gemeinsames Wirken von Jugendlichen aus beiden Ländern wird auf sehr praktische Art und Weise eine Annäherung Junger Menschen im beiderseitigen Verständnis gefördert.

Diese Art "Brücken zu schlagen" halte ich gerade auch im Hinblick auf die europäische Integration Ungarns für enorm hilfreich und wichtig.

Obwohl Ungarn bereits heute die Kriterien für eine Aufnahme in die Europäische Union erfüllt gibt es auf der Ebene der mentalen Integration noch manches zu tun - und zwar auf beiden Seiten: In den Ländern der heutigen EU und auch in Ungarn ist die Aufnahmebereitschaft wie auch die Beitrittsreife in den Köpfen und Herzen noch fester zu verankern.

Wenn es, wie Szia es zum Ziel hat, gelingt, dieses erweiterte Europa mit seiner kulturellen, regionalen und völkerbezogenen Vielfalt - aber auch mit den gemeinsamen politischen und humanitären Werten im Bewusstsein der jungen Menschen fest zu verankern - dann hat dieses neue Europa eine gute Zukunft. In diesem Sinne bin ich den jungen Gründern und Mitarbeitern von Szia sehr dankbar. Sie wirken mit aller Kraft an der Zukunft Europas und arbeiten dabei bereits am Dachstuhl unseres gemeinsamen Gebäudes. Der heutige Preis soll Sie dazu ermutigen, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzuwirken!

Wenn ich noch einmal das vorhin erwähnte Bild des Gebäudes der Verständigung und Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn bemühen darf, spreche ich nun über einen Mann, der mit das Fundament dazu gelegt hat. Herr Professor Dr. Karl Manherz hat nicht nur für die Deutsch-Ungarische Freundschaft gewirkt: Er lebt und verkörpert sie bis heute!

Ich bedaure es sehr, dass Herr Professor Manherz heute nicht zur Preisverleihung kommen konnte, ich weiß aber, dass er sich über die Anerkennung des Sonderpreises sehr freut. Ich möchte erst gar nicht den Versuch wagen, die kaum zählbaren Aktivitäten, Ämter und Stationen seines Wirkens für die deutsch-ungarische Sache aufzulisten. Das würde viel zuviel Zeit in Anspruch nehmen und bliebe trotzdem garantiert unvollständig. Deshalb konzentriere ich mich nur auf einige sehr wenige aber wichtige und beispielhafte Stationen seines Wirkens:
Er war schon als Vizeminister für Kultur und Bildung von 1989-1990 und anschließend als Staatssekretär im ungarischen Ministerium für Kultur und Unterricht maßgeblicher Motor für die Annäherung an West-Europa und besonders an Deutschland. Als Staatssekretär im Ministerpräsidentenamt war er ab 1991 für Fragen der ungarischen ethnischen Minderheiten zuständig.

In dieser Funktion leitete Professor Manherz auf ungarischer Seite auch die 1991 ins Leben gerufene "Gemischte Kommission Baden-Württemberg/ Ungarn". Ihm ist es in hohem Maße zu verdanken, dass diese "gemischte Kommission" bis heute so hervorragend gearbeitet hat. In über zehn Jahren der Zusammenarbeit auf dieser Ebene wurden sehr viele Maßnahmen und Projekte der bilateralen Zusammenarbeit beschlossen und umgesetzt, die in der Zusammenarbeit Ungarns mit einem deutschen Bundesland einmalig sind. Dies gilt in umgekehrter Weise genauso!

Beispielhaft nenne ich hier die Entsendung von Lehrern nach Ungarn (Gastlehrerprogramm); das Programm zur Umbildung von Russisch-Lehrern; die Deutsche Schule in Budapest sowie die Programme des Austauschs von Studenten und jungen Wissenschaftlern. Als Vorsitzender des Verbands der Ungarndeutschen leitete er viele Maßnahmen für die Unterstützung der Ungarndeutschen ein.

Wenn Herr Prof. Manherz nach dem Donauschwäbischen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg (1984), dem österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (1990) sowie dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1995) nun heute den Kulturpreis der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft erhält, ehrt dieser Preis in besonderer Weise sein außerordentlich wirkungsvolles Engagement für das erneute Zueinander-Finden zweier mitteleuropäischer Nachbarn, die während der kommunistischen Herrschaft des früheren Ostblocks künstlich voneinander getrennt waren.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, ich denke, dass Sie mir uneingeschränkt zustimmen, wenn ich feststelle: Die diesjährigen Preisträger sind verdiente und würdige Empfänger dieser hohen Ehrung. Die Auswahl dieser Preisträger wird zu einer weiteren Attraktivität des Kulturpreises beitragen und erneut einen hohen Qualitätsmaßstab setzen.

Ich danke Ihnen!






Wie komme ich zu Szia und wie kann ich mich dort einbringen?

Freiwilliger Ökologischer Dienst (FÖD) im Göncöl-Haus in Vác (Ungarn) Sach- und Erfahrungsbericht vom 1.10.2001 bis 31.3.2002, geleitet und betreut von Szia e.V. Köln, finanziell unterstützt durch die Robert-Bosch-Stiftung Stuttgart.

Vorwort

Seit meinem Studium der Landespflege bestand bereits der Wunsch, einmal im Ausland zu leben und zu arbeiten. Leider erfüllte sich dieser Wunsch anfangs nicht. Doch nachdem ich ein Jahr in einem Planungsbüro gearbeitet hatte, fand ich es an der Zeit, diese Idee noch einmal aufzugreifen und zu verwirklichen. Da ich Landespflege studiert hatte und auch allgemein an ökologischen Themen interessiert war, suchte ich vor allem nach einer Stelle im Naturschutzbereich. Entgegen der theoretischen Arbeit, die ich in dem Planungsbüro kennen lernte, wollte ich nun lieber praktische Naturschutzarbeit leisten, da ich darin mehr Sinn sah, als in der bisherigen planerischen Tätigkeit.

Zunächst plante ich eine Reise durch mehrere Länder Europas, wobei ich dort jeweils zwei bis drei Monate arbeiten wollte. Zu den Reisezielen sollten auch osteuropäische Länder zählen, da mich die Entwicklung in diesen Ländern seit der Wende aus meiner ostdeutschen Erfahrung heraus besonders interessierte. Bei meiner Suche nach deutschen Vermittlungs-organisationen oder Stellen direkt im Ausland fand ich eine ganze Reihe von Angeboten. Für die Recherche nutzte ich vor allem das Buch "Jobben für Natur und Umwelt" und das Internet. Dort findet man viele deutsche und internationale Adressen und offene Stellen. Die meisten Stellen erforderten jedoch eine längere Aufenthaltszeit, ein jüngeres Alter oder den Status eines Studenten.

Bei manchen durfte man eine Menge Geld für die Organisation einer Volunteerstelle im Ausland bezahlen oder es gab ewig lange Bewerbungsfristen. So engte sich die Auswahl ein, schließlich wollte ich nicht so viel Zeit verstreichen lassen und es war schon Mai 2001.Endlich stieß ich dann im Internet auf Szia e.V., Köln, ein kleiner Hinweis nur, der mich dazu anregte, mich dort zu melden. Es passte alles genau: "sie fördern kurze und längere Aufenthalte in Ungarn in ökologischen Projekten mit Unterkunft, Verpflegung, Taschengeld und Krankenversicherung." Nach einer kurzen Kontaktaufnahme per Telefon trafen wir uns dann in Köln zu einem ersten Gespräch, wo sie mir ihren Verein vorstellten.

Es lief alles sehr locker ab und wir erzählten ca. zwei Stunden über meine Interessen und ihr Angebot. Sie zeigten mir eine Reihe von Bildern über die Projekte, die vor allem im praktischen Naturschutz angesiedelt waren. Bei der Knospenstiftung in Budapest konnte man Bäume pflanzen, Müll sammeln und trennen, Naturschutz-Demos und Ausstellungen betreuen, Umweltbildung im Kindergarten betreiben. Eine andere Stelle (die Göncöl-Allianz in Vác) war etwas weiter in Richtung Botanik, Wasserschutz an Bachläufen, Vogelbeobachtung, Tierschutz, Geo-In-formationssysteme und Umweltbildungsar-beit mit Jugendlichen. Ein drittes Projekt wäre auch noch der botanische Garten in Vácrátót, wo man bei Pflegearbeiten im Gelände oder in den Gewächshäusern oder in dem Botanischen Forschungsinstitut auch wissenschaftlich vor allem bei der Kartenbearbeitung mit GIS oder Datenauswertung mithelfen könnte.

Da ich noch unschlüssig war, wegen der Zeit, denn Szia fördert eigentlich nur einjährige Aufenthalte, mir aber die Projekte und das Land Ungarn und die organisatorischen Rahmenbedingungen gefielen, einigten wir uns auf eine erste Besichtigung der Projekte vor Ort. Diese Hospitationswoche diente dem Kennenlernen der Projekte und Stellen vor Ort und ist für jeden Bewerber eigentlich obligatorisch, wie auch bei anderen Ent-sendeorganisationen. Danach kann man sich ein besseres Bild machen über die möglichen Aufgaben und die künftigen Kollegen, die Gegend und Unterkunft etc. Diese Reise kann ich nur empfehlen, es war sehr interessant, auch wenn diese eine Woche etwas zu kurz war (eigentlich sind es immer zwei Wochen - für jedes Projekt ca. fünf Tage Zeit und etwas Kultur). Außerdem lernt man gleich noch andere Freiwillige kennen, mit denen man später möglicherweise zusammenarbeitet und sich austauschen kann. Mit mir fuhr Andreas Lange.

Noch in Ungarn musste die Entscheidung fallen, ob wir das Angebot annehmen und mit Szia nach Ungarn als Freiwillige gehen wollen, da der Vorbereitungskurs bereits in der Folgewoche begann. Das war für mich, die sich oft mit Entscheidungen schwer tut, etwas sehr rasch, aber ich sagte dann zu, denn es stimmten so weit alle Rahmenbedingungen und auch die Projekte gefielen mir - soweit wir sie zu diesem Zeitpunkt schon gesehen hatten.

Die Hospitationswoche vom 22.06.-01.07.2001 verlief folgendermaßen: Sa./So.: Budapest - Kultur - Sehenswür-digkeiten und Kennenlernen der Mentorin Juliá Wéber, die uns von den Projekten erzählte, und den zwei Freiwilligen, die zur Zeit dort waren und ihre Erfahrungen berichteten. Mo. Besuch der evangelischen Studentengemeinde, wo Andreas gerne arbeiten wollte. Erste Kontaktaufnahme, die Juliá organisierte.

Di.-Do. Göncöl-Haus in Vác: Besuch eines Internationalen Vogelbeobachtungscamps in der Slowakei, Kennenlernen der Mitarbeiter im Göncöl-Haus. Wasser-untersuchung an einem Bach im nahegelegenen Nationalpark am Donauknie - Tagesexkursion.

Fr./Sa. Knospenstiftung Kistárcsa: Besuch der Projekte (Baumpatenschaften, Kin-dergarten, Waldnutzung etc.) mit der Organisatorin Viola Ferjentsik. Sa. Gespräch mit Reka Aszalos vom Botanischen Forschungsinstituts Vácrátót über die Möglichkeiten der vor allem wissenschaftlichen Mitarbeit dort. Es war auch von Vorteil, dass uns Juliá oft begleitete und das wir mit anderen Freiwilligen über ihre Arbeit und das Verhältnis zu den Vorgesetzten und Kollegen reden konnten. Schon bei dieser Fahrt wurde mir ein gespanntes Verhältnis zwischen der Knospenstiftung und dem Verein Szia in Köln bewusst, was sich sehr stark durch einen persönlichen und emotionalen Konflikt äußerte. Dies wurde mir bereits durch Szia im Vorhinein mitgeteilt, so dass ich mich darauf einstellen konnte.

So entschloss ich mich also zu einem halben Jahr Freiwilligen Ökologischen Dienst (FÖD) in Ungarn mit Szia. Und der fing gleich mit dem zweiwöchigen Vorbereitungskurs im Juli bei Eirene in Neuwied an. Das FÖD begann am 1.10.2001 und endete am 31.3.2002. Von Montags bis Freitags ist man für 38,5 Stunden auf Arbeit und freiwillig auch bei Aktionen an Wochenenden oder Feiertagen. Aber sobald die Arbeit Spaß macht, sitzt man auch mal länger. Inhaltlich war es sehr abwechslungsreich. Doch dazu in den folgenden Kapiteln dieses Sach- und Erfahrungsberichtes mehr.

Die Entsendeorganisation Szia e.V. Köln

Szia e.V. ist ein Verein, der sich im Bereich der Sozialen Zusammenarbeit und des Interkulturellen Austausches zwischen Ungarn und Deutschland engagiert. In Szia sind Deutsche wie Ungarn vereint. Der Verein hat seinen Sitz in Köln, wo auch eine Reihe von Ungarn beheimatet sind. Die Initiative ist noch sehr jung, entstanden aus Hochschulkontakten, vorwiegend der katholischen Fachhochschule NW Köln, arbeiten die Vereinsmitglieder seit 1998 zusammen im Verein. Szia ist nicht nur aktiv bei der Vermittlung von Freiwilligendiensten sondern auch bei ungarisch-deutscher Begegnung in Deutschland sowie in Ungarn. So bieten sie regelmäßig im Rahmen der ungarischen Woche in Köln Angebote wie Vorträge, Diskussionsrunden, Tanzhaus u.a. an, wobei ungarische Kultur und Tradition sowie aktuelle politische und wirtschaftliche wie auch soziale Probleme thematisiert werden. Dazu werden auch die ungarischen Mitglieder des Vereins wie z.B. Juliá und ihr Quartett "Kincses" eingeladen. Der größte Schwerpunkt des Vereins liegt jedoch in der Vermittlung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren in sogenannte Freiwilligendienste nach Ungarn und nach Deutschland. Dabei setzen sie auf Einsatzstellen im Umwelt- und Naturschutz. Sie nutzen vor allem Kontakte der ungarischen Vereinsmitglieder in Budapest und Umgebung. So entwickelte sich jetzt auch die Einsatzmöglichkeit in einer evangelischen Studentengemeinde in Budapest.

Die Vereinsmitglieder Christian Nowak und Ramona Petean, die auch im Vorstand mitarbeiten, engagieren sich in dieser Vermittlungsarbeit zwischen Freiwilligen, Einsatzorganisationen in Ungarn (Göncöl-Allianz Vác, Evangelische Studentengemeinde Budapest, Botanischer Garten Vácrátót) sowie der Robert-Bosch-Stiftung (dem Förderer) und öffentlichen Rechtsträgern der beiden Länder. Ich kann dieses arbeits- und zeitintensive ehrenamtliche Engagement nicht genug loben, da es mir doch zu einem fast rei-bungslos verlaufenden, interessanten Freiwilligendienst im Ausland verhalf.

Zur Zusammenarbeit mit Szia e.V.: Die Reaktionen auf meine Anfragen kamen meist ohne Aufschub. Der Verpflichtung zur Betreuung von Freiwilligen in allen dienstlichen und rechtlichen Fragen, kamen sie ausgezeichnet nach. Schon beim ersten Kennenlernen nahmen sie sich viel Zeit, alles zu erklären und meine Fragen zu beantworten. So dass ich mir ein gutes Bild machen konnte. Die Arbeit des Vereins wird von vielen rechtlichen Regelungen und Vorschriften bestimmt, die aber auch um eigene Vorgaben für die Gewährleistung des angebotenen freiwilligen Dienstes ergänzt wurden. Meiner Ansicht nach arbeitet der Verein Szia sehr gewissenhaft, zuverlässig und verbindlich.

Mit der Entscheidung zum Freiwilligendienst wird ein Vorbereitungsseminar von zwei Wochen verpflichtend, das uns Szia in Zusammenarbeit mit einer größeren und erfahreneren Entsendeorganisation Eirene ermöglichte. Während dieser Zeit war auch wieder Möglichkeit, weitere Fragen in Bezug auf Organisation, Recht, FÖD, Einsatzstelle mit Szia zu besprechen und zu klären. Zum Inhalt des Vorbereitungsseminars an anderer Stelle genauer. Zwischen Vorbereitungsseminar und Beginn des FÖD lagen noch einmal 2,5 Monate, in denen einige Veränderungen bei den angebotenen Einsatzstellen stattfanden. Soweit es möglich war, wurde ich über diese Veränderungen informiert, allerdings war die Absage der Einsatzmöglichkeit bei der Knospenstiftung sehr kurzfristig, was einige Freiwillige von dem geplanten Freiwilligendienst abspringen ließ. Ich glaube, als ehrenamtlich tätiger kleiner Verein hat man beim Entsenden von Frei-willigen ein schweres Los in Deutschland, das sich zum einen wegen dem ehrenamtli-chen Engagement rühmt und zum anderen mit einem Haufen rechtlicher Hürden und wirtschaftlichem Druck aufwartet, um möglichst die Organisations- und Angebotsvielfalt in Deutschland gering zu halten. Das ehrenamtliche, aber zeitintensive Engagement der Entsen-deorganisation Szia sollte zumindest finanziell unterstützt werden (wenn schon die rechtlichen Dinge nicht so schnell zu ändern sind), denn davon hängt schließlich auch die Möglichkeit für jeden Interessierten ab, egal aus welchen sozialen Verhältnissen kommend, sich freiwillig in einem fremden Land für soziale, ökologische und friedenssichernde Organisationen einsetzen zu können. Doch noch einmal zurück zu unserem Verhältnis: ich wurde stets fair behandelt und bei Problemen konkret unterstützt, z.B. bei der Suche nach einem Unterstützerkreis oder in der Vertragsfrage oder der Suche nach einer Waschmöglichkeit etc. Auch bei der räumlichen Entfernung gab es keine Grenzen in der Unterstützung. Vor Ort stand mir Juliá Wéber immer zur Seite, wenn Probleme auftraten, obwohl ich in erster Linie selbst an der Lösung arbeiten wollte, schließlich will man ja auch selber Erfahrungen sammeln und sich behaupten lernen.

Abschließend möchte ich mich als sehr zufrieden mit meiner Entsendeorganisation Szia e.V. äußern, durch die ich ein faszinierendes Land, interessante Menschen und neue berufliche Aspekte kennen lernen konnte.

Der Erfahrungsbericht wird in der nächsten DUG-Ausgabe fortgesetzt!


 
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Benachteiligung Rumäniendeutscher bei der Bodenrückgabe beseitigt

Bukarest/Berlin. Aus Anlass der deutsch-rumänischen Regierungskommission für Angelegenheiten der Deutschen Minder-heit in Rumänien am 15. März 2002 in Berlin erklärte der Aussiedlerbeauftragte, Jochen Welt, MdB: "Die rumänische Regierung hatte im Sommer 2001 eine Verordnung verabschiedet, die de facto die Rumäniendeutschen im erheblichen Umfang von der Landrückgabe ausschloss. Die deutsche Seite hat hiergegen, unter anderem auch gegenüber dem Premier-minister von Rumänien, wiederholt auf Änderung gedrängt. Bereits Ende 2001 hat die rumänische Seite die Änderung dieser Verordnung im Sinne der Rumäniendeutschen eingeleitet. Der Leiter der rumänischen Regierungs-delegation für die Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien, Staatssekretär Niculescu, vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten von Rumänien, erklärte nunmehr bei der deutsch-rumänischen Regierungskommis-sion in Berlin, dass in dieser Woche auch die Abgeordnetenkammer in Rumänien entsprechende Änderungen zur Zufriedenheit der deutschen Minderheit vorgenommen hat.
Die Änderungen werden nach Mitteilung der rumänischen Seite mit der Verkündung des Gesetzes innerhalb der nächsten Wochen in Kraft treten.
Das Problem der Restitution von Grund und Boden war - neben den Hilfsprojekten, die von deutscher Seite seit 1992 in Rumänien gefördert werden - die wichtigste Frage im Hinblick auf eine Gleichbehandlung der etwa 80 000 Angehörigen der deutschen Minderheit in Rumänien.
Einer Restitution von Grund und Boden an Rumäniendeutsche steht nunmehr nichts mehr entgegen. Die in der Regierungskommission anwesenden fünf rumänischen Präfekten sagten zu, bei der Umsetzung der Restitution gemeinsam mit der deutschen Minderheit darauf zu achten, dass deren Angehörige nicht benachteiligt werden." Welt fügte hinzu: "Es hat sich gezeigt, dass die jährlich stattfindenden Gespräche über die Unterstützung der deutschen Minderheit in Rumänien eine gute Grundlage für eine effektive und zielgerichtete Zusammenarbeit zum Wohle der deutschen Minderheit sind."

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István Neuberger bei Gutekunst in Reutlingen

Reutlingen. István Neuberger, Jahrgang 1953, zählt zu den bekanntesten ungarischen Künstlern. Er hat auch im Ausland häufig ausgestellt. Im Mai war er in der Reutlinger Galerie Gutekunst zu Gast. In seinen Pastellen liebt er die leuchtenden Farben und inszeniert hier surreale Szenen - mit Witz und Hintersinn und einem schelmischen Lachen. In seinen Tuschezeichnungen und Radierungen, die in der Ausstellung dominierten, begegnet man einem brillanten Satiriker, dessen Schärfe schockiert und begeistert. Neuberger klagt an, verhöhnt, provoziert. Und hält die Fahne der Humanität auf grimmige Weise hoch. Die Bildideen jedenfalls gehen ihm nie aus.

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Háztörténetek/Hausgeschichten

Ulm. Deutsche Spuren in den Donauländern. Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm zeigt vom 6. Juli bis 29. September 2002 eine internationale Ausstellung über Menschen und ihr Zuhause mit Fotografien von Martin Rosswog. Der Titel der Ausstellung: Háztörténetek - Hausgeschichten.
Zwölf Wohnhäuser entlang der Donau öffnen sich und lassen den Blick ins tägliche Leben ihrer Bewohner zu. In zwölf Orten, die in vier Ländern liegen und tausend Kilometer voneinander entfernt sind, erzählen Menschen von ihrem Leben in ihren Häusern. Gemeinsam ist allen Häusern, dass ihre Geschichte mit der Geschichte der Deutschen im mittleren Donauraum verwoben sind. Die "Hausgeschichten" eröffnen ein Panorama von Lebensverhältnissen in vier Donauländern im Jahr 2001. Gleichzeitig zeigen sie, wie sehr die Geschichte und Kultur Mittel- und Südosteuropas in den vergangenen 300 Jahren von Migrationen, vom Zusammenleben verschiedener Ethnien und von politischen Umbrüchen beeinflusst worden ist.
Die Ausstellung ist ein internationales Kooperationsprojekt des Donauschwäbischen Zentralmuseums mit Museen in Budapest, Veszrém, Szekszárd, Tata, Timisoara, Arad, Resita, Satu Mare und Novi Sad.
Der Fotograf Martin Rosswog hat auf einer Reise im Herbst 2001 zwölf Häuser und ihre Bewohner porträtiert. Seine einfühlsamen Bilder führen ins Private, zeigen die heutigen Lebensverhältnisse von Menschen in Deutschland, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien. Der Detailreichtum dieser Fotografien lässt sie zu Dokumenten werden, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Wohnkultur beschreiben.
Das Donauschwäbische Zentralmuseum hat von Dienstag bis Sonntag (11 bis 17 Uhr) geöffnet. Montags ist geschlossen.

Internetandresse: www.dzm-museum.de


 
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Mitbegründer der oppositionellen MDF
Porträt des neuen Leiters des Ungarischen Kulturinstituts in Stuttgart, Gyula Kurucz

Stuttgart. Gyula Kurucz, geboren 1944, Studium Germanistik und Literatur an der Universität zu Debrecen, Diplom 1968. Schon als Student übersetzte er aus dem Deutschen Essays, Studien, Novellen. Ab 1970 acht Romane, drei Novellenbände, Kunstmonografien, Dokumentbände in Geschichte, Politologie und Kunst, Übersetzungsbände aus der Schweiz, Deutschland, Österreich. In Deutschland Roman und Erzählungsband, Herausgeber mehrerer Anthologien aus der ungarischen Literatur, Politologie, Geschichte, Kunstbücher. Insgesamt über 40 Titel.

Ab 1980 war Kurucz Chefredakteur der Zeitschrift "Bücher aus Ungarn /Hungarian Book Review/ Le Livre Hongrois". 1988/89 verbrachte er im Rahmen eines Künstlerprogramm-Stipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ein Jahr in West-Berlin.

1987 war er Mitgründer der ersten oppositionellen Partei "Ungarisches Demokratisches Forum" (MDF) und 1990 kam er mit den ersten "neuen" Diplomaten nach Berlin, wo er von 1991 bis 1995 Direktor des Ungarischen Kulturinstitutes ("Haus Ungarn") war.

Von 1996 bis 2000 war Kurucz Regionalpräsident (Ungarn) des Weltverbandes der Ungarn (größte Zivilorganisation des Landes). 2001 wurde er schließlich Herausgeber der Zeitschrift "Ungarnrevue/ New Hungarian Review/ Revue Hongrois". Seit September 2001 ist er Direktor des Ungarischen Kulturinstitutes in Stuttgart. Seit März 2002 wird er in den Kulturbeirat der Regierung des Landes Baden-Württemberg eingeladen. 1999 erhielt Kurucz das Offizierskreuz des ungarischen Verdienstordens. Er hat zwei Kinder und ist parteilos. Nach den sehr erfolgreichen Jahren in Berlin fühlt sich Kurucz in Baden-Württemberg mehr angesprochen, mehr heimisch und hier sieht er noch mehr Möglichkeiten in der Vertiefung der Freundschaft der beiden Länder.

Er möchte die Arbeit des traditionellen Kulturinstitutes auf neue Grundlagen stellen. Zu der Kultur einer Nation gehören sowohl Wein- und Esskultur, Tourismus und Volksmusik, wie aber auch Umweltschutz, Naturwissenschaften, High-tech und Innovationen.

Das Kulturinstitut unter seiner Leitung intensiviert die musikalische, die bildende künstlerische Leistung und das Niveau. Kurucz organisiert eine Kette von Ausstellungspartnern der ungarischen klassischen Moderne und will die besten lebenden Künstler Ungarns präsentieren. Er fand Präsentationsmöglichkeiten für junge, experimentielle Kunst, stieg in grosse internationale Konzerte (Stuttgarter Liederkranz in der Matthias-Kirche, barocke Klostermusik-Konzertreihe in Frankreich, Schweiz, Baden-Württemberg und Ungarn, Gastchor in der Stiftskirche, 60. Geburtstag von Julia Hamari, etc) ein. Unter seiner Leitung hat das Institut bereits eine ungarische Kunstwoche (Literatur, Film, Hörspiel) veranstaltet, den George Tabori-Tag im Institut organisiert (SWR-Aufnahme), beim Tag der Kulturen für ungaische Volklore-Eröffnung gesorgt und ist in die anspruchsvolle Jazz-Szene eingestiegen (Dudás, Szabados, Mezeitiro).

Seine Aufgabe hier in Baden-Württemberg sieht Kurucz in der Intensivierung der baden-württembergisch-ungarischen Kontakte auf allen Ebenen. Man wirke bei den grossen Feierlichkeiten des 50. Geburtstages des Landes in Ungarn mit und feiere das Jubiläum in seinem Institut mit fünf Veranstaltungen in 2002.

Die grösste Veranstaltung sind am 27. bis 29. Juni im Haus der Wirtschaft mit vielen hiesigen und ungarischen Partnern die "Ungarische Innovationstage", wo Wirtschaftsführer und Forschungsprominenz beider Länder sowie bis zu 30 ungarische mittelständische Unternehmen ihre High-Tech-Erfindungen präsentieren und durch gemeinsame Weiterentwicklung, Produktion und Verwertung langanhaltende Zusammenarbeit einleiten wollen.

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Bundesschwabenball in Gerlingen

Gerlingen. Am 13. April 2002 fand der 47. Bundesschwabenball in Gerlingen statt. Als Ehrengast war Herr Staatssekretär Heribert Rech, MdL, Landesbeauftragter für Vertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler im Innenministerium Baden-Württemberg eingeladen.

Alfred Freistätter, Johannes Holczer, Monika Schmitt, Georg Tafferner, Josef Trinder, Hans Volk und Matthias Schmid wurden für ihre Arbeit mit der goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes ausgezeichnet. Mit der silbernen Ehrennadel des Landesverbandes Baden-Württemberg wurde Katharina Käsmann geehrt. Dem Bundesvorsitzenden der LDU Dr. Friedrich Zimmermann wurde die Jakob-Bleyer-Medaille in Silber verliehen.

Aus Ungarn nahm die Tanzgruppe aus Babarc mit insgesamt 12 Personen am festlichen Programm des Bundesschwa-benballes teil. Dabei war die größte ungarndeutsche Trachtenschau und Auftritte mehrerer ungarndeutscher Volkstanzgruppen zu sehen. Wie jedes Jahr konnte Bürgermeister Brenner wieder eine kleine Delegation aus der Partnerstadt Tata anlässlich des Bundesschwabenballes empfangen. Alle Gäste aus nah und fern erlebten ein vielseitiges Programm in der Gerlinger Stadthalle.


Ungarn und Deutschland - Eine besondere Beziehung

Stuttgart. "Das Buch mit dem Titel "Ungarn und Deutschland - eine besondere Beziehung" macht eine breitere Öffentlichkeit mit Beispielen aus der geschichtswissenschaftlichen Diskussion in Ungarn und Deutschland vertraut. Zugleich zeichnet es ein vielfältiges Bild vom Weg Ungarns in die Moderne". Mit diesen Worten stellte der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Michael Sieber, das in deutsch-ungarischer Kooperation entstandene Werk Ende April im Ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart vor. Das vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg herausgegeben Buch fasst die Ergebnisse einer dreiteiligen Ringvorlesung in Heidelberg, Tübingen und Stuttgart zur 1000jährigen Geschichte Ungarns zusammen.

Die Entwicklung des Bandes begann 18 Monate zuvor., als in Baden-Württemberg das Magyar Millennium gefeiert wurde und eine dreiteilige Ringvorlesung die Frage behandelte, welche besondere Beziehung Ungarn und Deutschland seit 1000 Jahren verbinde. Nach dem Auftakt am 3. November 2000 an der Universität Heidelberg fand das zweite Symposium im Februar 2001 an der Universität Tübingen statt. Es beschäftigte sich mit den deutsch-ungarischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert, wobei brisante Ereignisse in der gemeinsamen Geschichte besondere Berücksichtigung fanden. Die Abschlussveranstaltung fand im Mai 2001 an der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart statt. Im Mittelpunkt standen Bilder und Wahrnehmungen im Ungarnbild der Deutschen und im Deutschlandbild der Ungarn.

Das Buch stellt eine Auswahl der Vorträge aller drei Symposien vor und legt den Schwerpunkt auf das 19. und 20. Jahrhundert. Es dokumentiert die inneren Zusammenhänge von regionalen und nationalen historischen Entwicklungen. Dabei wird deutlich, dass die sogenannte "Südschiene" - nach heutigem Verständnis sind dies Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und Ungarn - über die Jahrhunderte hinweg eine wichtige Rolle gespielt hat.

Ungarn und Deutschland - eine besondere Beziehung, 226 Seiten, Silberburg-Verlag, Tübingen. ISBN 3-87407-521-4


Studentenaustausch vorbereitet

Aalen/Tatabánya. Im September feiern die Stadt Aalen und ihre ungarische Partnerstadt Tatabánya während des Aalener Stadtfestes das 15jährige Bestehen ihrer Partnerschaft. Die Kontakte und die Bande zwischen beiden Städten werden stetig enger geknüpft. So kam 2002 eine Partnerschaft zwischen der Mora-Ferenc Schule Tatabánya und der Langertschule in Aalen zustande.

Die Fachhochschule Aalen und die Hochschule für moderne Geschäftswissenschaften Tatabánya haben im April 2002 die Weichen für einen Studentenaustausch gestellt. Die Hochschule in der ungarischen Partnerstadt ist noch eine sehr junge Einrichtung, die als private Institution von der Industrie getragen wird und in der inzwischen schon 3 500 Studenten eingeschrieben sind. Der Austausch, der schon längere Zeit ins Auge gefasst worden war, kann nun konkretisiert werden , weil die Fachhochschule Aalen nun ebenfalls einen wirtschaftswissen-schaftlichen Zweig erhalten hat. Über die Austausch war bei einem Besuch einer Delegation der Hochschule aus Tatabánya in Aalen gesprochen worden. Die Kontakte zwischen den beiden Städten, ihren Vereinen und den Menschen sind rege. So gaben Musikschüler aus Tatabánya im Mai 2002 ein barockes Konzert in der evangelischen Stadtkirche von Aalen. Zwölf Lehrer und 45 Musikschüler im Alter zuwischen zwölf und 20 Jahren waren aus Ungarn nach Aalen zu Besuch gekommen. Es versteht sich von selbst, dass die Musikschüler auf der Ostalb auch ein reichhaltiges Sightseeing-Programm erwartete. Zum Abschluss ihres Aufenthaltes gaben sie ein Konzert im Herbert-Becker-Saal in Aalen.

Auch Grundschüler aus Tatabánya befan-den sich im Frühjahr zu Gast bei ihrer Partnerschule Fachsenfeld. Dieser Austausch besteht seit zwei Jahren. Noch im Frühjahr befanden sich die Schüler aus Fachsenfeld auf Gegenbesuch in Ungarn.

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10. Jahrestag Partnerschaftsvertrag

Budapest/Stuttgart. Nachfolgend auszugsweise ein Statement des Staatssekretärs im Stuttgarter Staatsministerium, Rudolf Böhmler, das er anlässlich eines Symposiums zum 10. Jahrestag des Ungarisch-Deutschen Partnerschaftsvertrages bei einem Symposium in Budapest hielt.

"Meine Eindrücke von Ungarn sind geprägt durch die rasanten Entwicklungen der Jahre 1988 bis 1991. Es verging kaum ein Monat ohne gegenseitige Besuchskontakte zwischen der ungarischen Regierung und der baden-württembergischen Landesregierung. 1988 waren es noch die Gespräche mit dem ZK-Sekretär Miklos Németh, 1990 die intensiven Kontakte zu Außenminister Gyula Horn, und etwas später zu Ministerpräsident József Antall und Staatspräsident Göncz.

Es waren gute Jahre, Jahres des Aufbruchs, Jahre der Hinwendung Ungarns zu Europa. Besonders eingeprägt hat sich mir der Satz József Antalls, der bei einem Besuch in Stuttgart sagte: Wir, die Ungarn, sind nicht nach Europa heimgekehrt. Wir waren mit unserem Herzen nie weg von Europa. Uns hat man nur daran gehindert, im Europäischen Haus zu wohnen.

...In den Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn in den vergangenen zehn Jahren spielen vor allem die deutschen Länder eine tragende Rolle. Besonders aktive Beziehungen bestehen zwischen Ungarn und den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Eine wichtige Rolle bei den jeweiligen Partnerschaften spielen die Ungarndeutschen. Botschafter Gruber hat am 12. Januar 2002 aus Anlass des Tages der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen vom Eckstein der Beziehungen gesprochen...

Von den 1 500 baden-württembergischen Firmen, die Ungarn-Kontakte haben, haben fast 250 Vertretungen in Ungarn, 45 haben eigene Niederlassungen und 254 eigene Produktionsstätten. Das zahlt sich aus. Für beide Seiten.

Weitere Schwerpunkte bilden die wissenschaftlichen, schulischen und vor allem die kulturellen Beziehungen. Die Intensität dieser Beziehungen mag nur eine Zahl beweisen: Grundlage der Wissen-schaftsbeziehungen sind nicht weniger als 30 Hochschulpartnerschaften.

Zwischen Ungarn und Baden-Württemberg bzw. Ungarn und Bayern stehen jeweils Gemischte Kommissionen. Zwischen Baden-Württemberg und Ungarn gibt es bereits seit 1991 eine solche Kommission. Diese ist der starke Motor unserer Beziehung. Sie wurde übrigens viele Jahre von Staatssekretär a.D. Gustav Wabro geleitet, der nicht nur als Ehrendoktor der Eötvös-Loran-Universität Budapest, son-dern weit darüber hinaus in Ungarn einen klingenden Namen hat...

Das neu vereinbarte Arbeitsprogramm bis 2003 enthält unter anderem die Schwerpunkte:

Unterstützung der Europapolitik Ungarns mit dem Ziel des baldigen EU-Beitritts.

Im Bereich Bildung spielen weiterhin die Schulpartnerschaften - derzeit rund 180 -, die Unterstützung der deutschen Schule in Budapest, die Lehrerfortbildung sowie die Aktivitäten der Donauschwäbischen Kulturstiftung und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen in Ungarn eine tragende Rolle.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit findet hauptsächlich in der Kooperation von Hochschulen und der Unterstützung der deutschsprachigen Universität Budapest statt.

...Ein Bewertung unserer Partnerschaft mit Ungarn aus meiner Sicht zeichnet ein Bild der gelebten Völkerverständigung: Es gibt wohl keine andere internationale Partnerschaft Baden-Württembergs, die so vielseitig ist, die quer durch unser Land auf allen Ebenen gepflegt und gelebt wird, die so auf Gegenseitigkeit basiert und damit immer wieder eine Fülle neuer Ideen und Aktivitäten hervorruft, die so viel Engagement, ja Begeisterung bei den Aktiven freisetzt.

Samuel Huntington sagte vor wenigen Jahren. " Das nächste Jahrhundert wird ein europäisches." Die Zusammenarbeit der deutschen Länder mit Ungarn in den letzten zehn Jahren hat dazu einen Beitrag geleistet. Darauf sind wir gemeinsamen mit unseren ungarischen Partnern und Freunden stolz."

In einem weiteren Statement ging Staatssekretär Böhmler auf die Bedeutung der vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ungarn und Baden-Württemberg näher ein.

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DUG-Nachrichten


Prächtiger Bildband über den Maler Josef Bartl

Im Verlag der DUG ist ein prächtiger Bildband über das Lebenswerk des ungarischen Malers Josef Bartl herausgegeben worden. Anlass für die Ausstellung im Herbst vergangenen Jahres wie für den Bildband war - wie bereits berichtet - der 70. Geburtstag Josef Bartls, einem der bedeutendsten lebenden ungarischen Maler.

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und der Verband ungarndeutscher Autoren haben die Fotoarbeiten und die Honorare für Texte und die Übersetzung für die Gesellschaft kostenfrei übernommen. Die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg (Hauptfinanzier), die Würth Stiftung und die Stiftung LBBW unterstützen die Herausgabe des Bandes.


Bisher sind im DUG-Verlag nachfolgende Bücher erschienen:

Josef Bartl, Bildband 1951-2000, Stuttgart 2001, ISBN 3-9806483-2-X. 28 Euro.

Jürgen Rahmig: Ungarns Rückkehr nach Europa, Stuttgart 1998, ISBN 3-9806483-0-3.. 12,80 Euro.

János Gulya (Hrsg.): Der deutsche Petöfi - 61 Gedichte, Stuttgart 1999, ISBN 3-9806483-1-1. 10,10 Euro.


Euro-Umstellung/Neue Preise

Nachfolgend die Mitgliedsbeiträge und die Preise für die im DUG-Verlag heraus-gegebenen Bücher in Euro.
Mitgliedsbeitrag für Einzelpersonen: 63 Euro, für weitere Familienmitglieder 31 Euro und für gemeinnützige juristische Personen 184 Euro.




Achtung!

Geändert hat sich durch Bankenfusion der Name unserer Bankverbindung und damit die Bankleitzahl. Sie heißt nicht mehr Volksbank Gerlingen.
Die Bankverbindung der DUG lautet jetzt korrekt:


Volksbank Strohgäu, BLZ 600 629 09, Kto.-Nr. 75 371 006



Termine und Veranstaltungen

13. April 2002 47. Bundesschwabenball in der Stadthalle Gerlingen. Weitere Informationen beim Landesvorsitzenden der LDU, Josef Brasch, Birkachstr. 29, 75382 Althengstett-Ottenbronn, Tel. 07051/3427.

17. bis 20 Mai 2002 Gerlingens ungarische Partnerstadt Tata feiert das Landesjubiläum Baden-Württemberg unter Teilnahme und Mitwirkung einer größeren Gerlinger Delegation.

2. bis 5. August 2002 Partnerschaftstreffen von Ubstadt-Weiher und Czolnok in der ungarischen Partnergemeinde.

3. August 2002 Gerlinger Läufer nehmen teil am Minimarathon in der Partnerstadt Tata.

September 2002 Gerlingens Partnerstadt Tata plant ein Symposium zum Thema Städtepartnerschaft mit Beteiligung aller Partnerstädte.

September 2002: Jubiläumsfeier während der Reichsstädter Tage in Aalen mit Teilnahme ungarischer Künstler. Gefeiert wird das 15jährige Bestehen der Partnerschaft mit Tatabánya. Außerdem: zehn Jahre Hochschule für moderne Geschäftswissenschaften Tatabánya.

21. September 2002 Bácsalmáser Heimattreffen und Kirchweihfest im Backnanger Bürgerhaus. Näheres dazu im Kulturamt Backnang, Tel 07191 894-0.

26. Oktober 2002 Kulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn im Rathaus von Gerlingen, Hauptstr. 42, 70839 Gerlingen. Weitere Informationen beim LDU-Landesvorsitzenden Josef Brasch, Birkachstr. 29, Altherngstett-Ottenbronn, Tel. 07051/3427

Oktober 2002: Stadtjubiläum - 55 Jahre Tatabánya.

Am 19.10.2002 findet die Kulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn im Rathaus der Stadt Gerlingen, Hauptstraße 42, 70839 Gerlingen statt. Weitere Informationen gibt gerne der Landesvorsitzende der LDU, Josef Brasch, Tel. 07051/3427.


Blautopf und schwäbischer Balaton

Reutlingen. Der Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium des Bildungszentrums Nord in Reutlingen und dem Szechenyi-Gymnasium in der Reutlinger Partnerstadt Szolnok ist die Fortsetzung einer erfolgreichen Partnerschaft zwischen den beiden Städten. Das bekräftigte Bürgermeister Jürgen Fuchs beim Besuch einer 24köpfigen Delegation im Reutlinger Rathaus. Brezelbacken in einer Reutlinger Bäckerei, Stadtführung, Besuch der Laichinger Tiefenhöhle des Blaubeurener Blautopfes, das Ulmer Münster und ein Autokorso anlässlich des 50jährigen Landesjubiläums in Stuttgart gehörten zum abwechslungsreichen Besuchsprogramm. Natürlich gab es auch Unterrichtsbesuche am Gymnasium. Ein Höhepunkt war die Fahrt zum Bodensee, dem schwäbischen Balaton.

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Kulturinstitut der Republik Ungarn


Programm des Kulturinstituts

Interessierte können das Programm des Kulturinstituts direkt beim Kulturinstitut anfordern. Anschrift: Ungarisches Kulturinstitut, Haussmannstrasse 22, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711-16 48 70. Außerdem ist das Kulturinstitut auf den Seiten der DUG im Internet zu besuchen:

www.gemeindetag-bw.de/dug/kulturinstitut.htm


Termine:

5. Juli 2002, 19 Uhr: Konzert. Rita Papp (Cembalo) und Benedek Csalog (Flöte).
Auf dem Programm: Sonaten für Flöte von Quantz, Ph. E. Bach, J.S. Bach Locatelli, D. Scarlatti, Geminiani.
Ort: Ungarisches Kulturinstitut.
Eintritt: 8,-/6-, EUR.

Mitteilung in eigener Sache:

Das Kulturinstitut macht Sommerferien: 15. Juli bis 6. September 2002.

Sprachkurse:

Wenn Sie durch die Sprache unsere Kultur besser kennenlernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht an.
Weitere Informationen generell: Sekretariat des Kulturinstituts Tel.: 0711-164870, konkret zum Unterrichtsablauf und zu der Thematik: Frau Zsuzsa Farkas: 0170/7405946

Jugendklub:

Der Jugendklub veranstaltet im Institut regelmäßig thematische Abende und Treffen mit jungen Leuten. Herzlich willkommen sind alle, die sich für die ungarische Kultur und ein angenehmes Beisammensein interessieren. Weitere Informationen bei: Herrn Péter Tamás, Klubleiter T: 0711-2572054

Öffnungszeiten:

Kulturinstitut:
Mo-Do von 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr
Ausstellungssaal, Mo-Do 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr.
Bibliothek und Lesesaal: Mo, Di, Mi 11.00-16.30
Do: 10.00-17.30, Fr: 10.00-14.00

Wußten Sie es?

Das Haus des Ungarischen Kulturinstitutes, eine schöne Eckvilla in der Haußmannstr. 22, wurde 1907 von den Stuttgarter Architekten Clemens Hummel und Ernst S. Förstner ursprünglich für den Kaufmann Gustav Kienzle erbaut.

Programmänderungen vorbehalten. Für die Richtigkeit aller übermittelten Angaben übernimmt die DUG keine Garantie.




Theatertage in Metzingen

Metzingen/Nagykállo. "Jeder Zuschauerraum istz zugleicvh eine Bühne," stellten die ungarischen Laienschauspieler aus Nagykállo in ihrem selbst verfassten Theaterstück nachdenklich fest. Sie führten es im Mai 2002 im Rahmen der Metzinger Theatertage in der dortigen Festkelter auf. Singend, tanzend, lachend wirbelten die ungarischen Gäste über die Bühne, um gleiuch darauf szenenweise in Bewegungslosigkeit zu versinken und dann wieder mitreißend aufzuwachen. Pantomimische Gesten erzählten dabei ebenso überzeugend aus Lebenssituationen wie die Texte und temperamentvolle Tanz- und Gesangseinlagen.

Die Zuschauer scheinen auf der Bühne zu sitzen, folgerten die Gymnasiasten aus der Metzinger Partnerstadt und dachten in ihrem Stück "Wer werde ich werden?" über das Leben nach.

Der ungarische Beitrag zu den Theatertagen war ein Höhepunkt der Veranstaltungen und bot den Besuchern ein unvergessliche Theatererlebnis in Metzingen.

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08. März 2002 (19 Uhr): Podiumsdiskussion. Warum gerade Ungarn? Menschen, die sich jahrzehntelang für die deutsch-ungarische Zusammenarbeit eingesetzt haben. Teilnehmer: Gergely Prohle, Botschafter der Republik Ungarn in Berlin, Dr. Gustav Wabro, Staatssekretär a.D., Prof. Karl Manherz, Staatssekretär a.D., Peter Sowa, Direktor (Rheinisch-Westfälische Auslandsgesellschaft, Dortmund), Dr. Günter Gorschenek, Direktor (Katholische Akademie, Hamburg). Moderation: Gyula Kurucz. Ort: Ungarisches Kulturinstitut

15. März 2002 (19.30 Uhr): Nationalfeiertag. Verleihung des Deutsch-ungarischen Kulturpreises der DUG. Musik: Jugendor-chester der Stadt Fellbach. In Zusammenarbeit mit der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft und der Stadt Fellbach. Ort: Fellbach, Rathaus.

16./17. März 2002 (19 - 2 Uhr): Lange Nacht der Museen. János Fajó. Der Stil des Künstlers setzt sich aus den geometrischen Traditionen und aus der konstruktivistischen Kunstbetrachtung zusammen, wird aber auch durch die op-art, die minimal art sowie durch die neugeometrische Stilrichtung beeinflusst. Eröffnung: Prof. Dr. Paul-Uwe Dreyer, Rektor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart um 22 Uhr: Eröffnung der Ausstellung von Sylvia Faragó. Musik: Nicola Lutz. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Geöffnet bis zum 8. Mai.

19. März 2002 (19 Uhr): Vortrag. Reihe "Baden-Württemberg 50 Jahre. Deutsch-ungarische Kontakte in der Geschichte, Literatur und Kunst". II. Vortrag: "Von Passau bis Belgrad. Deutsche Donaureisende beschreiben Ungarn" Dr. Horst Fassel, Germanist, Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde, Tübingen. Ort: Ungarisches Kulturinstitut.

21. März 2002 (19 Uhr): Ungarische Regionen. Auf den Spuren von Sagen und Legenden - die Region der Könige von Ungarn stellt sich vor. Vortrag von Bernadett Gyuricza, Leiterin der Vertretung des Ungarischen Tourismusamtes in München. Möchten Sie sich den konservierten Fußabdruck des ältesten Urmenschen Europas anschauen? Mehr über das ungarische Pompei erfahren? Einen kleinen Spaziergang in der Stadt der Heiligen Gisela machen? Ein wenig unter den Bäumen weilen, wo einst auch Beethoven mit seiner ungarischen Geliebten? Oder Sissi's Spuren folgen? Ihren Kindern den Wohnsitz vom Weihnachtsmann zeigen? Das und mehr verspricht Ihnen dieser Ungarische Abend. Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Unter Mitwirkung des Ungarischen Tourismusamtes für Baden-Württemberg und Bayern und des Agrar-Marketingszentrums Ungarns. Wir bitten unbedingt um Anmeldung bis zum 1. März!


Weitere Veranstaltungen

Das Ungarische Kulturinstitut organisiert eine Sprach- und Kulturreise nach Pécs in Ungarn. Termin: 26. 05. 2002-02. 06. 2002. Mit einem Reisebus bei einer minimalen Teilnehmerzahl von 30 Personen. Vormittags Sprachkurs an der Universität von Pécs, nachmittags verschiedene Programme (Stadtbesichtigung, Weinkostung, Thermalbad, Theater usw.).Teilnahmegebühr: voraussichtlich 800 DM. Weitere Informationen und verbindliche Anmeldung bis zum 30. 01. 2002 bei Frau Zsuzsa Farkas: 0170/7405946


Mitteilungen des Kulturinstituts in eigener Sache:

Wir machen Frühlingsferien 26. 03. 2002-08. 04. 2002! Bibliothek, Videoausleih und Zeitschriftenlesesaal:

Im Institut steht Ihnen eine Bibliothek mit ausgewählter Literatur aus und über Ungarn und eine umfangreiche Videothek von ungarischen Filmen zur Verfügung. Die Zahl unserer Bücher vermehrt sich allmählich. Unser Bibliothekar, Herr Dezso Szabó, ist Ihnen bei der Literatursuche gerne behilflich. Im Lesesaal oder im Café können Sie die wichtigsten Tageszeitungen und Zeitschriften lesen.

Café:

Sie können bereits vor Veranstaltungsbeginn mit einer Tasse Kaffe die Zeit verbringen.

Sprachkurse:
Wenn Sie durch die Sprache unsere Kultur besser kennenlernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht an. Weitere Informationen generell: Sekretariat des Kulturinstituts Tel.: 0711-164870, konkret zum Unterrichtsablauf und zu der Thematik: Frau Zsuzsa Farkas: 0170/7405946

Jugendklub:

Der Jugendklub veranstaltet im Institut monatlich thematische Abende und Treffen mit jungen Leuten. Herzlich willkommen sind alle, die sich für die ungarische Kultur und ein angenehmes Beisammensein interessieren. Weitere Informationen und Termine zu erfragen bei: Herrn Péter Tamás, Klubleiter T: 0711-2572054

Öffnungszeiten

Kulturinstitut: Mo-Do von 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr Ausstellungssaal, Mo-Do 10.00 bis 16.30 Uhr, freitags 10 bis 14 Uhr. Bibliothek und Lesesaal: Mo, Di, Mi 11.00-16.30 Do: 10.00-17.30, Fr: 10.00-14.00

Interessierte können das Programm des Kulturinstituts direkt beim Kulturinstitut anfordern. Anschrift: Ungarisches Kulturinstitut, Haussmannstrasse 22, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711-16 48 70. Außerdem ist das Kulturinstitut auf den Seiten der DUG im Internet zu besuchen:

www.gemeindetag-bw.de/dug/kulturinstitut.htm
E-Mail: uki-s@t-online.de

Programmänderungen vorbehalten. Für die Richtigkeit aller übermittelten Angaben übernimmt die DUG keine Garantie.


Regionale Volkskulturen

Tübingen. Um regionale Volkskulturen in Ostmitteleuropa ging es Ende Oktober 2001 auf einer internationalen Tagung des Tübinger Instituts für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen. 14 Referenten aus Deutschland, Ungarn, Rumänien und Ex-Jugoslawien beleuchteten die verschiedenen Aspekte regionaler Volkskulturen mit dem Schwerpunkt "Nachbarschaft - Abgrenzung - Interethik". Die dreitägige Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Staatssekretärs Heribert Rech.


Informativ und aktuell

Informativ und aktuell präsentiert sich die Budapester Zeitung im Internet:
www.budapester.hu

Neue Zeitung im Internet: www.extra.hu/neuezeitung

Radio Fünfkirchen (Pécs) auf Deutsch: Das Studio Pécs des Ungarischen Rundfunks sendet täglich von 19.30 Uhr bis 20 Uhr im Kossuth-Sender auf UKW. Die Landessendung wird auch per Satellit übertragen über Hot Bird 3, 7.74 MHz europaweit.

Regionalprogramme sendet Studio Pécs in deutscher Sprache täglich um 10.30 Uhr auf Mittelwelle 873 kHz (344 Meter).






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Wichtige Anschriften


Namen und Anschriften des DUG-Vorstandes:

Dr. Christian O. Steger
Panoramastraße 33
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 225 72 30
Fax: 0711 225 72 47

Doris Frank
Kirchstraße 20
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 43 61 70

Sabine Gnandt
Falkenstr.47
70597 Stuttgart
Tel.: 0711 765 61 36

Erika Hambel
Uhlandstraße 46
71134 Aidlingen
Tel. und Fax: 07034 80 28

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129 7560

DUG-Geschäftsstelle
Hauptstraße (Ratshaus)
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 205 325
Fax: 07156 205 345

Die DUG-Geschäftsstelle ist bis auf weiteres donnerstags von 10 bis 13 Uhr besetzt.
e-mail: 07113650207-0001@t-online.de

Hinweise für den Veranstaltungsteil, Termine, Beiträge und Material für die DUG-Korrespondenz bitte an die DUG-Gschäftsstelle oder an: Jürgen Rahmig, Sperberweg 21, 72829 Engstingen, Tel./Fax: 07129 7560

Weitere Anschriften:

Kulturinstitut der Republik Ungarn
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 1648 70
Fax: 0711 1648 710
Internet:www.gemeindetag-bw.de/kulturinstitut.htm
e-mail: uki-s@t-online.de

Generalkonsulat der Republik Ungarn in Stuttgart
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 238 93 20
Fax: 0711 238 93 22

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest
Úru utca 64-66
H-1014 Budapest
Tel.: 0036 1 488 35 00
Internet: www.deutschebotschaft-budapest.hu
oder: www.nemet-nagykovetseg.hu

Botschaft der Republik Ungarn in Deutschland
Unter den Linden 76
10117 Berlin
Tel.: 030 220 25 61
Fax: 030 229 22 57 oder

Außenstelle der ungarischen Botschaft in Bonn
Turmstraße 30
53175 Bonn
Tel.: 0228 37 10 23
Fax: 0228 37 10 25

Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg
Panoramastraße 13
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 669 51 26
Fax: 0711 669 51 49
e-mail: dsk@hdhbw.bwl.de
Internet:www.gemeindetag-bw.de/dsks/dsks.htm

Institut für Auslandsbeziehungen
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 102463
70020 Stuttgart
Tel: 0711 22 25 0
Fax: 0711 226 43 46
e-mail: info@ifa.de
Internet: www.ifa.de

Europahaus Baden-Württemberg
Nadlerstraße 4
70173 Stuttgart
Tel: 0711 23 62 376
Fax: 0711 23 493 68
e-mail: europa.bw@t-online.de
Internet: http://home.t-online.de/home/ezbwpro/s-eh.htm

Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Schlossstraße 92
70176 Stuttgart
Tel: 0711 669 51 0
Fax: 0711 669 51 49

Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Mohlstraße 18
72074 Tübingen
Tel: 07071 200 25 0
Fax: 07071 200 25 35
e-mail: fassel@idgl.oe.uni-tuebingen.de
Internet: www.uni-tuebingen.de/donauschw.institut

Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Landesverband Baden-Wüttemberg e.V.
Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart
Tel: 0711 61 23 68 und 07051 34 27
Fax: 0711 669 51 49

Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Júlia út 9, 1026 Budapest II
Postanschrift: Postfach 348
1537 Budapest
Tel: 0036-1 / 212 91 51, -91 52
Fax: 0036-1 / 212 91 53

DJO Deutsche Jugend in Europa
Landesverband Baden-Württemberg e.V.Schlosstrasse 92 70176 Stuttgart
Tel: 0711 62 51 38
Fax: 0711 62 51 68
e-mail: zentrale@djobw.de
Internet: www.djobw.de

Kulturverein Nikolaus Lenau e.V.
Munkácsy út 8, H-7621 Pécs
Tel: 0036-72 / 332 515, -212 177
Fax: 0036.72 / 332 515, -212 177
e-mail: lenauhaus@mail.datanet.hu
Internet: www.pecs.hu/pecs/nemet/lenau.html

Goethe Institut Budapest
Andrássy út 24, H-1061 Budapest
Tel: 0036-1 / 374 40 70
Fax: 0036-1 / 374 40 80
e-mail: goethe@goethe.hu
Internet: www.goethe.de/ms/bud

Südosteuropa-Gesellschaft
Widenmayerstraße 49, 80538 München
Tel: 089 212 15 40
Fax: 089 228 9469
e-mail: suedosteuropa-gesellschaft@t-online.de
Internet: www.suedosteuropa-ges.com

Südost-Institut
Güllstraße 7, 80336 München
Tel: 089 74 61 33 0
Fax: 089 74 61 33 33
e-mail: u9511bo@mail.lrz-muenchen.de

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
Lövöház utca 30, H-1024 Budapest
Tel: 0036-1 / 345 76 00
Fax: 0036-1 / 315 06 38
e-mail: ahkung@ahkungarn.hu
Internet: www.huihk.hu

Deutsch-Ungarische Juristenvereinigung e.V.
Neue Mainzer Straße 75
60311 Frankfurt/Main
Tel: 069 92 059 0
Fax: 069 92 059 133
e-mail: marc-tell_madl@hhp.de

Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde
Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar
Tel: 062 69 421 00
Fax: 062 69 42 10 10
e-mail: institut@sb-gun1.bib-bw.de
Internet: www.sb-gun1.bib-bw.de



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