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 Deutsch-Ungarische Korrespondenz, Oktober 1999:

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Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Sitz Stuttgart.
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Fax: 07156/205-345
Verantw. Redaktion: Jürgen Rahmig

2. Jahrgang/ 3. Ausgabe 1999/ Nr. 4



Ehrendoktorwürde für Staatssekretär a.D. Wabro

Staatssekretär a.D. Gustav Wabro ist in Budapest mit der Ehrendoktorwürde der juristischen Fakultät der ältesten und größten ungarischen Universität, der Eötvös Loránd Universität, ausgezeichnet worden. Damit wurden seine Verdienste um den Auf- und Ausbau der vielfältigen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Ungarn und seine aktive Rolle bei der Förderung des ungarischen Beitritts zur Europäischen Union gewürdigt. Das Engagement Wabros trug wesentlich zum Zustandekommen der Deutschen Schule in Budapest, des Collegium Budapest, der Deutschen Bühne Szekszárd sowie des Kulturinstituts in Stuttgart bei, so der Dekan der Fakultät der Staats- und Rechtswissenschaften der Universität, Dr. Lajos Ficzere. Die Gemischte Kommission Ungarn/Baden-Württemberg entwickelte sich durch die Initiativen ihres Vorsitzenden Wabro zu einem Motor der Beziehungen zwischen Ungarn und Baden-Württemberg in Kultur, Wissenschaft und Bildung. Wabro unterstützte massiv die EU-Beitrittsbemühungen Ungarns, unter anderem über die Brüsseler Vertretung des Landes Baden-Württemberg. Der langjährige Landesbeauftragte für Vertriebene, Flüchtlinge, Aussiedler und Kriegsgeschädigte, von 1970 bis 1980 Landrat im Landkreis Aalen/Ostalbkreis, war im vergangenen Jahr bereits mit dem Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden.

Wabro lobte während der Feierstunde in der Budapester Universität die vielfältigen und erfolgreichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und Ungarn. Besonders hob er das "segensreiche Wirken" der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg hervor. Wabro war lange Jahre Vorsitzender des Stiftungsrates der Kulturstiftung gewesen. Wabro war vom ungarischen Generalkonsul in Stuttgart, Tamás Freund, und vom DUG-Vorsitzenden Dr. Christian O. Steger nach Budapest begleitet worden .

Wabro bezeichnete die Beziehungen zwischen dem Land und Ungarn als einmalig. Der 66jährige CDU-Landtagsabgeordnete sprach von seinen unzähligen Begegnungen mit Menschen, "die mit mir das Ziel verfolgten, aufbauend auf historisch gewachsenen Verflechtungen neue zu knüpfen und, eingebunden in das große Vorhaben eine Europäische Union zu schaffen, in der alle Menschen, auch die Ungarn, in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben können." Ungarn, das 1989 den Eisernen Vorhang zerrissen und so letztlich die deutsche Wiedervereinigung ermöglichte, hat es Wabro angetan. Dieses Land liegt ihm nach wie vor besonders am Herzen. Auch künftig wolle er sich weiter mit ganzem Herzen der Fortentwicklung der beiderseitigen Beziehungen widmen. "Dem Ideenreichtum wollen wir dabei keine Grenzen setzen."

Eva Mayer/jr

 

Baubeginn Expo-Pavillon

Anfang August ist in Hannover damit begonnen worden, den ungarischen Pavillon für die Weltausstellung Expo 2000 in Hannover zu errichten. Weil das Jahr 2000 in der ungarischen Geschichte einen besonderen Stellenwert einnimmt, wird Ungarn auf dem Europa-Boulevard der Ausstellung ein eigenes Gebäude errichten. Der Entwurf des Architekten, Professor Vadász, Kossuth- und Ybl-Preisträger, fand große Anerkennung und begeisterte auch die Organisatoren der Expo. Ende Februar 2000 soll der Pavillon fertig sein.

nz

 

Kritik an Sprachengesetz

Einen gewissen Dämpfer erhielten die sich seit dem Regierungs- und Präsidentenwechsel in der Slowakei positiv entwickelnden ungarisch-slowakischen Beziehungen durch das neue Minderheitensprachengesetz, das in Bratislava verabschiedet worden war. Der Staatssekretär im ungarischen Außenministerium, Zsolt Németh, kritisierte das Gesetz, gegen das der Koalitionspartner der slowakischen Regierung Dzurinda, die Ungarische Koalition der Slowakei, gestimmt hatte. Die Ungarn in der Slowakei sehen viele ihrer Forderungen in dem neuen Gesetz nicht berücksichtigt und die Ungarische Koalition sah damit ein Wahlversprechen nicht eingehalten. Die Kommission der Europäischen Union in Brüssel dagegen freute sich über die Annahme des Sprachengesetzes, das eine ihrer Forderungen an die Regierung in Bratislava war.

npl

 

Preise für ungarische Journalisten

Hasso Buchrucker, der deutsche Botschafter in Ungarn, ehrte in Budapest die Sieger des Wettbewerbs der deutschen Botschaft für ungarische Nachwuchs-Journalisten. Der Wettbewerb hatte unter dem Motto "Ein starkes und solidarisches Europa" gestanden. Preisträger sind bei den Printmedien Felícia Szél vom Hajdú Bihari Napló, in der Kategorie Rundfunk Edith Fekete (Kossuth Rádió, Kronika) und für den Bereich Fernsehen Tímea Batizi (Komlósi Oktatási Stúdió).

npl

 

Keine Direktwahl des Präsidenten

Der Vorsitzende der Kleinlandwirtepartei, József Torgyán, ist mit seinem Vorhaben gescheitert, die Direktwahl des ungarischen Staatspräsidenten durchzusetzen. Das ungarische Verfassungsgericht lehnte im Juli eine Volksabstimmung über die Einführung der Direktwahl des Staatsoberhauptes einstimmig ab. Die Verfassungsrichter begründeten dies unter anderem damit, daß eine solche Volksabstimmung zu einer Änderung der Verfassung führen könne. Solches sei aber in erster Linie Aufgabe des Trägers der Volksmacht, also des Parlamentes. Alle Parteien akzeptierten die Entscheidung. Die MSZP allerdings will sich weiter um eine Verfassungsänderung bemühen. Die SZDSZ hofft, daß das Parlament erneut eine Persönlichkeit zum Staatspräsidenten wählen wird, die wie Árpád Göncz die Einheit der Nation verkörpere.

npl

 

 

Zu den aktuellen Themen:

 

"Kultur als Motor der Zusammenarbeit"

Baden-Württemberg plant ambitioniertes Programm zu den ungarischen Milleniumsfeiern

Von Jürgen Rahmig

 

Ungarn wird das Informationsbüro Baden-Württembergs in Brüssel als Arbeitsplattform für ungarische Beamte nutzen. "Sie können voll mitarbeiten und sollen die Vorbereitungen des Landes Baden-Württemberg für den EU-Beitritt von dort aus koordinieren", sagte Staatsminister Christoph-E. Palmer in Stuttgart gegenüber dem Reutlinger General-Anzeiger. Ungarns Ministerpräsident Viktor Órban, dem Palmer vor wenigen Wochen seinen Antrittsbesuch abstattete, habe das Angebot angenommen. Palmer, der als Vorsitzender der Gemischten Kommission Baden-Württemberg/Ungarn nach Budapest gekommen war, zeigte sich beeindruckt von der Professionalität der jungen ungarischen Führung.

Palmer hat die Aufgabe des Leiters der gemischten Kommission von Staatssekretär a.D. Gustav Wabro übernommen. Er ist erst der zweite Vorsitzende dieses Gremiums von deutscher Seite aus und freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem ungarischen Kommissionsleiter Gergely Pröhle, dem Staatssekretär im Budapester Kulturministerium. Beide verstehen sich gut und das liegt nicht an ihrem Alter - Pröhle ist zwei Jahre jünger als der 37jährige Palmer. Beide kennen sich schon gut aus der Zeit Palmers als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium.

Palmer, der keine verwandtschaftlichen Beziehungen nach Ungarn hat, will auf dem Bestehenden aufbauen. Er möchte, auf der Vergangenheit basierend, in die Zukunft schauen. Dem will er sich "mit großer Begeisterung und Leidenschaft und nicht wie eine lästige Dienstpflicht" widmen. Palmer ist ein Freund der Musik, der Literatur, der Bühne. Kein Wunder, daß er im Rahmen der Arbeit in der Gemischten Kommission einen Schwerpunkt auf die Kultur setzt. "Ich glaube an die verbindende und entscheidende Rolle der Kultur für das Zusammenwirken der Menschen."

Da bieten sich in diesem und vor allem im kommenden Jahr mit der Milleniumsfeier Ungarns zahlreiche deutsch-ungarische Anknüpfungspunkte. Baden-Württemberg wird sich mit einer großen Zahl von Veranstaltungen beteiligen. Hier "will ich mehr halten als ich verspreche." Nirgendwo sonst in Europa werde außerhalb von Ungarn das Millenium so intensiv gefeiert wie im Ländle, vermutet Palmer - über 100 Einzelveranstaltungen. Einige herausragende Ereignisse: Budapester Philharmoniker in Stuttgart zur Eröffnung der Feiern am 14. Oktober mit Ministerpräsident Órban, die Ungarnwoche im Treffpunkt Rotebühl in Stuttgart, das Donaufestival in Ulm, ein großer Partnerschaftskongreß mit den Partnerschaftsgemeinden und -städten im kommenden Jahr, "ein musikalisches, literarisches,. künstlerisches, ambitioniertes Programm". Dabei tritt das Land als Koordinator auf. "Wir geben ein Logo, geben dem Gesamtprogramm eine Identität." Das Programm werde in intensiver Zusammenarbeit mit dem ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart abgewickelt.

Die Gemischte Kommission hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zu einer Triebfeder für die Beziehungen zwischen Ungarn und Baden-Württemberg entwickelt. Das Augenmerk soll auch künftig auf der Intensivierung der Jugendbegegnungen und kulturellen Beziehungen liegen, Gastspielreisen sollen initiiert werden. Palmer freut sich, als erstes Projekt die Melanchthon-Ausstellung der Evangelischen Landeskirche in Baden nach Ungarn zu bringen, und die Evangelische Akademie in Bad Boll werde Pate stehen für die Gründung einer Evangelischen Akademie in Ungarn, kündigte er an. "Die Kultur", so Palmer, "soll zum Motor der Zusammenarbeit werden."
Noch einmal betonte auch Palmer, daß sich das Land intensiv für den Beitritt Ungarns zur Europäischen Union einsetzen werde. Die Nutzung des Informationsbüros in Brüssel durch ungarische Beamte ist ein weiterer Beitrag dazu.

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jr

 

Ungarns Mythos der Revolution von 1848

Ereignisse vor 150 Jahren spielen eine zentrale Rolle für nationale Identität und Demokratie

Von Jürgen Rahmig

 

Ungarn kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. 1996 feierten die Magyaren die Landnahme im Karpatenbecken vor 1100 Jahren, dieses Jahr Revolution und Freiheitskampf gegen die Habsburger von 1848/49 und das Öffnen des Eisernen Vorhangs vor zehn Jahren, im kommenden Jahr die Staatsgründung vor 1000 Jahren durch Stephan I. Beim Symposium des Ungarischen Kulturinstituts und des Hauses der Geschichte in der Universitätsbibliothek in Stuttgart ging es um Einflüsse und Nachwirkungen der revolutionären Ereignisse vor 150 Jahren.

Vor allem Ungarn zehrte und zehrt wie kaum ein anderes Land von der Revolution vor 150 Jahren. Die Ereignisse von damals spielten von 1956 über 1989/90 bis heute eine zentrale Rolle für die nationale Identität und das demokratische Bewußtsein in Ungarn. Diese Revolution ist ein Mythos für die Ungarn, etwas, woran sie sich immer festgehalten haben. So lebte der Mythos von damals mit den Zwölf-Punkte-Forderungen während des Volksaufstandes von 1956 wieder auf, erklärte Dr. Tamás Katona von der Reformierten Universität in Budapest. Katona, ehemals auch Bürgermeister des Budapester Burgviertels, früherer Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten und während der Regierung Antall von 1990 bis 1994 ungarischer Leiter der gemischten Kommission Baden-Württemberg/Ungarn, spricht ausgezeichnetes Deutsch.

Und wieder, wie damals, kamen auch 1956 die Russen, um den Aufstand niederzuschlagen. Wie wichtig Revolution und Freiheitskampf vor 150 Jahren für die Ungarn ist, beweist schon die Tatsache, daß selbst die Kommunisten sie für ihre Zwecke mißbraucht haben. Natürlich berief sich auch die Opposition von damals auf 1848/49. Das Interesse an Dokumenten, an den Originalen der Revolution von 1848/49 war nach 1956 riesengroß und "damals gaben wir historische Texte und Dokumente heraus", sagte der Historiker Katona, der seine Ausführungen mit einer gehörigen Portion Humor und unterschwelliger Ironie zu würzen versteht, die ihn angenehm von den fundierten, aber nüchtern-wissenschaftlichen Beiträgen der jungen Kollegen unterscheidet: "Ich tat das zehn Jahre lang." Auch das sei ein bescheidener Beitrag für das gewesen, was 1989/90 zur Wende geführt hat.

Die Ereignisse der Revolution von 1848/49 in Deutschland sind von den revolutionären Umbrüchen Gesamteuropas und damit auch Ungarns nicht zu trennen. Immer reagierten die europäischen Freiheitsbewegungen auch auf Impulse aus Nachbarländern, verliefen also keineswegs isoliert und nach ausschließlich regionalen Gegebenheiten. So strahlten einerseits deutsche Entwicklungen über Österreich auf Ungarn aus. Andererseits beeinflußte die ungarische National- und Demokratiebewegung über die Donaumonarchie besonders den Südosten Europas. Die Entwicklungen in Ungarn, die untrennbar mit den Namen Kossuth, Petöfi, Bem und Görgey verbunden sind, wurden 1849 auch im Südwesten Deutschlands aufmerksam registriert. Vor allem in Württemberg, wo man es schließlich überhaupt nicht glauben wollte, daß die Revolution in Ungarn schließlich gescheitert war.

Katona verteidigte die Intervention der Nato im Kosovo. Das sei rechtlich zweideutig, politisch aber eindeutig: in Europa könne niemand mehr ein Terrorregime aufbauen, könne sich auf Dauer kein Milosevic halten. Daß solches künftig nicht mehr möglich ist, bezeichnete der Historiker in Stuttgart als das vielleicht wichtigste Resultat des ausgehenden Jahrhunderts. "Darauf warteten wir Ungarn 1848 und 1956". Auch Ungarns Nationalitätengesetz läßt sich letztlich auf die ´48er Revolution zurückführen. Katona hofft, daß sich die Toleranz gegenüber den Minderheiten überall durchsetzen wird.

 

Ein Loch im Zaun veränderte Europa

Vor zehn Jahren riß Ungarn den Eisernen Vorhang nieder - Kettenreaktion ausgelöst

Von Jürgen Rahmig

 

Bautrupps der ungarischen Armee machten sich am naßkalten Morgen des 2. Mai 1989 an die Beseitigung des Stacheldrahtzauns und seiner Betonpfeiler, der Spurenstreifen und elektrischen Anlagen. Mit einem Spezialkran wurden die Pfeiler aus der Erde gezogen, als sei das das Normalste auf der Welt.

Die Menschen in Ost und West staunten. Doch der Abbau der Grenzzäune hatte sich bereits angekündigt. Schon im Herbst 1988 war die Aktion von dem ungarischen Reformpolitiker Imre Pozsgay "für die nahe Zukunft" angekündigt worden. Wenige Wochen zuvor hatte der Verteidigungsausschuß des ungarischen Parlaments in Sopron (Ödenburg) an der Grenze zu Österreich beschlossen, die Sperranlagen zu beseitigen. Das wurde unter anderem damit begründet, daß diese Anlagen politisch nicht mehr zu rechtfertigen seien. In Ungarn konnte man kaum ahnen, welche Folgen das haben sollte. In Europa begannen die politisch wohl dramatischsten und bewegendsten Monate seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Sie läuteten das Ende der Nachkriegsära ein.

Für Ungarns Führung war die Entscheidung zum Abbau der Sperren die logische Konsequenz aus dem eingeschlagenen politischen Kurs der Westorientierung und Demokratisierung, der mit einer strikten Menschenrechtspolitik Hand in Hand ging. Ungarns reformorientierter Ministerpräsident Miklós Németh betrachtete den Eisernen Vorhang ohnehin als einen grausamen Anachronismus.

Menschen brauchen Symbole. So durchtrennten Ungarns Außenminister Gyula Horn und sein österreichischer Amtskollege Alois Mock am 27. Juni 1989 mit mächtigen Drahtscheren den Stacheldrahtzaun.

Angesichts der zunehmenden Reformbestrebungen in Ungarn, Polen und selbst in der Sowjetunion auf der einen, sowie der völligen Unbeweglichkeit des DDR-Systems andererseits entschlossen sich - beginnend im Juni und ab Ende Juli schließlich sprunghaft zunehmend - immer mehr DDR-Bürger dazu, ihrem Staat den Rücken zu kehren. In ganz Europa, so auch in der DDR, war Ferienzeit. Zehntausende von DDR-Bürgern befanden sich auf Urlaub in Ungarn oder waren auf dem Weg dorthin - und viele spielten mit dem Gedanken, die grüne Grenze zwischen Ungarn und Österreich zur Flucht in den Westen zu nutzen.

Während sich DDR-Bürger in die bundesdeutschen Vertretungen in Ostberlin, Prag, Warschau und Budapest flüchteten und um Asyl baten, gelang von Ungarn aus täglich Dutzenden und später sogar Hunderten von DDR-Bürgern die Flucht in den Westen. Die Regierung Németh/Horn geriet in die Zwickmühle. Die beim illegalen Grenzübertritt aufgegriffenen DDR-Bürger zwangsweise einfach in die DDR zurückzuschicken wollten sie nicht, unter anderem auch deswegen, weil sie nach ihrer Abschiebung in die DDR Repressalien und die Verurteilung wegen Republikflucht erwartete. Das greise Honecker-Regime drohte Ungarn und hetzte gegen Bonn und Budapest. Anfang August fiel in Ungarn die Entscheidung, Deutsche aus der DDR, die in die Bundesrepublik Deutschland ausreisen wollten, nicht abzuschieben.

Während sich auf Campingplätzen und in neu eingerichteten Flüchtlingslagern in Ungarn immer mehr Menschen sammelten, aber auch immer mehr über die grüne Grenze flüchteten, erwartete Budapest von Bonn und Ostberlin eine Einigung. Die diplomatischen Drähte liefen heiß. Am 19. August 1989 flüchteten während einer Veranstaltung der Paneuropa-Union von Otto von Habsburg und der späteren Regierungspartei Ungarisches Demokratisches Forum beim symbolischen Öffnen eines Grenztores - von niemandem behindert - 661 DDR-Bürger nach Westen.

Wenig später kam es zu einem Treffen zwischen Bundeskanzler Kohl und Außenminister Genscher sowie deren ungarischen Amtskollegen Németh und Horn auf Schloß Gymnich. Thema war die mögliche Ausreise der DDR-Bürger in den Westen. Die Flüchtlingszahlen stiegen gegen Ende August dramatisch an. Ungarn wollte nicht mehr warten. Budapest beschloß ungeachtet der möglichen Folgen, die Flüchtlinge legal in den Westen ausreisen zu lassen. Ungarn stellte sich laut Horn weder auf die Seite der DDR noch der Bundesrepublik Deutschland, sondern ganz einfach "auf die Seite der Deutschen".

In der Nacht vom 10. auf den 11. September öffnete Ungarn die Grenzen nach Österreich. Ein Traum wurde wahr. Die ehemaligen DDR-Bürger strömten im eigenen Trabi, mit Taxis und sogar busweise über die Grenzen. Am frühen Morgen erreichten die ersten die bundesdeutsche Grenze, wo sie wie zuvor schon in Österreich mit großem Hallo empfangen wurden. Allein innerhalb von einem Monat verließen rund 51.000 DDR-Bürger auf diesem Umweg die DDR.

Wie in einer Kettenreaktion purzelten in den folgenden Monaten die Regime der ehemaligen Warschauer Pakt-Staaten vom Thron, angefangen mit der DDR. Schon ein Jahr danach hatte sich die politische Landkarte in Europa grundlegend verändert. Schließlich zerbrach auch die Sowjetunion, mit Verzögerung auch Jugoslawien. Daß Letzteres auf so blutige Art und Weise geschehen sollte, konnte oder wollte damals in der allgemeinen Euphorie wohl niemand voraussehen.

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Gemeinde Herend ist Stadt

Seit dem 1. Juli ist die Ortschaft Herend, bekannt vor allem durch die berühmte Porzellanmanufaktur, die 222. Stadt Ungarns. Das ist allerdings ein zweischneidiges Schwert, wie auch der Bürgermeister der jüngsten ungarischen Stadt, Gábor Bors, zugibt. Einerseits fallen Unterstützungsleistungen weg, andererseits soll die Entwicklung der Stadt nicht aufgehalten werden, indem es auf das Stadtrecht verzichtet: Herend ist durch die Porzellanmanufaktur weltberühmt, fungiert als regionales Zentrum und verfügt über alle für eine Stadt notwendigen Attribute. Die Feiern zur Stadterhebung sind am 16. Oktober.

jr/nz

 

Spannungen mit Moskau

Moskau hatte Budapest Anfang Juli mit einer Verschlechterung der Beziehungen gedroht. Grund dafür ist das Überflugverbot Ungarns für russische Militärtransportflugzeuge in den Kosovo. Rußland wollte mit zwei Maschinen Hunderte von Soldaten und zahlreiche Ausrüstungsgegenstände zum Flughafen von Pristina bringen, um den es beim Einmarsch in den Kosovo eine Art von Wettlauf gegeben hatte. Der abschlägige Bescheid aus Budapest an Moskau, das um Überfluggenehmigung für insgesamt zehn Maschinen gebeten hatte, war mit der Kfor-Leitung und der Nato abgesprochen gewesen.

npl

 

Verdienstorden für Kaltenbach

Der Parlamentarische Beauftragte für die Rechte der ethnischen Minderheiten in Ungarn, Professor Jenö Kaltenbach, ist vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Kaltenbach, ungarndeutscher Abstammung, war nach der Wende in Ungarn an die Spitze der Kontrollkommission des Verbandes der Ungarndeutschen gewählt worden. 1995 wurde er Vorsitzender der ersten Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, kurz darauf Minderheitenbeauftragter. Der deutsche Botschafter in Ungarn, Hasso Buchrucker, überrreichte Kaltenbach die Auszeichnung, die er für seine Bemühungen um den Schutz der Minderheiten und seinen Einsatz gegen Diskriminierung und soziale Ausgrenzung sowie sein Bestreben, den ethnischen und nationalen Minderheiten in Ungarn ihre Identität und das Bewußtsein ihrer kulturellen Wurzeln zu vermitteln, erhalten hat. Kaltenbach habe einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, daß die Minderheiten ihren Platz in der Gesellschaft finden könnten, so Buchrucker während der Feierstunde in Budapest.

npl

 

Ungarn - Schwerpunktthema der Frankfurter Buchmesse

Halle 3.0 wird zur Ungarn-Halle - Viele Autorinnen vertreten - Literatur, Musik, Kulinarisches

Von Jürgen Rahmig

 

Zwei große Jubiläen bilden den historischen Rahmen zum Schwerpuntkthema "Ungarn unbegrenzt" auf der 51. Frankfurter Buchmesse vom 13. bis 18. Oktober 1999: Im Jahr 2000 feiert Ungarn das Millenium seiner Staatlichkeit - es ist 1000 Jahre her, daß König István (Stephan der Heilige) von Papst Sylvester die Königskrone erhalten hat. Dadurch wurden die damals teilweise noch heidnischen Ungarn als Bestandteil des christlichen Europa anerkannt.

Das andere Jubiläum kann unter dem Slogan "zehn Jahre Demokratie und europäische Integration" zusammengefaßt werden. Nach der Abdankung von KP-Chef János Kádár im April 1988 beschleunigte sich der Aufbau demokratischer Institutionen und Parteien und der allmähliche Abbau der kommunistischen Diktatur. Am 23. Oktober 1989 wurde die Republik Ungarn ausgerufen und im Frühjahr 1990 fanden in Ungarn die ersten freien Wahlen seit 1947 statt.

Was hat das alles mit der Kultur und mit dem Schwerpunktthema zu tun? Die Kultur wurde durch ihren Überlebenskampf gegen Zensur und staatliche Bevormundung zur geistigen Vorgeschichte der jetzigen Demokratie. In ihren Inhalten wirkten bereits seit Jahrzehnten die Elemente des Pluralismus, einer kompromißlosen Wahrheitssuche oder einfach die von den politischen Anforderungen unabhängig gewordenen ästhetischen Werte.

Die Zugehörigkeit zu Europa war für die ungarische Kultur niemals in Frage gestellt. Die erste moderne Literaturzeitschrift trug den symbolischen Namen "Nyugat" ("Westen") - eine geographische Selbstdefinition. Endre Ady, Mihály Babits, Dezsö Kosztolányi und andere große Autoren orientierten sich eindeutig an den europäischen Werten, ohne jedoch die ungarische Tradition zu vernachlässigen. Béla Bartók sammelte Volkslieder und schuf eine moderne Musik. József Rippl-Rónais Oeuvre war der zeitgenössischen französischen Malerei ebenbürtig und die Budapester psychoanalytische Schule von Sándor Ferenczi war direkt mit Sigmund Freud verbunden.

Die Schwerpunktdarstellung bietet in diesem Jahr zur Buchmesse fast alle vorhandenen Tendenzen ungarischer Literatur und Kunst. "Ungarn unbegrenzt" - dieser Slogan bedeutet einerseits die Offenheit nach außen - gegenüber benachbarten Völkern und Kulturen - andererseits die Offenheit nach innen - die Akzeptanz aller Stilrichtungen, Strömungen und Kunstgattungen. In Bezug auf das literarische Programm bedeutet diese Offenheit die Ausweitung des bisherigen Spektrums. Neben in Deutschland bereits bekannten und populären Autorinnen und Autoren wie Magda Szabó, Imré Kertész, György Konrád, Péter Nádas, Péter Esterházy und István Eörsi präsentiert das Land jüngere Verfasser: Literatur, die in den 80er/90er Jahren entstand. Die neuen Bücher von Endre Kukorelly, László Garaczi, Attila Barti, László Márton und Pál Závada sind Beispiele dafür.

Stärker als früher werden diesmal die Autorinnen vertreten sein: Die in Wien lebende Györgyi Vándor veröffentlicht die Erinnerungen an ihre Gefängnisjahre nach dem stalinistischen Rajk-Prozeß, Katalin Horányi erscheint mit ihrem in Ungarn erfolgreichen Roman "Zeitstörung", dessen Handlung in den siebziger und achtziger Jahren spielt. Ebenfalls mit Romanen melden sich Zsuzsa Vathy und Agáta Gordon zu Wort, die in München lebende Ágnes Relle gibt eine Sondernummer der Zeitschrift "Horen" heraus und die Wahlberlinerin Orsolya Kalász, die gleichsam deutsche und ungarische Gedichte schreibt, sammelt die poetischen Werke von Autorinnen und Autoren, die nach 1960 geboren sind. Es erscheinen eine Anthologie der Roma-Dichtung, die Märchen des Roma-Prosaisten Menyhért Lakatos, zahlreiche Bücher mit jüdischer Thematik (unter anderem Peter Habers Buch "Das jüdische Budapest"), sowie Werke von Autoren, die der ungarischen Minderheit jenseits der Landesgrenze angehören (Ottó Tolnai, Lajos Grendel). Auch die Klassik und die moderne Klassik sind durch Namen wie Dezsö Kosztolányi, Gyula Krúdy, Zsigmond Móricz und Miklós Radnóti vertreten. Zwei Prosa-Anthologien ("Ungarn von Montag bis Freitag" und "Königreich am Rand") präsentieren die heutige Novellistik. Die Romanserie "Ungarisches Jahrhundert" kann als literarisches Lesebuch zur Geschichte betrachtet werden.

All diese Vielfalt ist nur deswegen möglich, weil die deutschen, österreichischen und Schweizer Verlage "mitgespielt" haben. Mehr als neunzig ungarische Bücher erscheinen im deutschen Sprachraum. Aufgrund von drei Wettbewerben und spezieller Förderung wurden auch ungefähr fünfzig ungarische Verlage ermuntert, einen Teil ihrer Produktion in ausländischen Sprachen zu veröffentlichen. Dieses großangelegte Buchprogramm wird auch bei literarischen Veranstaltungen präsentiert: in Frankfurt, Bad Berleburg, Aschaffenburg, Darmstadt, Heidelberg und anderen Städten finden 60 bis 70 Lesungen statt, an denen insgesamt etwa 100 Autoren teilnehmen.

Das musikalische Programm der Messe, dessen Höhepunkt das Galakonzert in der Alten Oper bilden wird, zeigt eine breite Palette der modernen Musik - von Liszt und Bartók bis Kurtág und Ligeti. Aber auch authentische ungarische Volksmusik wird dem Publikum vorgestellt. Stichwörter hier wie auch bei der Präsentation ungarischer Theater-, Film- und Fotokunst sind Abwechsung, Pluralität und Offenheit.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Frankfurter Buchmesse wird ein Schwerpunktland den Pavillon, den Ort der Selbstdarstellung des Landes sowie seine Verlagslandschaft an einem Ort präsentieren. Die Halle 3.0 wird während der Buchmesse zur Ungarn-Halle und damit zum zentralen Anlaufpunkt und Informationszentrum für alle, die sich für ungarische Literatur und Kunst interessieren. Auch die ungarische Küche wird sich hier vorstellen. Ein ungarisches Restaurant und ein echtes "Budapester Kaffeehaus" werden ein interesante und reichhaltige Auswahl ungarischer Spezialitäten bieten. Die Halle 3.0, die von István Ferencz und Deszö Ekler konzipiert wurde, bietet nun mit ihren etwa 5300 Quadratmetern den zahlreichen Ausstellungen einen angemessenen Rahmen. So werden unter anderem zwölf Skulpturen herausragender ungarischer Wisenschaftler und Künstler zu sehen sein, die jeweils ein bestimmtes Gebiet repräsentieren. Die Musik wird beispielsweise durch Béla Bartók, die Literatur durch Attila József oder die Medizin durch Ignác Semmelweis vertreten.

 
Die ungarische Buchbranche

Nach einer schwierigen Phase im Zusammenhang mit der Wende 1989 und den marktwirtschaftlichen Umstellungen hat sich die Lage in der ungarischen Buchbranche konsolidiert. Verlage, die die letzten problematischen sieben Jahre überlebt haben, konnten sich 1997 und 1998 über gute Ergebnisse freuen. In beiden Jahren konnte die Buchbranche 20 Prozent nominales Wachstum verbuchen. Der Umsatz stieg von 20 Milliarden Forint (etwa 204 Millionen Mark) im Jahr 1996 auf 30 Milliarden Forint (rund 250 Millionen Mark) im Jahr 1998. Diese Entwicklung ist um so bemerkenswerter, als die Gesamtproduktion von 120 Millionen Büchern von 1989 mittlerweile auf weniger als die Hälfte, auf 50 Millionen Exemplare, zurückgegangen ist. Dieses scheinbare Paradox läßt sich durch die enorm gestiegenen Preise erklären: Zwischen 1990 und 1998 haben sich die Preise der belletristischen Werke verachtfacht, für Fach- und wissenschaftliche Bücher muß man heute zehnmal so viel zahlen wie Anfang der 90er Jahre. Dies hängt, abgesehen von gestiegenen Rohstoffpreisen und Produktionskosten, auch mit der Erhöhung der Steuer auf Bücher in Ungarn zusammen. Das sogenannte Vorprivatisierungsgesetz von 1990 wird ebenfalls dafür verantwortlich gemacht: Zwei Drittel der 1991 privatisierten Buchhandlungen - etwa 400 bis 500 - änderten ihr Profil. Viele Buchhändler verlegten ihren Sitz auf die Straße und bald wurden 40 Prozent der Bücher auf Bürgersteigen und in Unterführungen verkauft. So sparten die Straßenbuchhändler Betriebskosten und konnten die Bücher unter dem realen Preis - natürlich illegal - verkaufen.

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Acht Jahre Humboldt-Verein Ungarn (1991-1999)

Seit einigen Monaten besteht zwischen dem renommierten Humboldt-Verein Ungarn und der DUG eine korrespondierende Mitgliedschaft, die auf eine Initiative der ehemaligen DUG-Vorsitzenden Stephanie I. Morvay und des Präsidenten des Humboldt-Vereins, Dr. János Fischer, zurückgeht. Im folgenden stellt Dr. Fischer den Humboldt-Verein, seine Aufgaben und Ziele vor:

Erst nach dem Systemwechsel konnte der Humboldt-Verein Ungarn, die Gesellschaft der ehemaligen ungarischen Humboldtianer, gegründet werden, denn das Land brauchte Zivilorganisationen. So entstanden in einigen Jahren rund 50 000 Vereinigungen und Stiftungen.

Wenn man auch die Vorkriegszeit einrechnet, beträgt die Gesamtzahl derjenigen, die mit einem Humboldt-Stipendium in Deutschland waren, etwa 450. Das Humboldt-Stipendium kann ein promovierter Wissenschaftler im Falle einer erfolgreichen Bewerbung bei der Alexander von Humboldt-Stiftung (D-53173 Bonn, Jean-Paul-Str. 12.) erhalten. Mit dem Humboldt-Stipendum kann ein Humboldtianer ein bis zwei Jahre lang eine Forschungstätigkeit an einem Forschungsinstitut (meistens an einer Universität) in Deutschland ausüben. Die Humboldtianer sind sowohl Natur-, wie auch Geisteswissenschaftler.

Weltweit alleinstehend ist unter den hochrangigen Stipendien die Nachkontakt-Arbeit der Alexander von Humboldt-Stiftung, was bedeutet, daß die Organisation die Beziehungen zu ihren ehemaligen Stipendiaten für die Zeit ihres ganzen weiteren Lebens aufrechterhält. Diese Idee stammte von Dr. Heinrich Pfeiffer, der der erste Generalsekretär der Stiftung war. Aus Dankbarkeit für die Tätigkeit der deutschen Stiftung entstanden 85 Humboldt-Vereinigungen mit insgesamt 20 000 Humboldtianern in 40 Ländern. Im Jahr 1991 haben zwölf Humboldtianer die ungarische Gesellschaft gegründet. Die Gesellschaft ist kein geschlossener Klub. Die Mitgliedschaft ist allen Interessenten geöffnet, die gerne die ungarisch-deutschen wissenschaftlichen Kontakte pflegen wollen.

Der Vorsitzende des Vereins ist der Chemiker Dr. János Fischer, Abteilungsleiter für Forschung der Richter AG. (Adresse: H-1475 Budapest 10, Pf. 27.). Der Sitz des Humboldt-Vereins Ungarn ist seit 1997 Szeged. Der Sekretär des Vereins ist der Mathematiker und Universitätsdozent Dr. Attila Kuba (Adresse: JATE, Inst. f. Angewandte Informatik, H-6720 Szeged, Árpád tér 2., E-mail: MHE@inf.u-szeged.hu).

Jedes Jahr hält die Gesellschaft ein Jahrestreffen ab, zumeist an einer Universität, im Goethe-Institut Budapest oder im Collegium Budapest. Das neunte Jahrestreffen ist für den 25. März 2000 an der Ungarischen Akademie der Wissenschaften geplant. Die Mandatenperiode des jetzigen Vorstandes wird ablaufen und die Mitglieder werden einen neuen Vorstand für drei Jahre (2000-2003) wählen.

Seit 1996 entwickelte sich das jährlich zweimal erscheinende Mitteilungsblatt zur Zeitschrift "Humboldt Nachrichten", welche das Ziel hat, die deutsch-ungarischen wissenschaftlichen Kontakte zu pflegen. In letzter Zeit wurden vermehrt thematische Hefte veröffentlicht, und so kamen die folgenden Themen vor: Diplomatie, Theologie, Turkologie, Wirtschaftsgeschichte, angewandte Physik und Geographie. Eine Sonderausgabe ist im März 1999 aus Anlaß des 200jährigen Jubiläums der Amerika-Reise von Alexander von Humboldt erschienen. Im September veröffentlicht die Gesellschaft eine Goethe-Studie von Antal Szerb aus Anlaß des Goethe-Jahres. Weiterhin wird über die wertvollen Goethe-Reliquien der Ungarischen Akademie der Wissenschaften berichtet, welche Balthazar Elischer gesammelt hat. Die weiteren Ziele können folgenderweise formuliert werden: 1. die Herausgabe der 2. Auflage des Ungarischen Humboldt-Almanachs, 2. die Organisation der II. Ungarischen Humboldt-Konferenz zum Thema der Informationsgesellschaft und 3. die Fortsetzung der nunmehr möglichst vierteljährlich erscheinende Herausgabe der "Humboldt Nachrichten".

Es gibt auch die Vorstellung, daß das jetzige virtuelle deutsch-ungarische Wissenschaftszentrum eine eigene Infrastruktur erhalten könnte, am besten in einem gemeinsamen Gebäude mit dem Goethe-Institut, wodurch endlich ein würdiges deutsch-ungarisches kulturelles und wissenschaftliches Zentrum in Budapest errichtet werden könnte, welches eine wichtige Ausstrahlung nicht nur auf Ungarn, sondern auf die ganze Region hätte, wo die deutschsprachige Kultur und Wissenschaft eine wichtige Rolle spielt.

 
Dr. János Fischer
Humboldt-Verein Ungarn
Präsident

Budapest, 28. Juni 1999

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Donaueschinger Wochen in Vác

Zum ersten Mal seit Beginn der Partnerschaft mit Vác (Waitzen) nördlich von Budapest hat Donaueschingen Ende Mai in der Partnerstadt eine Aktionswoche veranstaltet. Im Rahmen dieser Aktionswoche gab es in Vác Vorträge über Kommunalpolitik in Donaueschingen, über "Donaueschingen - gestern und heute", die Vorführung des Donaueschinger Stadtvideos, eine Ausstellung von 30 Werken aus Donaueschinger Sammlung. Der Donaueschinger Drachenclub nahm an einem Drachenfestival in Vác teil, es gab einen Folkloreabend, auf dem die Ungarn Spezialitäten aus der Donaustadt probieren konnten.

npl

 

Fachmesse Industria ´99

Hochrangig ging es auf der Fachmesse Industria ´99 in Budapest zu. Delegationen aus fünf Bundesländern waren angereist und machten damit deutlich, welchen Rang diese Messe in Deutschland inzwischen einnimmt. Die bayerische Delegation wurde vom Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, Otto Wiesheu, geleitet. Immerhin ist Bayern schon seit 1972 auf dieser Messe präsent. Wie gut die Stimmung war, läßt sich daran ermessen, daß der ungarische Wirtschaftsminister Attila Chikan mit Wiesheu mit frisch gezapften Bier aus Bayern anstieß und damit mit einem ungarischen Tabu brach. In Ungarn stößt man in aller Regel mit Bier nicht an, weil angeblich bei der Hinrichtung der Generäle des Freiheitskampfes von 1848/49 am 6. Oktober vor 150 Jahren die Österreicher mit Bier auf diesen Tag angestoßen hatten.
Während Bayern und Baden-Württemberg beim Handel mit Ungarn an der Spitze liegen, gilt Sachsen als aktivster Partner Ungarns. Immerhin war Sachsen auf der Messe mit 13 Firmen von insgesamt 71 deutschen Unternehmen vertreten und organisierte unter anderem ein Invest-Forum für ungarische Unternehmen.

npl

 

Hilfe für Hochwassergeschädigte

Umfangreiche finanzielle Hilfen zur Linderung der Folgen des Hochwassers im April hat die ungarische Regierung im Mai beschlossen. Insgesamt wurden 12,6 Milliarden Forint bereitgestellt. Die Gesamtschäden des Hochwasser bewegen sich allerdings in einer Höhe von über 34 Milliarden Forint. Bis dato hatte die ungarische Regierung durch Umgruppierungen im Haushalt bereits über 13 Milliarden Forint bereitgestellt. Ein Viertel der Schäden müssen die Betroffenen selbst tragen. Der Wiederaufbau von Gebäuden oder die Instandsetzung von Wohnungen wird zwischen 60 und 100 Prozent finanziert. Die Wiederherstellung der Straßen müssen sich Kommunen und der Staat teilen.

npl

 

Nasser Notfall in Soltvadkert

Schwere Überschwemmungen - Hilfe aus der Partnergemeinde Bodelshausen

Von Jürgen Rahmig

 

Bodelshausens ungarische Partnergemeinde Soltvadkert erlebte wie zahlreiche andere Gemeinden in Ungarn im Frühsommer ein schweres Hochwasser und nachfolgend weitere Hochwasser, die zu schweren Schäden geführt haben. Die Gemeinde Bodelshausen hat durch die kurzfristige Entsendung von vier Feuerwehrleuten Sopforthilfe zukommen lassen. Dies erforderte einen erheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwand. Aufgrund eines Spendenaufrufes konnten in der Bevölkerung rund 15 000 Mark gesammelt werden, die der Stadtverwaltung von Soltvadkert zur Verteilung an die am schlimmsten betroffenen Menschen in der Partnergemeinde überwiesen wurden. Die Gemeinde hat diesen Betrag um weitere 10 000 Mark aufgestockt. Die schnelle Hilfe der Bodeslhausener ist gelebte Partnerschaft im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie es aussieht, werden weitere finanzielle Unterstützungen für die notleidende Bevölkerung notwendig sein. Weitere Spenden sind daher hochwillkommen.

Sonderkonto "Hilfe für Soltvadkert"
bei der Kreissparkasse Tübingen unter der Kto.-Nr.:
609 030 (BLZ 641 500 20)
oder über die Volksbank Mössingen unter der Kto.-Nr.:
100 005 (BLZ 641 619 56)

Nachfolgend Auszüge aus einem Bericht der Soltvadkerter Zeitung vom 22. Juni 1999:

"...Es ist möglich, daß bestimmte Stadtteile von Soltvadkert sogar noch evakuiert werden müssen, da sich durch das dauerhafte Regenwetter ein Notfall entwickelte. Bis jetzt kamen über 100 Hilferufe bei der städtischen Feuerwehr an, da die Kanäle das viele Regenwasser nicht ableiten können.

Die Vorsorgearbeiten kosten mehrere zehn Millionen Forint, was man vom Haushaltsplan der Stadt nicht decken kann. Die Feuerwehr arbeitet 20 Stunden am Tag und versucht, aus den überfluteten Kellern, Garagen und Ställen das Wasser abzupumpen. Soltvadkert hat auch Hilfe gefunden, nämlich eine aus Deutschland. Lásló Berkecz bat den Bürgermeister von Bodelshausen, Bernd-Dieter Esslinger, um Hilfe. Der Bürgermeister der Partnerstadt traf Sofortmaßnahmen, als er erfuhr, daß seine ungarische Partnerstadt in Schwierigkeiten geraten ist. Er hat von den fünf naheliegenden Gemeinden Wasserpumpen ausgeliehen und sie zusammen mit vier Feuerwehrmännern sofort nach Ungarn geschickt.

Nach den 1 100 Kilometern Anfahrt haben sich die Bodelshausener nicht einmal ausgeruht. Sie fuhren gleich zu den überfluteten Häusern und fingen an, die 13 Pumpen und die insgesamt 600 Meter langen Schläuche anzuschließen. Heute helfen sie uns noch, morgen fahren sie aber wieder nach Hause, wobei sie die Pumpen für weitere zwei Wochen hier lassen.

Der deutsche Feuerwehrkommandant - bis zu den Knien im Wasser stehend - hat uns erzählt, daß sie gleich nach dem Fax am Sonntag angefangen hätten, die Pumpen zu sammeln und die zwei Fahrzeuge auszurüsten. So kam es, daß sie noch am Montagabend helfen konnten. Die Hilfe kam gerade richtig, da zwei von den fünf Soltvadkerter Pumpen durch die ständige Arbeit ausgefallen waren.

Das auf den Straßen teilweise einen halben Meter hohe Wasser mischt sich schon seit Tagen mit dem Dreck aus den Ställen. So steigt die Infektionsgefahr immer mehr..."

Soweit der Bericht aus Soltvadkert. Tatsächlich regnete ees noch weiter. Inzwischen hat man in der Ortschaft die Lage längst wieder unter Kontrolle, die Folgen des Hochwassers allerdings wirken sich noch aus. Etwa 90 Prozent der Häuser haben unter Wasser gestanden; viele sind beschädigt worden oder sogar eingestürzt. Die Ernte hat stark gelitten, viele Schweine und Geflügel sind in den Wassermassen ums Leben gekommen. An den Folgen der Fluten wird die Gemeinde finanziell wie materiell noch lange zu tragen haben.

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DUG-Nachrichten

 

Der Deutsche Petöfi

DUG gibt Gedichtband mit 61 der am häufigsten ins Deutsche übersetzten Gedichte heraus

Die Deutsch-Ungarische Gesellschaft hat ihr zweites Buch herausgegeben. Es ist der bereits angekündigte Petöfi-Band unter dem Titel: János Gyula: Der Deutsche Petöfi - 61 Gedichte, Stuttgart 1999.ISBN 3-9806483-1-1 Zu bestellen beim Verlag der DUG (DUG-Geschäftsstelle, Hauptstraße 42, 70839 Gerlingen) zum Preis von 19.80 DM zuzüglich Versandkosten.

Die Ungarn sind ein lyrisches Volk. Sie brachten stets zahlreiche Dichter, Poeten und Lyriker hervor. Wenn man jedoch einen Ungarn bittet, einen Dichter zu nennen, so erhält man vor allem eine Antwort: Petöfi.

Ist Petöfi denn der größte ungarische Dichter? In seiner sprachlichen Virtuosität, seiner Geisteshaltung, seinem Schicksal und als Verkörperung der Geschichte seines Volkes? Er ist wohl eher ein Phänomen, wie es Burn für die Schotten ist, Baudelaire für die Franzosen, Puschkin für die Russen und Goethe für die deutsche Literatur: ein Nationaldichter, der auch außerhalb der Grenzen seiner Nation als Dichter gilt.

Sándor Petöfi wurde am 1. Januar 1823 in Kiskörös in der Großen Ungarischen Tiefebene geboren. Er verlebte eine wechselvolle Jugend, wodurch er eine unregelmäßige Schulbildung erhalten hatte. Diese Lücken glich er durch großen Eifer im Lesen und im Erlernen von Sprachen aus. Zu seinen Lieblingsdichtern zählten unter anderem Schiller, Lenau und Heine. Im Jahr 1842 erschien zum ersten Mal ein Gedicht von ihm, zwei Jahre später eine erste Gedichtsammlung, die sofort außerordentlichen Beifall fand. Ab 1844 war Pest (Budapest) die Bühne seines literarischen und öffentlichen Lebens. 1847 heiratete er. 1848 trat Petöfi an die Spitze der Pester Jugend und wurde einer der geistigen Führer der Märzrevolution. Sein Gedicht "Nationallied" ist mit dem ungarischen Nationalfeiertag, dem 15. März, untrennbar verbunden. Dieses Lied, genauer gesagt, seine folklorisierte deutsche Version, wurde auch zum Marschlied der badisch-pfälzischen Revolutionäre. Bis heute ist Petöfis uneingeschränkte Verpflichtung gegenüber der Freiheit nicht in Vergessenheit geraten, sie lebt und wirkt fort: mit einem seiner Gedichte wurde 1990 das freie ungarische Parlament eröffnet, und 1989 riefen die chinesischen Studenten auf dem Pekinger Platz des Himmlischen Friedens in Sprechchören seine Zeilen über "Freiheit und Liebe".

Am ungarischen Freiheitskampf gegen die Habsburgermonarchie nahm er persönlich teil und kämpfte 1849 unter dem legendären General Bem als dessen Adjutant. Seit der Schlacht bei Segesvár (Schäßburg) am 31. Juli 1849 wurde er nie wieder gesehen und auch sein Leichnam wurde nie gefunden. Er starb auf dem Schlachtfeld, wie er es in vielen seiner Gedichte prophezeit hatte.

Petöfis Dichtung hat viele Gesichter, auch ein deutsches. Es formte sich aus der Vorstellung, die das deutsche Leserpublikum von Petöfi hatte und hat. Die zahlreichen Übersetzer und die Gesamtheit der von ihnen hervorgebrachten deutschen Fassungen von seinen Werken übermitteln ein ganz eigenes Bild von dem ungarischen Nationaldichter, der sich nach der Weltanschauung der Deutschen richtet und einen Petöfi zeigt, wie ihn die deutschen Leser sehen wollten. Unsere Gedichtsammlung will eben diesem Petöfi-Bild Rechnung tragen und stellt die beliebtesten Petöfi-Gedichte der Deutschen vor.

Die vorliegenden Gedichte sind die 61 am häufigsten ins Deutsche übertragenen Gedichte der etwa 800 lyrischen Werke Petöfis. Die Anzahl der deutschen Varianten reicht oft bis zu über 60 Übersetzungen ein- und desselben Gedichtes, nicht wenige wurden von demselben Übersetzer mehrfach ins Deutsche übertragen. Für die Anthologie wählten wir aus den verschiedenen Übersetzungen jeweils eine unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien aus: die Nähe zum Originaltext in Form, Inhalt und Stimmung, der literarische Kunstwert, sowie ein möglichst frühes Erscheinungsjahr, um Petöfis Zeit möglichst treu zu bleiben. Die einzelnen Gedichte wurden in der Reihenfolge geordnet, in der sie dem deutschen Leser begegneten, also nach dem Erscheinungsjahr der ersten deutschen Fassung. Dafür spricht auch, daß man viele Gedichte Petöfis schon zu seinen Lebzeiten in der deutschen Sprache lesen konnte.

Als Grundlage der Anthologie diente das "Archiv der deutschsprachigen Übersetzungen der Lyrik Petöfis" des Finnisch-ugrischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen. Diese Anthologie stellt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Seminars dar. Es umfaßt alle deutschsprachigen Übersetzungen - ihre Zahl beträgt etwa 23 000 -, die mühsam und akribisch zusammengesucht und archiviert wurden. Die Sammlung entstand seit dem Jahr 1987, durchgeführt, von Maria Pettrits und Norbert Lossau unter Leitung von Professor János Gyula. An der Erstellung dieses Bandes des Archivs waren Annemarie Piatek, Christine Schlosser und studentische Hilfskräfte beteiligt. Bei der Auswahl der Gedichte war Barbara Winterstein behilflich. Der Sonderforschungsbereich 309 "Die literarische Übersetzung" der Deutschen Forschungsgemeinschaft hat das Projekt jahrelang unterstützt. dug

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Praktikumsplatz vermittelt

Die DUG konnte dem 26jährigen ungarischen Kfz-Elektriker Szabolcs Ludányi aus Székesfehérvár mit Hilfe des Baden-Württembergischen Handelstages und der Zentralen Arbeitsvermittlung in Frankfurt/Main sowie der Innung des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes eine Praktikumsstelle bei einem VW/Audi-Betrieb verschaffen. Der junge Mann möchte insbesondere seine Deutschkenntnisse verbessern. Zuletzt hatte er mit Erfolg einen Intensiv-Deutschkurs in Ungarn bestanden. Unter anderem bemüht er sich um diese Deutschkenntnisse, weil auch in der ungarischen VW/Audi-Werkstätte, in der er seit über drei Jahren arbeitet, mehr als 90 Prozent der Reparaturleitfäden auf deutsch geschrieben sind. dug

 

Kleiderspende für Pécs

Im Juni sammelte Fellbach wie in den vergangenen Jahren wieder Kleiderspenden für die Partnerstadt Pécs. In den vergangenen Jahren waren jeweils etwa sieben Tonnen zusammengekommen. Mit den diesjährigen Kleiderspenden ging auch eine Sendung medizinisches Material für das Komitatskrankenhaus Baranya in Pécs mit - wir berichteten bereits darüber. Das Material hat die DUG aus Beständen der Bundeswehr erhalten. Die Transportliste umfaßte Fahrgestelle für Krankenhaustragen, Geräte- und Visitenwagen, Infusionsstände sowie Verbandsmaterial und medizinische Instrumente bis hin zu technischen Apparaten wie Inhalier- und Beatmungsgeräte sowie einen Defibrillator mit EKG. Die DUG bedankt sich auf diesem Weg bei der Stadt Fellbach, die sich bereiterklärt hatte, den Lkw aus Ungarn dafür zur Verfügung zu stellen und das Material nach Ungarn zu transportieren. dug

 

Vorstand sprach mit Palmer

Der Vorstand der DUG hat am 11. Juni ein Gespräch mit Staatsminister Dr. Christoph-E. Palmer im Stuttgarter Staatsministerium geführt, der bald darauf nach Ungarn reiste. Dabei hat Palmer betont, daß das Staatsministerium auch im Milleniumsjahr die DUG in die zahlreichen Aktivitäten mit einzubinden gedenkt. Das Gespräch mit Palmer sollte daher den Ausgangspunkt für eine künftige, intensivere Zusammenarbeit bilden.

Weitere Gesprächspunkte waren die Verleihung des Kulturpreises der DUG erstmals im Millieniumsjahr 2000. Möglicherweise zeichnet sich hier eine gemeinsame Veranstaltung mit der Landesregierung auf der Solitude ab. Im übrigen plant das Staatsministerium für den Sommer 2000 einen Partnerschaftskongreß mit den Städten und Gemeinden sowie Landkreisen, die Partnerschaften mit Ungarn haben; dieser Kongreß wird vor allem der Jugend gewidmet sein. Es wurde ferner darauf hingewiesen, daß die Donauschwäbische Kulturstiftung die Partnerstädte und -gemeinden bereits wegen der Expo 2000 in Hannover um Einladung von Jugendlichen aus ihren Partnerkommunen nach Baden-Württemberg gebeten und hierfür Zuschüsse in Aussicht gestellt hat. Die ungarische Regierung wird laut Dr. Steger voraussichtlich Mittel für die Reisekosten der Jugendlichen nach Deutschland zur Verfügung stellen. Angedacht wird auch, Jugendliche aus dritten Ländern, beispielsweise Frankreich und England mit einzubeziehen.

 

Keine Fahrt zur Buchmesse

Bitte beachten: Aufgrund des sehr geringen Interesses muß die für den 15. Oktober geplante Tagesfahrt mit dem Bus zur Frankfurter Buchmesse leider ausfallen.

 

Kulturpreis für "Neue Zeitung"

Zum sechsten Mal verleiht der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V. (VDA), der 1881 als Allgemeiner Deutscher Schulverein gegründet worden war, am 25. September seinen Kulturpreis. Preisträger in diesem Jahr sind das deutschsprachige Wochenblatt "Neue Zeitung" (Budapest), und der Dachverband der deutschen Clubs und Vereine in Australien und Neuseeland "Neue Brücke". Die Laudatio auf die "Neue Zeitung" wird der Intendant der Deutschen Welle, Dieter Weirich, halten. Johann Schuth, Chefredakteur der "Neuen Zeitung", wird in Bayreuth die Verleihungsurkunde entgegennehmen und die Laudatio erwidern. Die Verleihung wird am Samstag, 25. September, elf Uhr, im Neuen Schloß in Bayreuth stattfinden.

Nach dem Willen des Initiators und Stifters des Kulturpreises, Dr. Kurt Linster, sollen Persönlichkeiten und Organisationen geehrt werden, die sich um den Erhalt der deutschen Sprache und Kultur sowie um das Wohlergehen und den Fortbestand der deutschen Gemeinschaften im Ausland verdient gemacht haben. Der Kulturpreis 1999 ist mit je 20 000 Mark dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Johann Kroll, (Vorsitzender der "Deutschen Freundschaftskreise" Oberschlesien), Johann Wolfart, (Vorsitzender des Amtes für nationale und ethnische Minderheiten in Ungarn), das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien, die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Schulvereine und Elternschaften in Namibia oder auch das Organisationskomitee der Deutsch-Amerikanischen Steuben-Parade New York. Vorsitzender des VDA ist der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk.

 

Kleinstadt braucht Hilfe

Der Bürgermeister der ungarischen Kleinstadt Sátoraljaújhely mit rund 20 000 Einwohnern, Péter Szamosvölgyi, hat sich um Hilfe an die DUG gewandt. Den Kontakt zwischen der Ortschaft und der DUG hat DUG-Mitglied Stephanie Morvay hergestellt. In einem Schreiben listet er auf, woran es der Gemeinde besonders mangelt: für das Krankenhaus werden Artikel wie Verbandszeug und Einmalspritzen benötigt, für die Schulen Schulbänke und -tische, Geräte für Computertechnik und Hilfsmittel, die den Sprachunterricht an den Grund- und Mittelschulen unterstützen. Die Kindergärten benötigen vor allem Spielsachen. Für den Transport könnte die Stadt nach Angaben des Bürgermeisters selbst sorgen.

 

Selbstverwaltungen kooperieren

Die Zusammenarbeit der deutschen Minderheit in der Region Südpest fördern soll ein regionaler Verband Deutscher Vereine und Selbstverwaltungen. Dazu haben sich die Vertreter des 9., 10. 18. und 19. Bezirks der Hauptstadt zusammengeschlossen. Man wolle vor allem den Deutschunterricht fördern, auch für die Minderheitenabgeordneten. Ziel ist es nach Angaben der "Neuen Zeitung", daß innerhalb von fünf bis sechs Jahren auch die Ungarndeutschen ihre Sitzungen in den Selbstverwaltungen in deutscher Sprache abhalten können.

nz/npl

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Termine/Veranstaltungen

18. September 1999, 20 Uhr: Der Förderverein Opernakadamie Baden-Baden e.V. veranstaltet aus Anlaß des 10. Jahrestages der Öffnung des Eisernen Vorhangs und der Wende mehrere Gedächtniskonzerte. Schirmherrin ist Prof. Dr. Rita Süssmuth. Eines dieser Konzerte findet zum oben genannten Termin in der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart statt. Dazu wird der DUG-Vorsitzende Dr. Steger einige Worte der Erinnerung an die Ereignisse von damals sagen. Die DUG ist Mitveranstalter. Mitwirkende des Konzertes sind Elisabeth Grimm (Sopran), Silke Hartstang (Mezzosopran), Anneka Ulmer (Alt), Tobias Rapp (Tenor) und Florian Hartfiel (Bariton). An der Orgel: János Gyülvézi, Choro-Kodály, Debrecen. Die musikalische Gesamtleitung hat Stadtmusikdirektor Pal Molnar, der Leiter der städtischen Musikschule in Rastatt. Stücke von Bach, Le Beau, Kodály.

Weitere Konzerte: Bereits einen Tag vorher, am 17. September, 20 Uhr, im Kurhaus in Baden-Baden, und am 19. September, 19 Uhr, im Münster in Schwarzach.

10. Oktober, 18 Uhr: Zehn Jahre Grenzöffnung - Der Fall des Eisernen Vorhangs in Ungarn. Vortrag von Prof. Dr. László Varga, Historiker. Anschließend stellt Prof. Varga Jürgen Rahmigs erschienenes Buch "Ungarns Rückkehr nach Europa - Vom Gulaschkommunismus zu Marktwirtschaft und Demokratie" vor und führt ein Gespräch mit dem Autor. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart.

16. Oktober: Kulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Gerlingen.

12. November 1999: Sitzung des Patenschaftsrates der Stadt Gerlingen.

9. Dezember, 19 Uhr: Buchpräsentation, Lesung "Der deutsche Petöfi 61 - Gedichte". Herausgeber: Prof. Dr. Dr. h.c. János Gyula, Direktor, und die Petöfi-Gruppe des Finnisch-Ugrischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen. Der Band ist das zweite vom DUG-Verlag herausgegebene Buch. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Ungarischen Kulturinstitut.

14. bis 17. Juli 2000: Zum zehnjährigen Bestehen große Partnerschaftsfeier zwischen Wernau und Bonyhád.

(Für die Richtigkeit der Angaben, die uns zugeliefert wurden, übernimmt die DUG keine Verantwortung)

 

Seit zehn Jahren Partnerschaft Mecseknádasd-Unterensingen

Mitte Juli feierten die Gemeinden Unterensingen und Mecseknádasd in Unterensingen das zehnjährige Bestehen ihrer intensiven Partnerschaft. 126 Gäste aus der ungarischen Partnergemeinde bei Pécs waren dazu nach Baden-Württemberg gekommen. Es wurde ein buntes und abendfüllendes Programm mit Vereinen aus beiden Gemeinden veranstaltet. Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Partnerschaftsfestes, an dem Vereine und Organisationen für Unterhaltung und Beköstigung sorgten. Der ungarische Maler und Bildhauer János Ruppert zeigte im Bürgertreff eine Auswahl seiner Werke. Ruppert hatte auch die Partnerschaftsskulptur geschaffen, die in Unterensingen steht.

rs

 

Zehn Jahre deutsche Schule

In der Wirtschaftsuniversität Budapest ist im Juni 32 Abiturienten/Innen der Stiftung Deutsche Schule Budapest das deutsche und ungarische Hochschulreifezeugnis überreicht worden. Gleiches traf auf drei Absolventinnen aus dem Ungarndeutschen Bildungszentrum Baja zu. Sie hatten als externe Prüflinge am Abitur teilgenommen. Den speziellen Rahmen für die Feier bildeten das zehnjährige Bestehen der Deutschen Schule, die im Herbst 1989 aufgrund einer gemeinsamen Initiative des damaligen Ministerpräsienten Miklós Németh und Bundeskanzler Helmut Kohl eingerichtet worden war. Zu den Gründern und Trägern zählen die deutsche Bundesregierung, das Land Baden-Württemberg, die Republik Ungarn und die Selbstverwaltung von Budapest. Die Schule ist eine von 26 Begegnungsschulen in der Welt, die offiziell von Deutschland gefördert werden. Im kommenden Jahr soll mit dem 1992 im Kulturabkommen zugesicherten Bau eines geeigneten Schulgebäudes begonnen werden.

npl

 

Service/Anschriften

Namen und Anschriften des DUG-Vorstandes:

Dr. Christian O. Steger
Panoramastraße 33
70174 Stuttgart
Tel.: 0711/ 225 72 30
Fax: 0711/ 225 72 47

Thomas Bleicher
Nanetteweg 10
70839 Gerlingen
Tel.: 07156/ 43 08 44
Fax: 07156/ 43 08 40

Erika Hambel
Uhlandstraße 46
71134 Aidlingen
Tel. und Fax: 07034/ 80 28

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129/ 75 60

Albrecht Sellner
Postfach 10 04 63
70829 Gerlingen
Tel.: 07156/ 205 242
Fax: 07156/ 205 380

Doris Frank
DUG-Geschäftsstelle
Hauptstraße 42 (Rathaus)
70839 Gerlingen
Tel.: 07156/ 205 325
Fax: 07156/ 205 345
e-mail: 0711/ 36 50 207 - 0001 @t-online.de

(die Geschäftstelle ist mittwochs von 16 bis 19 Uhr besetzt)

 

Weitere wichtige Anschriften:

Kulturinstitut der Republik Ungarn
Haußmannstr. 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711/ 1648 70
Fax: 0711/ 1648 710

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest
Stefánia út 101-103
H-1440 Budapest XIV
Tel.: 0036 1 251 89 99
Fax.: 0036 1 160 19 03

Botschaft der Republik Ungarn in Deutschland
Turmstraße 30
53175 Bonn
Tel.: 0228/ 37 11 12
Fax: 0228/ 37 10 25

Außenstelle Berlin:
Unter den Linden 76
10117 Berlin
Tel.: 030/ 220 25 61
Fax.: 030/ 229 22 57

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Haußmannstraße 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711/ 238 93 20
Fax: 0711/ 238 93 22

 

Hinweise für den Veranstaltungsteil, Termine, Beiträge und Material für die DUG-Korrespondenz bitte an die DUG-Geschäftsstelle oder an:

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129/ 75 60

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Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart

- Mitteilungen und Veranstaltungen -

"Das Ungarische Kulturinstitut möchte die kulturelle Szene Ungarns in möglichst allen Bereichen und unterschiedlichsten Facetten der zeitgenössischen Kunst vorstellen und vermitteln. Dabei soll es in erster Linie um einen produktiven Dialog zwischen Ungarn und Deutschland - zwischen den beiden Kulturen und Sprachen - gehen. Insgesamt sollen weniger traditionelle An- und Einsichten zu Ungarn in den Vordergrund rücken, vielmehr sind das Kennenlernen, der Kontakt der Kunstszenen und Künstler und die gegenseitige Ergänzung gefragt. Das Programm des Institutes ist heterogen und versucht der Verschiedenheit der an uns gestellten Ansprüche gerecht zu werden. Wir richten unser Programmangebot an hier lebende Ungarn; wir möchten die Beziehung der Ungarndeutschen zur Heimat am Leben erhalten - und nicht zuletzt wollen wir immer mehr deutsche Bürger für die ungarische Kultur interessieren und gewinnen."

Vera Szolnoki (Direktorin)

 

Freitag, 17. September 1999, 19 Uhr:
Lesung. Budapest - ein literarisches Porträt. Texte von Hans Magnus Enzensberger, Franz Fühmann, Arthur Holitscher, Attila József, Dezsö Kosztolányi, Gyula Krúdy, Robert Musil u.a. Einführung: Wilhelm Droste. Musikalische Begleitung: Lajos Dudás (Klarinette), Philipp van Endert (Gitarre).
Es lesen: Edith Körber und Wilhelm Droste. Der Budapest- und Kaffeehausexperte Wilhelm Droste bietet einen Abend für Feinschmecker der Literatur und Schwärmer von Budapest.

Samstag, 18. September, 18 Uhr bis 2 Uhr morgens:
Lange Nacht der Museen. Vorschau auf die Ausstellung Bacchus/Bacchus. Malerei von György Jovián und Hans Mendler. Die Künstler sind anwesend und führen durch die Ausstellung. Es werden Faßwein und Schmalzbrot gereicht.

Montag, 20.September, 19 Uhr:
Ausstellungseröffnung Bacchus/Bacchus. Malerei von György Jovián und Hans Mendler. Einführung:Christina Ossowski, Leiterin des Kulturamtes der Stadt Leonberg. In Anwesenheit der Künstler.

Montag, 27. September, 19 Uhr:
VideoArt. Kino A Játékos (Der Spieler, 1997) 97 min. Regie: Károly Makk. In englischer Sprache mit ungarischen Untertiteln. Die auf zwei Ebenen verlaufende spannende Geschichte stellt einerseits das Leben des jungen Dostojewski, andererseits die Probleme um die Entstehung des Romans "Der Spieler" und die von Gegensätzen geprägte Beziehung zwischen dem Autor und seiner Schreibgehilfin Anna dar. Der Film spielt in den 1860er Jahren in St. Petersburg und in Baden-Baden. Eintritt: 5 Mark/ 3 Mark.

Freitag, 10. Oktober, 18 Uhr:
Zehn Jahre Grenzöffnung - Der Fall des Eisernen Vorhangs in Ungarn. Vortrag von Prof. Dr. László Varga, Historiker. Anschließend stellt Prof. Varga Jürgen Rahmigs neu erschienenes Buch "Ungarns Rückkehr nach Europa - Vom Gulaschkommunismus zu Marktwirtschaft und Demokratie" vor und führt ein Gespräch mit dem Autor. Gemeinsame Veranstaltung mit der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft.

13. bis 18. Oktober:
Frankfurter Buchmesse 1999 - Schwerpunktthema Ungarn.

Montag, 4. Oktober, 19.30 Uhr:
Musik. Drei Generationen zeitgenössischer Komponisten.Péter Eötvös präsentiert: Ensemblemusik aus Ungarn. Programm mit Gergely Vajda, László Tihany , Gergely Ittzés; László Dubrovay: Konzert für Violine;Péter Eötvös: Windsequenzen. Ort: ZKM, Kubus, 76135 Karlsruhe, Lorenzstraße 19.

Dienstag, 12. Oktober, 20 Uhr:
Lesung. Imre Kertész: Fiasko. Der Autor, 1929 in Budapest geboren, wurde 1944 nach Auschwitz deportiert und 1945 in Buchenwald befreit. In diesem Roman verarbeitet er, wie auch in den anderen Teilen der "Trilogie der Schicksallosigkeit" das Jahrhunderttrauma Auschwitz zu einem literarischen Existenzbericht. Imre Török, Vorsitzender des VS, "Verband Deutscher Schriftsteller" Baden-Württemberg, moderiert den Abend. Gemeinsame Veranstaltung mit der Stadtbücherei Stuttgart. Ort: Stadtbücherei Stuttgart, Max-Bense-Saal. Eintritt: 12 Mark/9 Mark.

Dienstag, 18. Oktober, 20 Uhr:
Lesung. László Krasznahorkai: Der Gefangene von Urga. Auf den Spuren von Marco Polo folgt László Krasznahorkais Reisender der sehnsüchtigen Sage des Abendlandes und verirrt sich in einer bizarren Chinoiserie, in der die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie verschwimmen. Moderation: Imre Török. Gemeinsame Veranstaltung mit der Stadtbücherei Stuttgart. Ort: Stadtbücherei Stuttgart, Mörike-Kabinett. Eintritt: 8 Mark/5 Mark.

Dienstag, 19. Oktober:
Ausstellung. Abschlußveranstaltung zur Frankfurter Buchmesse 1999 - Schwerpunktthema Ungarn. Buch-Kunst. Eröffnung: 18 Uhr bei Buch Julius (Charlottenstr. 12, 70182 Stg.) und 19.30 Uhr im Ungarischen Kulturinstitut. Was heißt Buch, wie lange, auf welche Weise hat das gedruckte Buch noch eine Zukunft? Wie ist die Beziehung zwischen Buch und bildender Kunst?
16 führende deutsche und ungarische Künstler äußern sich zum Thema und versuchen, im Rahmen der Ausstellungen diese Fragen zu beantworten. Anschließend: Diskussion mit den anwesenden Künstlern und Experten. Diskussionsleitung: Dr. László Beke, Generaldirektor der Kunsthalle, Budapest. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Balassi Verlag und Buchhandlung (Budapest) und Buch Julius (Stuttgart).

Mittwoch, 20.Oktober, 20 Uhr:
Lesung. Eröffnungsveranstaltung des Ungarn-Millenniums der Stadt Fellbach. Literatur aus Ungarn - Lyrik und Prosa. György Dalos, Orsolya Kalász, Pál Závada. Moderation: György Dalos. Ort: Stadtbücherei Fellbach, Berliner Platz 5.

Donnerstag, 21. Oktober, 19 Uhr:
Anläßlich des ungarischen Nationalfeiertages Festkonzert mit Jenö Jandó. Programm: Liszt: Vále d`Obermann; Liszt: Funerailles; Bartók: Suite op. 14; Bartók: Abend am Lande; Bartók: Allegro barbaro; Kodály: Marosszéker Tänze. Ort: Studio Landesbank Baden-Württemberg (nur mit Einladung!). Die Stadt Fellbach eröffnet mit dieser Lesung die bis März 2000 anhaltende Veranstaltungsreihe "Ungarn-Millennium" (Ausstellungen, Vorträge, Seminare, Konzerte und Filme).
Programm und weitere Informationen bei Stadt Fellbach-Kulturamt, Marktplatz 1, 70734 Fellbach, Tel: 0711/5851364, Fax: 0711/5851119

Mittwoch, 3. November, 10-17 Uhr:
Tag der Wissenschaft. Die seit 1970 beispielhaft zusammenarbeitende Technische Universität Budapest und Universität Karlsruhe stellen die Geschichte der Kooperation von der Zeit des Kalten Krieges bis zur Gegenwart vor. An der Veranstaltung nehmen auch wichtige Industrieunternehmen teil, die sich an der Zusammenarbeit in den bedeutendsten Studiengängen immer stärker beteiligen.

Samstag, 13. November, 19.45 Uhr:
Jazz.Ein Abend mit dem Trio Midnight. Kálmán Oláh (Piano, Komposition); Balázs Elemér (Schlagzeug); János Egri (Bass). Ihre Musik greift in erster Linie auf das "Goldene Zeitalter" des Jazz zurück und ist vom modernen Mainstream geprägt. Gleichzeitig sind da Elemente des Bibop, des Cool Jazz, des Free Jazz und der zeitgenössischen Musik des 20. Jahrhunderts wiederzufinden. Die 1990 gegründete Band nahm an zahlreichen Festivals im In- und Ausland teil und gewann unter anderem den ersten Preis des 17. "Holeiart International Europe Jazz Contest" in Belgien.
Eintritt: 12 Mark (inkl. Begrüßungstrunk). Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis 8.11.

Freitag, 19. November, 19 Uhr:
Lesung. Johannes Poethen (Stuttgart) und János Oláh (Budapest). 1997 erschien in Budapest der Band "Tenger és kövek"/ "Fragmentenauswahl" (Meer und Steine/Töredékrészletek) mit Gedichten von J. Poethen und J. Oláh. Die Übersetzungen von M. Gy. Serdián entstanden in Stuttgart, als er Stipendiat im Schriftstellerhaus war. Die Gelegenheit wird auch dazu dienen, um die ungarischen und Baden-Württembergischen Schriftstellerverbände einander vorzustellen und über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit zu sprechen. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Verband Deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Samstag, 20. November, 10 bis 17 Uhr:
Seminar Lehrerfortbildung. Thema: Umgang mit Texten, Arbeit am Text; Interkulturelle Unterschiede zwischen Ungarn und Deutschland; Bericht über die Frankfurter Buchmesse; Erfahrungsaustausch und Ideenbörse. Referent: Dr. Tiborc Fazekas, Hamburg. Teilnahmegebühr: 75 Mark (inkl. Mittagsimbiß). Anmeldung: bei Marlis Schill, 0711/ 759-00-27 oder Monika Gohl, 0711/ 759-00-42. In Zusammenarbeit mit dem Volkshochschulverband Baden-Württemberg.

Montag, 29. November, 19 Uhr:
VideoArt. KinoPresszó (Espresso, 1997) 105 min. Regie und Kamera: Tamás Sas. In ungarischer Sprache mit englischem Untertitel. Die Hauptrolle dieser Geschichte spielt ein Tisch in einem Budapester Café, an dem die Gäste ständig wechseln. Der Rhythmus des Cafés und die Kurzgeschichten, die sich vor dem Auge des Zuschauers ereignen, vermischen sich bald zu einer einzigen Erzählung. Eintritt: 5 Mark/3 Mark.

Dienstag, 30. November, 20 Uhr:
Ungarn-Millennium der Stadt Fellbach. Ungarn in Europa. Vortrag von György Konrád (Budapest/Berlin). Musikalische Umrahmung: Béla Bartók: Sonate für Violine. Solo: David Caflisch, Basel. Ort: Rathaus Fellbach, Großer Saal, Marktplatz 1.

Freitag, 3. Dezember, 19 Uhr:
Ungarn-Millennium der Stadt Fellbach. Eröffnung der Ausstellung "Zeitgenössische Kunst aus Ungarn" und Vorstellung des zur Frankfurter Buchmesse 1999 erschienenen Bandes mit 23 Künstlern. Einführung: László F. Földényi (Budapest).In Anwesenheit der Künstler. Ort: Rathaus Fellbach, Großer Saal, Marktplatz 1.

Samstag, 4. Dezember, ab 16 Uhr:
Adventsfeier mit Weihnachtsmarkt. 19 Uhr Eröffnung der Ausstellung von Sándor Kecskeméti (Bildhauerei), der Künstlergruppe DeForma (Porzellan), Lilla Visy und Ulrich Tinkl (Schmuck). 20 Uhr: Musikalische Soirée mit dem Ökrös-Ensemble. Das Ökrös-Ensemble wurde 1987 in Budapest gegründet. Es befaßt sich mit der authentischen Volksmusik des Karpatenbeckens der Ungarn, Rumänen, Zigeuner, Ruthenen und Slowaken. Die Mitglieder der Gruppe wandten sich nach dem klassischen Musikstudium zur Bauernmusik in den Dörfern. Sie spielen auf den traditionellen Instrumenten einer Bauern-Streichkapelle.
Gemeinsame Veranstaltung mit dem Freundeskreis des Ungarischen Kulturinstitutes in Stuttgart e.V.

Donnerstag, 9.Dezember, 19 Uhr:
Buchpräsentation, Lesung "Der deutsche Petöfi" 61 - Gedichte. Herausgeber: Prof. Dr. Dr. h.c. János Gyula, Direktor, und die Petöfi - Gruppe des Finnisch-Ugrischen Seminars der Georg-August-Universität Göttingen. Gemeinsame Veranstaltung mit der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft.
(Zur Zeit des Redaktionsschlusses des Herbstprogrammes noch in Vorbereitung!):

Freitag/Samstag, 10./11. Dezember, 20 Uhr:
Tanztheater. Szeged Contemporary Ballett. Das vielleicht berühmteste zeitgenössische Tanzensemble Ungarns gastierte bereits auf den bedeutendsten Bühnen der Welt. In Stuttgart werden die Stücke "Homo Ludens" (Choreographie: Tamás Juronics) und "Etienne" (Chor.: Philippe Blanchard) aufgeführt. Das Gastspiel wird im Vorfeld des Millennium-Festivals Ungarns im Mai 2000 auf dem Rotebühlplatz in Stuttgart veranstaltet. Ort:Treffpunkt Rotebühlplatz.
Weitere Veranstaltungen im Kulturinstitut:

Samstag, 2.10., 6.11., 27.11., ab 18 Uhr:
Jugendklub.

Samstag, 13.November, 17 Uhr:
Jahresversammlung des Freundeskreises des Ungarischen Kulturinstitutes in Stuttgart e.V.

 

Veranstaltungen außerhalb des Instituts:

bis 12. September
Ausstellung "Andor Weininger. Zum 100. Geburtstag" ist im Ulmer Museum geöffnet.

Im Zeichen der Frankfurter Buchmesse 1999 - Schwerpunkt Ungarn

6. bis 19. Oktober:
Ungarische Kulturtage in Heidelberg. Autorenlesungen mit Péter Nádas (7.10), László Krasznahorkai und Imre Oravecz (13.10), Péter Eszterházy (19.10), sowie Vorträge und Konzerte. Programm bitte anfordern: Initiativgruppe Ungarn c.o. Gert Schneider, Scheffelstr.7, 69120 Heidelberg, Tel.: 06221/436656 od.336010 Fax: 06221/30731714.

Donnerstag, 14. Oktober, 20 Uhr:
Eröffnung der Millenniumsfeier Ungarns in Baden Württemberg. Konzert der Ungarischer Nationalphilharmoniker. Programm: Ligeti: Lontano; Liszt: Klavierkonzert A-Dur (Solo: Dezsö Ránki). Bartók: Concerto. Dirigent: Zoltán Kocsis. Ort: Liederhalle, Stuttgart.

Samstag, 16. Oktober, 21 Uhr:
Das Muzsikás Ensemble und Márta Sebestyén. Ort: Manufaktur Jugendklub: Der Jugendklub veranstaltet einmal im Monat im Institut einen thematischen Abend. Herzlich willkommen sind alle jungen Leute, die sich für die ungarische Kultur interessieren. Nähere Informationen beim Klubleiter Péter Tamás, Tel.: 0711-2572054. Schorndorf, Im Hammerschlag 8, 73614 Schorndorf. Dienstag 10 Uhr, Grundschule Neuenhaus, 20.10. Mittwoch 10 Uhr, Grundschule Grötzingen und 17 Uhr, Stadtbücherei Aichtal. Éva Janikovszky, "Ritter des Lachordens" liest zum Frederick Tag. Sonntag, 10.10., in Frankfurt; Freitag, 15.10., in München; Samstag, 16.10., in Freiburg und Sonntag, 17.10., in Köln. Das Wunder der Muttersprache. Lesung und Gespräch mit András Sütö, (Marosvásárhely, Siebenbürgen). Gemeinsame Veranstaltung mit dem Bund Ungarischer Organisationen in Deutschland.

Samstag, 23. Oktober:
München. Klavierkonzert mit Jenö Jandó.

26. bis 28 . November:
Lajos Grendel (Preßburg, Slowakei) liest aus seinem neuesten Roman. Gemeinsame Veranstaltung mit dem Bund Ungarischer Organisationen in Deutschland.

Sonntag, 5. Dezember:
München. Konzert des Ökrös Ensembles.

 

Bibliothek und Zeitschriften-Lesesaal:
Im Institut steht Ihnen eine Bibliothek mit ausgewählter Literatur aus und über Ungarn zur Verfügung. Die Zahl unserer Bücher vermehrt sich allmählich. Unsere Bibliothekarin, Frau Dr. Judit Fodor, ist Ihnen bei der Literatursuche gerne behilflich. Im Lesesaal oder im Café können Sie die wichtigsten Tageszeitungen und Zeitschriften lesen.
Café: Im neuen Café im ersten Stock erwarten wir unsere Gäste eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen.

Sprachkurse:
Wenn Sie vor dem Urlaub stehen oder einfach durch die Sprache unsere Kultur besser kennenlernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht. Auskunft bei Frau Dr. Fodor, Tel.: 0711-164870.

Sprachstammtisch:
Regelmäßig wird im Institut ein Stammtisch in ungarischer Sprache abgehalten. Zu diesem Stammtisch sind alle eingeladen, die die Chance wahrnehmen möchten, ihre Sprachkenntnisse zu pflegen und zu vertiefen. Auskunft bei Frau Fodor, Tel.: 0711-164870.

Öffnungszeiten Kulturinstitut:
Werktags von 10 bis 17 Uhr. Ausstellungssaal, Bibliothek und Lesesaal: werktags von 13 bis 17 Uhr. Café: eine Stunde vor der Veranstaltung.
(Programmänderungen vorbehalten. Wenn Ort der Veranstaltung nicht angegeben, findet sie im Kulturinstitut statt.)

Sonstiges:
Ungarische Schüler und Schülerinnen suchen wegen Sprachübung Partner. Sinn der Kontakte sind gegenseitige Besuche (Austausch). Wir vermitteln gerne!

 

Schauspielhaus gab "Feuergesicht"

Das Hamburger Schauspielhaus gastierte im Rahmen des Festivals Zeitgenössischer Dramatik Budapest Anfang Mai erstmals in Ungarn. Aufgeführt wurde das Stück "Feuergesicht", für das der junge Dramatiker Marius von Mayenburg, ein Geheimtip der deutschen Theaterszene, den Kleist-Preis erhalten hatte. In dem Stück geht es um Haß, Liebe, Rache, Sehnsucht und Wahnsinn. Aus diesem archaischen Katalog der Leidenschaften bediente sich Mayenburg, dessen Stück Thomas Ostermeier in einer furiosen Inszenierung herausgebracht hatte. Das Gastspiel in Ungarn wurde von der Hamburger Kulturbehörde, dem Bundesaußenministerium im Rahmen der deutschen EU-Präsidentschaft und vom Goethe-Institut in Budapest unterstützt. Die Aufführungen im Merlin-Theater wurden synchron ins Ungarische übersetzt.

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Deutsche Polizisten in Ungarn

Zwei deutsche Polizisten aus Baden-Württemberg leisten seit Juli Amtshilfe in Ungarn. Sie sind im Komitat Fejer südwestlich von Budapest beschäftigt. Dort kümmern sie sich zur Unterstützung der ungarischen Kollegen um deutsche Urlauber, die sich in Schwierigkeiten befinden. Dafür werden im kommenden Jahr ungarische Polizeibeamte in Baden-Württemberg ihren deutschen Kollegen über die Schultern schauen. Den Einsatz von zwei "Urlauber-Polizisten" hatten der Stuttgarter Innenminister Thomas Schäuble und sein ungarischer Amtskollege Pintér vereinbart. Von September an werden außerdem Polizisten aus dem "Ländle" ungarische Kollegen in Seminaren in die gültigen Standards der Europäischen Union in die Kriminalitätsbekämpfung einweisen.

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Deutsches Theater im Ausland

Um deutsches Theater im Ausland ging es auf einer wissenschaftlichen Tagung des Institutes für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde Tübingen und der Thalia Germanica. Schirmherr der Veranstaltung in Tübingen war der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Erwin Teufel. In einer Fülle von Vorträgen beleuchteten die Redner die Funktionsweisen deutschsprachigen Theaters im 18. und 19. Jahrhunderts. Weitere Themen der viertägigen Veranstaltung waren Commedia dell'arte aus Böhmen und das Theater in Riga, Albonico Rollands Ballett-Inszenierungen in Regensburg und Prag sowie das Adelstheater in Oberungarn und die Bedeutung des Adels für die Entstehung der Stadttheater an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.
Andere Themenkomplexe befaßten sich mit dem deutschen Stadttheater vom Ende des 18. Jahrhunderts bis 1918, mit dem deutschen Minderheitentheater und seinen Funktionsformen von 1918 bis 1950 und den Perspektiven deutschsprachiger Theatertätigkeit in Europa und in Übersee. András Frigyesi aus Budapest zeigte am Beispiel des Deutschen Theaters in Budapest, der Deutschen Bühne Szekszárd, Wege und Irrwege eines Minderheitentheaters auf.

dglt

Technologietransfer nach Ungarn

Seit über einem Jahr transferiert die ATV (Vereinigung für Abwasser, Abfall und Gewässerschutz) Wissen und Technologie im Bereich Abwasser- und Abfalltechnik, gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), verstärkt nach Ungarn, Tschechien und Polen. Die ATV mit Sitz in Hennef ist nach eigenen Angaben der größte technisch-wissenschaftliche Verband in seinem Fach in Europa. Den Rahmen der Zusammenarbeit bilden Freundschaftsverträge mit den Organisationen der Abwasser- und Abfallexperten in den drei Ländern.
Im Zuge des Projekts erhalten beispielsweise von den Partnerverbänden ausgesuchte Hochschulen und Behörden regelmäßig die angesehene Fachzeitschrift der ATV, die "Korrespondenz Abwasser". Wegweisende Artikel daraus werden in die drei Sprachen übersetzt und in den Fachzeitschriften der Partnerverbände veröffentlicht. Das ATV-Regelwerk Abwasser-Abfall, die in Deutschland allgemein akzeptierte Unterlage für Planung, Bau und Betrieb von Abwasseranlagen und kommentierende Erläuterungen werden ebenfalls übersetzt. Es gibt gemeinsame Tagungen und einwöchige Exkursionen deutscher Experten nach Polen, Ungarn und Tschechien. Im Gegenzug kommen Studenten und junge Ingenieure aus den drei Ländern zu dreimonatigen Aufenthalten mit umfangreichem Ausbildungs- und Besichtigungsprogramm nach Deutschland.

atv

Rabatt mit Ungarn-Card

Wer 32 Mark für eine Ungarn-Card investiert, die es in Ungarn an Tankstellen, Bahnhöfen, am Flughafen und in Tourinform-Büros gibt, erhält dafür in rund 1 000 Unterkünften, Museen, Gaststätten, für Tickets für Busse und Bahnen und bei kulturellen Veranstaltungen bis zu 50 Prozent Ermäßigung. In einer Broschüre sind sämtliche Partner der Card aufgelistet. Die ständig aktualisierte Liste ist aber auch im Internet unter www.hotelinfo.hu. abrufbar.

sa

Theaterträume 99 - Nix ohne uns

Unter dem Motto "Nix ohne uns" stand dieses Jahr das Kinder- und Jugendjahr 1999 der KulturRegion Stuttgart. Mitte Juli fand in der Ludwigsburger Karlskaserne die Abschlußveranstaltung des Schultheaterprojekts "Theaterträume 99" statt. 21 Städte und Gemeinden machten bei dem Theaterprojekt mit. Über 50 Schultheatergruppen haben seit Mai eigene Inszenierungen auf die Bühne gebracht. Dabei hat die Gemeinde Ditzingen als einzige Kommune ihre Partnerstadt Gyula in Ungarn in das Projekt mit eingebunden. Das Ferenc-Erkel-Gymnasium hatte daraufhin in deutscher Sprache das Stück "Wiener Expreß" einstudiert, das den Alltag in Ungarn in den 50er und 60er Jahren zeigt. Das Beispiel der Stadt Ditzingen könnte wegen des großen Erfolgs in Zukunft im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen.

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Schulpartnerschaft mit Ugod

Die Lindenhofschule Herrlingen verbindet seit Mai eine Schulpartnerschaft mit der Gesamtschule im ungarischen Ugod. Der Kontakt zwischen beiden Schulen hatte mit Briefen zwischen einzelnen Schülern und den Klassen begonnen. Dann hat das Lehrerkollegium laut Hans-Karl Mack, dem Direktor der Lindenhofschule, vorgeschlagen, mit der Gesamtschule in Ugod doch eine Schulpartnerschaft zu gründen.
Schnell war bei einem Besuch in Ungarn alles perfekt gemacht worden. Im Juli fand bereits der erste Schüleraustausch statt. Ende September/Anfang Oktober werden deutsche Schüler/innen zum Gegenbesuch nach Ugod reisen.

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Kinderrutschen für Tata

Die Stadt Gerlingen bedachte die Jüngsten in der Partnerstadt Tata mit zwei Kinderrutschen. Schon im vergangenen Jahr war die Freude in Tata groß gewesen, als Gerlingen bei der Einrichtung eines neuen Kindergartens mit Möbeln, Spielzeug und einer Geldspende geholfen hatte.

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