Logo Deutsch-Ungarische Gesellschaft
Startseite Ungarisches Kulturinstitut Die Ziele Mitglieder Mittel und Wege Termine DUG - Forum Kontakt Links Zeitschrift
 Deutsch-Ungarische Korrespondenz, April 2000:

Inhalt

Umweltkatastrophe an Theiss und Donau
Studienreise nach Siebenbürgen/Banat
Vortrags-Fortsetzungsreihe: Sowjetisierung stiess in Ungarn auf breiten Widerstand
DUG-Nachrichten
Termine/Veranstaltungen
Mitteilungen/Termine des Kulturinstituts
Bücher des DUG-Verlages
Service/Anschriften

 
Herausgeber:
Deutsch-Ungarische Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Sitz Stuttgart.
Geschäftsstelle:
Hauptstraße (Rathaus)
70839 Gerlingen
Telefon: 07156/205-325
Fax: 07156/205-345
Verantw. Redaktion: Jürgen Rahmig

3. Jahrgang/ 1. Ausgabe 2000/ Nr. 6







Unterstützung für Ungarns Weg in die EU

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Schäuble: Sicherheitsgefälle vermeiden

Baden-Württemberg wird Ungarn dabei unterstützen, auf dem Weg zur Mitgliedschaft in die Europäische Union die europäischen Sicherheitsstandards zu erreichen. Parallel dazu drängt das Land darauf, diese Standards auszubauen und besonders die grenzüberschreitende und internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden zu verbessern. "Eine Erweiterung der EU ist nicht nur ein politischer Auftrag sondern auch die Chance, zur Festigung von Frieden, Freiheit, Sicherheit und Stabilität in Europa beizutragen. Dabei darf es aber keine Risiken für die Innere Sicherheit geben", sagte Innenminister Dr. Thomas Schäuble bei einem Treffen mit dem Innenminister Ungarns, Dr. Sándor Pintér, am 8. Dezember 1999 in Brüssel. Schäuble weiter: "Ungarn hat vor zehn Jahren Tausenden deutschen Mitbürgern den Weg in den freien Westen geebnet und sich für eine parlamentarische Demokratie entschieden. Ich begrüße die Bereitschaft der europäischen Staatengemeinschaft, Ungarn in ihren Kreis aufzunehmen. Baden-Württemberg unterstützt Ungarn seit vielen Jahren, und wir sind gerne bereit, diese Unterstützung im gegenseitigen Interesse weiter auszubauen."

Schäuble hatte zuvor bei dem in der EU-Kommission für Justiz und Inneres zuständigen Generaldirektor John Adrian Fortescue die Forderung des Landes unterstrichen, die Sicherheitskooperation in der EU auszubauen. Pintér und Schäuble, die auf der gemeinsamen Veranstaltung "Partnerschaft Baden-Württemberg - Ungarn, Wege zur Heranführung an den EU-Acquis im Bereich Inneres" im Brüsseler Informationsbüro des Landes Baden-Württemberg bei der EU nochmals zusammentrafen, betonten ihre enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auch auf polizeilichem Gebiet. "Die Kooperation ist - neben der Schweiz - so eng wie mit keinem anderen Staat außerhalb der EU und hat sich seit vielen Jahren bewährt", meinte Schäuble und verwies beispielhaft auf die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität - etwa beim Menschenhandel oder Rauschgiftschmuggel - und auf gemeinsame Projekte bei der Aus- und Fortbildung der Polizeibeamten. Die Zusammenarbeit soll fortgesetzt und vertieft werden.

Baden-Württemberg veranstaltet im Rahmen des Phare-Programmes der EU eine Reihe von Seminaren in Ungarn, um ungarischen Polizeibeamten die speziellen Methoden und Erfahrungen bei der Bekämpfung grenzüberschreitender und organisierter Kriminalität zu vermitteln. Anschließend seien Hospitationsaufenthalte bei der Polizei in Baden-Württemberg vorgesehen, um hier hautnah die praktische Polizeiarbeit kennen zu lernen. Zudem werde das Land in Ungarn eine Schulung über die Inhalte des Schengener Durchführungsübereinkommens organisieren. Dabei gehe es beispielsweise um den internationalen polizeilichen Informationsaustausch oder die grenzüberschreitende Observation von Tatverdächtigen. Ungarn verfüge bereits über eine modern organisierte, leistungsfähige Polizei, betonte Schäuble. Deshalb könnten die Fortbildungen auf einer guten Basis aufbauen. "Die Beitrittsländer brauchen die Unterstützung der EU und ihrer derzeitigen Mitgliedsstaaten, um ihre Pflicht zu erfüllen, uneingeschränkte Mitverantwortung für die Gemeinschaft als Ganzes zu übernehmen. Und dabei unterstützt Baden-Württemberg Ungarn weiterhin gerne", so Schäuble.

imin

 

Budapest an dritter Stelle

Budapest liegt nach einer im Fortune-Magazin veröffentlichten Erhebung der Firma Arthur Andersen gleich hinter London und Amsterdam und noch vor München und Stockholm an dritter Stelle in der Rangliste der europäischen Geschäftsleute. Dabei ging es vor allem darum, das geschäftliche Umfeld zu bewerten. Für Budapest sprechen vor allem die niedrigen Kosten von Geschäftstätigkeit, das bedeutende Wachstum des Bruttoinlandsprodukts und die Anziehungskraft der ungarischen Hauptstadt als Wohnort.

nz/npl

 

Von der Legende zur Reliquie

Die Ungarn und ihre heilige Krone - Kritik am Umzug ins Budapester Parlament

Von Jürgen Rahmig

Die ungarische Krone ist nicht einfach nur ein wertvolles Museumsstück - nein, in Ungarn gilt die Stephanskrone, die Heilige Krone, geradezu als Reliquie. In diesem Jahr feiert Ungarn seine Staatsgründung vor 1 000 Jahren durch Stephan I., den später heilig gesprochenen, ersten ungarischen König. Mit der Stephanskrone verbinden sich also 1 000 Jahre ungarische Geschichte, obwohl inzwischen klar ist, dass die Heilige Krone in Wahrheit nicht aus dem Jahr 1 000 stammt, sondern aus der Zeit danach und aus zwei Teilen zusammengesetzt ist. Doch in diesem Fall hält man sich gerne an die Legende. Die Krone ist Symbol für die Staatsgründung Ungarns und überhaupt für Ungarn selbst. Und so wie die Ungarn und ihre Nation hat auch die Krone mit dem schiefen Kreuz obendrauf in den vergangenen Jahrhunderten viele Höhen und Tiefen erlebt.

Vorerst letzter Akt war am ersten Tag des neuen Jahres der pompöse Umzug der Stephanskrone aus dem Ungarischen Nationalmuseum ins Parlament. Der Grund: Ungarn feiert das tausendjährige Bestehen des Staates. In einem gepanzerten Fahrzeug und hinter schusssicherem Glas wurde die Krone unter den Augen von zahlreichen Schaulustigen und begleitet von 21 Schuss Salut zum Parlamentsgebäude gefahren. Während der Tausendjahr-Feiern der Staatsgründung wird sie dort ausgestellt - zusammen mit Reichsapfel, Zepter und Schwert.

Dem Umzug der Krone war ein politischer Streit vorausgegangen, der zeigt, wie politische sensibel die Ungarn inzwischen reagieren - manche meinen, zu sensibel. Etliche Abgeordnete nahmen Anstoß daran, dass die Krone als ungarisches Nationalsymbol durch die Präsentation im Parlamentsbau an der Donau mit neu belebtem Nationalismus missverstanden werden könnte. Aus diesem Grund hat Ungarns Staatspräsident Árpád Göncz bei den Feierlichkeiten noch einmal klargestellt, dass die Krone als eine Verkörperung der verfassungsmäßigen Macht zu verstehen sei. Für Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Órban ist sie auch Symbol für den Eintritt des Landes nach Europa.

In einem speziellen Gesetz über die Heilige Krone hat oppositionellen Abgeordneten vor allem der Satz missfallen, die Heilige Krone verkörpere auch heute noch die Einheit des ungarischen Staates. Damit wären unausgesprochen auch jene Ungarn gemeint, die außerhalb des Landes leben, also vor allem in Rumänien und in der Slowakei. Die beanstandeten Sätze wurden dann zwar gestrichen, aber in seiner Ansprache zum 1. Januar 2000 wies Regierungschef Órban eigens nochmals darauf hin, dass die Krone als Ausdruck für die nationale Einheit und folglich das gemeinsame Vermächtnis zu verstehen sei. Die Stephanskrone gehöre auch den Ungarn jenseits der ungarischen Staatsgrenzen. "Die Nation", so Órban pathetisch, "bleibt eine Nation, wo auch immer die Grenzen gezogen werden".

Zu Weihnachten des Jahres 1000 wurde Stephan I. in Gran, dem heutigen Esztergom, zum ersten ungarischen König gekrönt. Die Krone dazu hatte "Intellektuellenpapst" Papst Sylvester II. zugesandt. Mit der Königskrönung wurde Ungarn sozusagen auch offiziell in den westlichen, christlichen Kulturkreis aufgenommen. Herrscher wie Volk wurden römisch-katholisch, der Staat nach westlichem Vorbild gestaltet (noch heute sind 64 Prozent der Ungarn katholisch). Damit hatte Stephan I. vor allem eines erreicht: er bewahrte Ungarn die kirchliche Unabhängigkeit vom römisch-deutschen Reich. Die ungarische Kirchenorganisation war Rom und dem Papst direkt unterstellt. Die Anerkennung des ungarischen Herrschertums durch den Papst führte dazu, dass Ungarn zu einem völlig selbstständigen Königreich wurde - unabhängig auch vom deutschen Kaiser.

Dem Deutschen Reich, seinem Staat und seinen Leuten galt jedoch Stephans Bewunderung - und das nicht nur deshalb, weil er 996 die bayerische Prinzessin Gisela heiratete, die Schwester des späteren deutschen Kaisers Heinrich II: Stephan setzte unter anderem die fränkische Grafschaftsverfassung in Ungarn durch und holte deutsche Handwerker und Missionare ins Land.

Ein ungarischer König, der nicht mit der heiligen Krone gekrönt wurde, war nie völlig anerkannt. Während das Aufsetzen der Königskrone woanders rein symbolische Bedeutung hatte und Salbung und Segen das Wesentliche der Königskrönung waren, war es in Ungarn das Aufsetzen der Stephanskrone selbst. Das hatte auch Ungarns wohl populärster König Matthias am eigenen Leib erfahren; erst die Krönung selbst machte ihn auch in den Augen des Adels zum "richtigen" König.

Die Krone wurde im Laufe der Jahrhunderte gestohlen, versteckt, außer Landes gebracht, zurückgekauft, vergraben und wieder entdeckt. Der Symbolkraft der Krone konnte sich selbst der faschistische Pfeilkreuzlerführer Szálasi nicht entziehen. Als er im Herbst 1944 Reichsverweser Horthy die Macht entriß, legte er seinen Eid auf die Krone ab. Auf seiner Flucht Anfang 1945 vergrub er die Krone bei Salzburg, wo sie in die Hände der Amerikaner geraten und schließlich in die USA gelangt war. Erst 1978 gaben die USA die Krone an Ungarn zurück.

 

Relativ geringes Echo aus Ungarn

Die Regierungsbildung in Österreich und die Beteiligung der Partei FPÖ des Rechtspopulisten Jörg Haider an der neuen österreichischen Regierung unter ÖVP-Chef und Ministerpräsident Wolfgang Schüssel hat in Ungarn ein - im Vergleich zu anderen europäischen Staaten - relativ gemäßigtes Echo hervorgerufen. In Budapest gab man sich zurückhaltend und abwartend. Ungarns Ministerpräsident Viktor Órban hielt sich auch in Bewertungen der Reaktion der Europäischen Union in Brüssel auf die neue Regierung in Wien zurück. Er könne nicht sagen, ob die EU oder irgend jemand das Recht habe, die Wahlentscheidung der Österreicher außer Acht zu lassen und den Kreis der Parteien, die eine Regierung bilden können, einzugrenzen.

Der ungarische Außenminister János Martonyi sagte, während des Wahlkampfes seien manche Äußerungen Haiders mit Besorgnis aufgenommen worden, doch habe dieser sich seitdem den europäischen Werten verpflichtet. Die FPÖ wolle auch die EU-Aufnahme der Nachbarländer nicht blockieren. Ungarns weitere Schritte gegenüber Österreich hingen von den dortigen Entwicklungen ab, von den Handlungen der neuen Regierung in Wien und von dem Regierungsprogramm. Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Parlaments, István Szent-Iványi, kritisierte allerdings die Haltung der Regierung in Budapest. Dadurch entferne man sich von der EU. Der Oppositionspolitiker befürchtete, dass eine solche Politik eine Ermunterung für rechtsradikale Kräfte in Ungarn und in andere Ländern sein könne.

npl/jr

 

Neue Rettungsstation in Buda

Vollständig von der HypoVereinsbank Hungária Kft. finanziert wird eine neue Rettungsstation in Buda. Die Kosten des Baus werden mit rund 200 Millionen Forint veranschlagt. Die Station wird sowohl für den Budapester Rettungsdienst als auch für die Sport-Universität von Bedeutung sein. Die bisherige Station war auf dem Gelände des Landesinstututs für Sportmedizin in einen unzweckmäßigen alten Gebäude untergebracht. Die Technische Ausrüstung war ungenügend. Neben dem Bereitschaftsdienst wird die neue Rettungsstation Möglichkeiten für ambulante Behandlung und Ausbildung des Personals bieten. Die Rettungsstation, so die Budapester Pläne, sollte im Rahmen der Entwicklung dieses Stadtbezirks und des Sportmedizinischen Instituts verlegt und dafür ein geeignetes Gebäude gefunden werden. Im Rahmen der Vereinbarung mit der Staatlichen Vermögensverwaltung erwirbt die HypoVereinsbank auf dem Areal der Universität Grund und Boden, wo die neue Zentrale des Bankhauses und seiner Tochterunternehmen errichtet werden soll.

npl

 

 

Zu den aktuellen Themen:

 

Umweltkatastrophe an Theiß und Donau

top

Cyanid und Schwermetalle aus rumänischer Goldmine vergiften Flußsystem

Rumäniens Umweltminister Romica Tomescu hat rund zwei Wochen, nachdem aus der Goldmine Aurul im rumänischen Baia Mare hochgiftige Cyanid-Lauge über einen Nebenfluß in die Theiß gelangt ist, sein Bedauern über den Unfall geäußert. Sein Land habe zu keinem Zeitpunkt das Ausmaß des Schadens herunter spielen wollen. Nach Angaben aus Brüssel waren rund 10 000 Kubikmeter Lauge ausgelaufen. Die Giftkonzentration überschritt die Höchstwerte um ein Hundertfaches.

EU-Kommisarin Margot Wallstroem forderte die Bildung einer internationalen Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Schäden dieser Umweltkatastrophe. Aufgabe sei eine Bestandsaufnahme der entstandenen Schäden und deren Eindämmung, sagte sie bei einer Besichtigung der verseuchten Theiß in Szolnok, der Partnerstadt von Reutlingen. Die EU stellte den Beitrittskandidaten Ungarn und Rumänien sowie Jugoslawien finanzielle Hilfen in Aussicht. Wallstroem sagte außerdem, es bestehe Einigkeit darüber, dass der Verursacher der Vergiftung für den Schaden aufkommen müsse.

Die die Flußläufe hinunterspülende Giftwelle hat das Leben in Theiß und Donau sowie in kleineren Nebenflüssen nach Einschätzung vom Umweltexperten auf Jahre hinaus zerstört. Auch Wildtiere wurden getötet, die vermutlich von dem Wasser getrunken hatten. Es werde Jahre dauern, bis das Ökosystem der Flüsse sich von dieser Katastrophe wieder erhole. Die Vergiftung falle in die Laichzeit vieler Fischarten. Die Fachleute hoffen, dass sich die Lauge bis zur Rückkehr in ihr Ausgangsland über die Donau so weit verdünnt hat, dass keine Zerstörung des Donau-Deltas im Osten von Rumänien an der Mündung ins Schwarze Meer droht.

Von Szolnok aus war die EU-Kommissarin weiter nach Baia Mare (Neustadt) geflogen, wo ein Dammbruch in der Goldmine Aurul die Katastrophe eingeleitet hatte. Ungarns Umweltminister Pál Pepo sagte in Szolnok, ersten Schätzungen zufolge seien in Ungarn 100 Tonnen Fisch verendet. Inzischen ist jedoch von 500 Tonnen die Rede. Auch in Bulgarien sind tote Fische angeschwemmt worden.

Der australische Minenbetreiber Esmeralda, der zusammen mit Rumänien die Goldmine betreibt, hat sich unterdessen gegen voreilige Beschuldigungen zur Wehr gesetzt. Es gebe keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Unfall in der Mine und der Giftwelle, so der Vorsitzende des Unternehmens, Brett Montgomery, in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Geschehnisse in der Mine müssten erst einmal untersucht werden. Unterdessen kündigten die ungarische Regierung und Belgrad Klagen gegen die Minenbetreiber an.

Die Region von Baia Mare gilt ohnehin als ein umweltpolitisches Sorgenkind in Rumänien. Jahrhunderte langer Bergbau und zwei Chemiewerke haben Land, Luft und Wasser in der Region verschmutzt. Ein Drittel der Bevölkerung von Baia Mare leidet an der Bleikrankheit, die durch Bleistaub aus den Schornsteinen des Blei-Werks "Romplumb" und Schwefeldioxid aus dem Werk "Phoenix" ausgelöst wird. Die Menschen der Region fühlen sich - zumal nach der jüngsten Umweltkatastrophe - verraten und verkauft. Im Volksmund nennen sie die Goldmine "Aurul" die "Todesmaschine". Während die Bauern der Gegend sagen, es hätten sich allein im vergangenen Herbst drei Cyanid-Unfälle ereignet, geben die Behörden nur zu, dass am 21. September Gift ausgelaufen sei.

ap/jr

Die DUG ruft im Zusammenhang mit der Umweltkatastrophe zu Spenden für die geschädigten Familien von Theiß-Fischern auf, die das Unglück besonders hart trifft.
Bitte spenden Sie unter dem Stichwort "Theiß und Donau" auf das Konto:
1 268 676 bei der Landesgirokasse BLZ 600 501 01.

 

 

Siebenbürgen historisch-alt, das Banat dynamisch-jung

top

Bericht über eine Studienreise nach Rumänien im Oktober 1998

Von András Balogh (Budapest)

 

Das Germanistische Institut der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) in Budapest hat 1995 einen neuen Studiengang mit dem Ziel ins Leben gerufen, Deutschlehrer für die Gymnasien der ungarndeutschen Minderheit auszubilden. Bislang absolvierten nämlich die Deutschlehrer, die Deutsch als Muttersprache in Nationalitätenschulen und -Gymnasien unterrichteten, eine ganz gewöhnliche Germanistikausbildung, die die Deutschlehrer traditionell nur für die Arbeit in einer ungarischen Schule vorbereitete. So hat sich im Laufe der Jahre ein Defizit in der Arbeit der Lehrer gezeigt, die in den Nationalitätenschulen eingesetzt worden sind.

Dadurch, dass ihnen an der Universität die Sprach- und Literaturgeschichte der Ungarndeutschen und der Deutschen aus dem Karpatenbecken sowie die Geschichte der deutschen Minderheit nicht vermittelt wurde, geschweige denn Kenntnisse in den verschiedenen Mundarten, konnten diese Lehrer diese Kenntnisse nicht adäquat weitergeben. Trotz ihres guten Willens - alle haben sich weitergebildet - waren diese Kenntnisse und Fächer nicht gut genug an die Schüler weitergegeben worden. Die ELTE hat zur Behebung dieses Problems ein Konzept und ein Programm entwickelt, woran bereits zwei Dutzend Studenten teilnehmen. Die ersten Ergebnisse zeigten sich bereits: die Studenten verfaßten wissenschaftliche Arbeiten, nahmen Kontakt mit den Schulen auf, wo sie einmal ihr Abitur gemacht haben, um dort die Arbeit zu intensivieren: es ist auch ein Nachwuchs für die Presse da. Um die Qualität des Minderheitenprogramms zu heben, den Studenten eine Vergleichbasis zu vermitteln, wie die Situation der deutschen Minderheiten in den Nachbarländern ist und um einen ersten Kontakt mit Universitäten aufzunehmen, wo ebenfalls Nationalitätenlehrer ausgebildet werden und wo die Kultur der Nationalität erforscht wird, hatte das Germanistische Institut eine Studienreise nach Rumänien geplant.

Die Reise war im Unterrichtsbetrieb sorgfältig geplant worden. Im Fach Landeskunde wurde die Geschichte der Siebenbürger Sachsen und der Banater Schwaben mit Akzent unterrichtet (Dezsõ Szabó übernahm diese Aufgabe), die sprachlichen Besonderheiten wurden von Maria Erb und Elisabeth Knipf behandelt und die Vorlesung zur Geschichte des deutschen Schrifttums in Ungarn wurde zunächst auf alle deutschen Minderheiten im Karpatenbecken ausgedehnt (Balogh). An den Vorbereitungen wurden auch Doktoranden der Universität beteiligt, die ungarndeutsche Themen bearbeiten (Szabolcs Boronkai, Rozália Bódy-Márkus) und diese im Kontext der Identität der Deutschen aus dem Karpatenbecken behandelten.

In die Vorbereitungen wurden auch die Studenten einbezogen: Sie sollten zu den einzelnen Etappen der Reise Kleinreferate fertigstellen, die sie dann an Ort und Stelle quasi als Fremdenführer präsentierten. Diese Arbeitsmethode brachte gute Ergebnisse, denn alle Führungen und historisch-geografische Darstellungen sind gut gelungen. Theorie und Praxis wurden ideal verbunden - und damit lohnte sich der Arbeitsaufwand, den die Studenten nach den Prüfungen auf Kosten ihrer Sommerferien geleistet haben.

Die Reise war für eine knappe Woche geplant. Am 1. Oktober 1998 abgereist, war unser Ziel zunächst Großwardein. In dieser Stadt gibt es zwar kaum Spuren der deutschen Kultur, aber den Bischofspalast und das Ady-Haus konnten wir nicht verpassen. In einem ungarischen Dorf bei Klausenburg untergebracht, konnten wir in das bäuerliche Leben hineinschnuppern, aber das richtige Erlebnis war dann Klausenburg am nächsten Tag. Das Referat über die deutschen Kulturdenkmälern, gehalten von der Studentin Timea Gudenus, ergänzte den Fremdenführer, und so bekamen wir ein detailliertes Bild über die Multikulturalität der Stadt.

Dieser Eindruck wurde am Nachmittag noch weiter vertieft, als wir an die Universität Babes-Bolyai eingeladen waren. Die Dozenten und Studenten der germanistischen Abteilung stellten sich und ihre Forschungsinteressen vor. Die Studenten und Dozenten aus Budapest sprachen über die Forschungsvorhaben in Budapest, woran sich eine rege Diskussion über das Minderheitendasein und über die Möglichkeiten der kulturellen Entfaltung der Minderheiten entfachte. Als Fazit kann man behaupten, dass das Interesse für die Kultur der deutschen Minderheit in Rumänien trotz des Schrumpfens der Zahl der Minderheit nicht geringer geworden ist und das Kenntnisniveau auch nicht nachgelassen hat. Es gibt immer mehr Rumänen und Ungarn, die die deutsche Kultur erforschen, und so entsteht eine kulturelle Zusammenarbeit, die völkerübergreifend die Vision einer friedlichen Zukunft entstehen läßt.

Die Ängste vom Anfang der 90er Jahre, als die Mehrheit der Deutschen Rumänien verlassen hatte, dass die deutsche Kultur spurlos verschwinden wird, ist nicht Realität geworden: die ganz wenig Zurückgebliebenen können mit der Hilfe der Ausgewanderten die Kultur weiter betreiben und einen Dialog mit der ungarischen Minderheit, aber selbstverständlich auch mit der rumänischen Mehrheit fruchtbringend weiter führen. Das ist eine Ermunterung für die deutsche Minderheit in Ungarn.

Ein kurzer Besuch im Ortssitz des Forums der Deutschen aus Rumänien bot uns einen Überblick über die politische Lage in Rumänien. Die dort gesammelten Informationen erwiesen sich als gutes Pendant zur wissenschaftlichen Diskussion, die wir an der Universität führten, denn die negativen Ereignisse der Politik wurden von den Vertretern der Forums nicht verschwiegen.

Die Reise war mit der Ankunft im Sachsenland in ihre "historische" Etappe eingetreten, denn die Teilnehmer besuchten vor allem solche Bauten (Kirchen, Wehrburgen), die die Geschichte der Nationalität widergeben. Gute Führungen, anregende Gespräche mit den Einwohnern und das schöne Wetter machten Birthälm, Mediasch, Schäßburg, Honigberg, Tartlau, Kronstadt und nicht zuletzt Hermannstadt zu einem wahren Erlebnis für uns. Am längsten waren wir in Hermannstadt unterwegs, wo wir von zwei jungen Mitarbeitern des Germanistischen Instituts begleitet wurden. Es war auf erstem Blick zu bemerken, dass diese Stadt zu einem wichtigen regionalen Kulturzentrum emporgestiegen ist: durch die Universität und durch die Hermannstädter Abteilung der Rumänischen Akademie der Wissenschaften zieht die Stadt Wissenschaftler und Künstler an. Aus dem reichen Angebot der Stadt wählten wir eine Lesung von Joachim Wittstock: Wittstock ist ein traditionell geschulter Prosaautor, ein poeta doctus, der sich in der Weltliteratur und in der Kultur und Literatur der Siebenbürgischen Völkerschaften bestens auskennt. Die Auswahl der Texte, die er uns aus seinem letzten Band vorlas, spiegelte sein siebenbürgisches Interesse wider, ging es ja um das Wesen der hier beheimateten Völker. Geschichte und Kulturtradition, persönliches Schicksal und Determinismus, nationale Belange und allgemein menschliche Humanität waren die Ideen, welche von Wittstock thematisiert wurden: wir dürfen wohl sagen, diese Lesung war der Höhepunkt der Studienreise.

Wir haben auch andere Kostbarkeiten genießen können. In Kronstadt lernten wir beispielsweise Carmen Puchianu kennen, die Vertreterin einer jungen Autorengeneration, die eine Märchenwelt mit den modernen Erzähltechniken zu vereinen versucht. Ihre Texte wirkten tief auf die Studenten aus Budapest.

Das Banat war das nächste Erlebnis. Siebenbürgen wirkte historisch und alt, das Banat dagegen jung und dynamisch. In Siebenbürgen spürte man überall einen Hauch von Konservatismus, Temeswar und das Banat wirkten liberal und frei von allen Befangenheiten. Siebenbürgen - die Landschaft ist von Hügeln und Bergen bestimmt - schien immer eng zu sein, das Banat dagegen wirkte weit, man fühlte sich einfach freier. Die Studenten der Universität, die wir kennenlernen durften, waren auch viel unbefangener als die Kommilitonen aus Klausenburg, man konnte viel leichter den Weg zu ihnen, zu ihren Problemen finden als in Klausenburg. Deshalb verlief die Gesprächsrunde am Deutschen Lehrstuhl der Universität sehr flott. Wir bekamen einen ersten Einblick in den Unterricht und in die Forschungsprojekte, die später mal miteinander abgestimmt werden können.

Um ein Fazit der Studienreise zu ziehen, so kann man zweierlei sagen. Erstens ist ein Interesse in den Studenten für die anderen deutschen Nationalitäten geweckt worden. Durch die Erweiterung ihrer Vergleichsbasis werden sie die Angelegenheiten und Probleme der ungarndeutschen Minderheit viel differenzierter sehen können. Zweitens sind die Studenten, aber auch die Dozenten aus Budapest, Klausenburg und Temesvar zur Einsicht gelangt, dass sie den Unterricht miteinander abstimmen und die Lehrpläne zur Ausbildung der Lehrer für die Nationalitätenschule austauschen sollten. Es sind Ideen für gemeinsame Forschungsprojekte entstanden, die in der Zukunft verwirklicht werden. Zunächst aber wollen wir unsere Partner in Budapest als Gäste begrüßen.

 

 

 

Sowjetisierung stiess in Ungarn auf breiten Widerstand

Vortrag des Historikers László Varga im Ungarischen Kulturinstitut in Stuttgart

top

In dieser und den folgenden Ausgaben der DUG-Korrespondenz drucken wir einen interessanten Vortrag ab, den der ungarische Historiker László Varga auf einer Veranstaltung der DUG im Oktober 1999 zur Vorstellung des DUG-Buches von Jürgen Rahmig "Ungarns Rückkehr nach Europa" gehalten hatte:

Der Ausdruck "Eiserner Vorhang" stammt von Winston Churchill; er formulierte ihn am 5. März 1946 in Fulton: "Von Stettin an der Ostsee bis Triest an der Adria zieht sich ein Eiserner Vorhang durch den Kontinent", hinter dem eine neue Steinzeit zurückzukehren droht. In Ungarn selbst gewann aber kaum ein halbes Jahr vorher eine bürgerliche Partei mit absoluten Mehrheit die ersten - und für lange Zeit die letzten - demokratischen Wahlen und es brauchte noch einige Jahre, bis die Minenfelder an der West- und Südgrenze Ungarns errichtet wurden. Dennoch hatte der Ex-Premierminister vollkommen recht behalten: "Die Ambitionen des kommunistischen Imperiums und der Oligarchie haben die Träume der zaristischen Zeit weit überflügelt."

1944 betonte Churchill noch öfter, Ungarn gehöre weder zum Balkan noch zu Osteuropa, sondern zu Mitteleuropa. Eine unglückliche Wende erfolgte während seiner Verhandlungen im Moskau mit Stalin im Oktober 1944, an denen Präsident Roosevelt wegen den bevorstehenden Wahlen nicht teilnehmen konnte. Hier kam es zu der berüchtigten Aufteilung Osteuropas auf Grund der Interessensphären und nicht in Jalta, wie es oft behauptet wird. Schon vor dem Beginn der Verhandlungen stellte sich heraus, dass eine Vereinbarung in der Frage Polens unmöglich war. So sollten Churchill und Stalin über den Balkan verhandeln, ergänzt mit der Türkei, und auch über Ungarn. Der Premierminister schlug für Ungarn eine Teilung von 50 zu 50 Prozent vor, was der Marschall auch akzeptierte.

Ein Tag später wurde aber diese Quote von den beiden Außenminister Eden und Molotow auf 70 zu 30 Prozent zu Gunsten der Sowjetunion verändert. Ungarn schloß 1947 einen Friedensvertrag mit den Alliierten, und viele hofften, die sowjetische Besatzungsmacht werde nun aus dem Land abgezogen. Dazu kam es aber nicht, denn laut dem Friedensvertrag von Paris sollten einige sowjetische Verbände in Ungarn bleiben,um den Nachschub zu dem weiterhin besetzten Österreich zu sichern. Damit war aber auch der Weg zu der totalen Diktatur gebahnt. Unter den freien Ländern, die gegen den Kommunismus kämpfen, verstand man nicht mehr Ungarn, Polen oder die Tschechoslowakei, sondern Griechenland und die Türkei. In Osteuropa kam es zu den ersten politischen Schauprozessen gegen die bürgerliche Opposition, in Bulgarien und Ungarn sogar mit Todesurteilen. Erst jetzt wurden auch die Minenfelder errichtet, nicht nur an der österreichischen, sondern - nach dem Bruch mit Belgrad - auch an der jugoslawischen Grenze.

Die Sowjetisierung des Landes stieß auf einen breiten, zuerst passiven Widerstand. Nach dem Tode von Stalin erwachte die Hoffnung auf eine Demokratisierung. Erst als auch diese Hoffnungen sich als Illusionen erwiesen, kam es 1956 zu dem Volksaufstand gegen die Diktatur. Die erste Intervention der sowjetischen Armee am 24. Oktober konnte noch aufgehalten werden. Am 28. Oktober verkündete die Regierung von Imre Nagy den Waffenstillstand und erklärte sich bereit, die Forderungen der Revolution zu akzeptieren. Chruschtschow, genauer das Präsidium der KPdSU, bekam aber schnell mit, die Weltordnung von Jalta wird von den Westmächten weiterhin akzeptiert, und nachdem er die Zustimmung seiner Verbündeten - Peking und Belgrad inbegriffen - gesichert hatte, verordnete er die zweite Intervention seiner Armee. Der ungarische Widerstand sollte binnen drei Tagen gebrochen werden. Es dauerte dann zwar eine Woche, ein großer Teil von Budapest lag wieder in Trümmern, aber die sogenannte ungarische Arbeiter- und Bauernregierung unter der Führung von János Kádár bekam die Chance, die kommunistische Diktatur zu restaurieren. Einige Jahre später wurden schon die Tatsachen der Vergeltung - mit etwa 400 Hingerichteten - nicht nur in Ungarn, sondern auch im Westen durch eine Amnesie verdrängt. Man sprach nicht mehr von Peter Mansfeld, der als Jugendlicher, er war noch nicht voll mündig, zum Tode verurteilt wurde. Mit der Vollstreckung des Urteils wartete man bis zu dem Tag, an dem er seinen 18. Lebensjahr erreichte, erst dann kam er an den Galgen.

Keine Frage, selbst Kádár befand sich in einer schwierigen Situation. Am 2. November 1956, als er schon über seine Machtübernahme in Moskau verhandelte, wurde er vom Neuen Deutschland in Berlin noch als Verräter bezeichnet. Auch die Russen machten keinen Hehl daraus, es gäbe doch auch eine andere Alternative als Kádár, die alte stalinistische Führung der ungarischen KP stehe in Moskau in voller Bereitschaft. Eindeutige Unterstützung bekam er nur aus Peking und Belgrad, zum Teil aus Warschau, die aber sehr schnell nichts mehr oder nicht viel taugte, denn er musste seinen Internationalismus, seine Treue zu Moskau tagtäglich unter Beweis stellen, einer der wichtigsten Gründe für die Härte der Restauration oder selbst der Vergeltung. So erreichte Kádár innerhalb von drei Jahren, was weder die Polen noch seine stalinistischen Vorgänger in Ungarn je schafften: die volle "Kollektivierung" der Landwirtschaft.

Vom Westen wurde er genau so wenig akzeptiert, wie z.B. Ulbricht. Ungarn war aber ein Mitgliedstaat der UNO, und das war schon ein riesengroßer Unterschied zu der DDR. Die UNO führte aber lange Jahre eine Untersuchung gegen seine Macht. Erst, als auf die Restauration und die Konsolidierung der Macht eine unvergleichbar mildere Ausgabe der kommunistischen Diktatur folgte, nach der großen Amnestie von 1963, da wurde bei der UNO die Ungarnfrage von der Tagesordnung genommen.

Nun zeigte Kádár sein anderes Gesicht, es entstand die Legende des Gulaschkommunismus. Es war aber nicht nur eine Legende, wir glaubten selbst, in der fröhlichsten Baracke zu leben - aber dennoch in einem Lager. Die Konsolidierung bedeutete kleine Freiheiten im Alltag; wenn man sich brav benahm, durfte man in den Westen fahren, mit 100 oder manchmal mit fünf Dollar in der Tasche, und so aus dem Königsstadt Budapest in die Kaiserstadt Wien reisen. Es gab auch einen - zwar sehr beschränkten - Konsum, ohne Kaufkraft blieben die Schaufenster voll, für die Ostdeutschen waren wir schon der Westen. Sie durften pro Tag aber nur 80 Mark wechseln, keine gefährliche Kaufkraft, doch konnten sie ihre Verwandten aus dem Westen am Balaton treffen.

Auch unsere Stasi war ganz anders, sie hat sich einfach versteckt, trug keine Uniform, wir wußten nicht mal, dass sie wirklich Stasi hieß, wir sprachen vom Innenministerium, oder von der politischen Polizei; wenn wir sie plötzlich auf den Fersen hatten, wußten wir ganz genau, es ist nur eine Mahnung: Paß auf Freundchen, du bist zu weit gegangen, kannst leicht die kleinen Freiheiten, die wir dir sichern, verlieren. Wenn man blind war oder diese Zeichen nicht bemerken wollte, dann bekam man Schwierigkeiten, keinen Paß mehr, wurde von der Uni verwiesen, erhielt Berufsverbot, aber nur selten einen Prozess. In den 60er- oder auch noch in den 70er Jahren war Kádár sogar beliebt, der populärste Politiker in Ungarn, er war unser Vater.

Ein deutscher Historiker sagte einmal, "ihr im Osten - er meinte die DDR - wolltet ja nur den Quelle-Katalog", den wir in Ungarn ja schon längst hatten; eben diese "Errungenschaften" explodierten, nicht mal die Quelle hilft, nicht der Unterschied zu dem Westen, der verlorene sozialistische Wohlstand, sondern die Einsicht, das kommunistische System als solches, mit all seinen Reformen, funktioniert nicht. Nach dem Volksaufstand war es ein aufgezwungener Kompromiß, keine Freiheitsrechte, keine Unabhängigkeit, aber ein bescheidender Wohlstand, Sicherheit am Arbeitsplatz, in der Familie, eine begrenzte Achtung der Privatsphäre. Nun gab es aber keinen - noch so bescheidenden - Wohlstand, keine Sicherheit mehr.

Doch schließlich wehte auch aus Moskau mit Gorbatschow keine eiskalte, sondern viel eher eine milde Luft. Für ihn galt Ungarn mit seinen Wirtschaftsreformen - die zwar nicht viel taugten, doch die Illusion des Gulaschkommunismus wach hielten - als ein potentieller Verbündeter. Nicht nur die Zeit der Breschnew-Doktrin, sondern auch die der Satellitenstaaten war vorbei. Zur selben Zeit reagierte die Polizei in Budapest noch immer brutal auf die Absicht, sich an die Märtyrer zu erinnern. Trotz Verhaftungen zogen mehrere hundert Menschen durch die Strassen von Budapest, die Namen von Imre Nagy und seiner Schicksalsgenossen skandierend. Die historische Wahrheit mit ihren puren Tatsachen, vor allem die der Brutalität der Vergeltung kamen ans Tageslicht. Der Kádársche Konsens mit der eigenen Bevölkerung erwies sich als Betrug.

Vergeblich hatten die Verwandten der Hingerichteten Jahre, Jahrzehnte lang von der Regierung und der Partei die Herausgabe der Überreste der Getöteten gefordert. So lange, wie der Hauptverantwortliche, Kádár, an der Macht war, konnte den Toten der Revolution die letzte Ehre nicht erwiesen werden. Sein Nachfolger, Károly Grósz war aus demselben - sagen wir - kommunistischen Holz geschnitten, genauso ein Internationalist, aber er war jünger, dynamischer, und brauchte diese Lasten der Geschichte nicht mitzuschleppen. Er erreichte sehr schnell das, wovon ein Kádár oder Honecker nur geträumt hatten: eine Einladung in die Vereinigten Staaten. Am fünften Tag seines Besuchs traf er Vertreter der ungarischen Emigration, Leute, die von der ungarischen Stasi genauso observiert wurden, wie der innere Feind im Lande. Hier, bei diesem Treffen wurde er zum ersten Male öffentlich mit der Frage konfrontiert, wann die 30 Jahre zuvor Verurteilten und Hingerichteten anständig begraben werden. Der Premier und Parteichef in einer Person, Károly Grósz, wollte von einer politischen Umbewertung nichts hören, aber - wie er in den USA sagte - gewisse humanitäre Gründe sprächen für ein würdiges Privatbegräbnis.

Die Antwort kam nicht so unvorbereitet, wie es den Teilnehmern schien. Schon einen knappen Monat zuvor hatte der stellvertretende Innenminister, der Chef des ungarischen Staatssicherheitsdienstes den streng geheimen Befehl ausgegeben, die Stelle zu finden, wo Imre Nagy und seine Schicksalsgenossen verscharrt waren. Durch wirklich exzellente Arbeit der Kriminologen wurde bald der genaue Ort im Zentralfriedhof ausfindig gemacht. Aber erst als der Druck auf Partei und Regierung am Ende des Jahres schon beinahe unerträglich wurde, gaben sie nach. Ende November 1998 beschloß das Politbüro der KP, die Überreste der Hingerichteten für die Hinterbliebenen freizugeben. Erst am 29. März begann, teilweise live vom Fernsehen übertragen, das Exhumieren der Opfer. Eine Nation erlebte ihre verschwiegene Geschichte als Kriminalroman.

(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe)

 

Regionaler Stabilitätsanker

Um "Deutschland, Ungarn und die europäische Einheit - Geschichte und Perspektiven" ging es auf einem Symposium der Heidelberger Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Stiftung im vergangenen Spätherbst. Politiker und Historiker aus beiden Ländern diskutierten Aspekte des ost- und des mitteleuropäischen Transformationsprozesses. Peter Thelen, der Leiter des Budapester Büros der Stiftung, moderierte das Podium. Ungarn, so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im ungarischen Parlament, István Szent-Ivány, sei an die Spitzenposition der EU-Aufnahmekandidaten gerückt. Das sei dem Bemühen um wirtschaftliche Konsolidierung in Ungarn zu verdanken.

Gert Weisskirchen, der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, wies den Ungarn, deren rasche Aufnahme in die Europäische Union seiner Ansicht nach eine vornehmliche Aufgabe sei, die Rolle eines regionalen Stabilitätsankers der Demokratie zu. György Dalos, ehemaliger Leiter des Hauses Ungarn in Berlin sprach aus der Sicht des Literaten und erteilte jedem Eingriff der Politik in die Kultur eine deutliche Absage und György Litván vom Budapester Institut zur Erforschung der Revolution von 1956 sprach sich für Normalität in den zwischenstaatlichen Beziehungen aus. Deutschland und die übrigen europäischen Partner sollten aufhören, die Ungarn als die "armen Gequälten" zu behandeln.

dpa

 

Großes Partnerschaftsfest in Reutlingen

Zehn Jahre Partnerschaft mit Szolnok - Festabend, Konzert und Ausstellungen

In Reutlingen am Tor zu Schwäbischen Alb findet von 4. bis 7. Juni ein großes Partnerschaftsfest statt. Zehn Jahre ist es her, seit Reutlingen und Szolnok im Komitat Jasz-Nagykun ihre Verbindungen in eine offizielle Städtepartnerschaft gegossen haben. Auch die Städtepartnerschaft Reutlingens mit der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe besteht dann seit zehn Jahren. Schon 30 Jahre verbindet Reutlingen eine Partnerschaft mit Bouaké an der Elfenbeinküste. Alle vier Städte werden zusammen in Reutlingen feiern.

Den Anfang macht der Szolnoker Künstler Sándor Baranyó mit einer Ausstellung seiner Werke in der Eingangshalle des Reutlinger Ratshauses am 4. Mai um 19 Uhr. Die Ausstellung ist bis 4. Juni zu sehen. Für den 5. Mai ist ein Festabend in der Wittumhalle in Reutlingen-Rommelsbach für die am Jubiläum beteiligten Gruppen und Vereine geplant. Am 6. Mai (20 Uhr) findet ein Konzert des 50köpfigen Szolnoker Kodály-Chores in der Mauritiuskirche Reutlingen-Betzingen statt. Weitere Aktivitäten des allerdings noch nicht komplett feststehenden Programms: Fotoausstellung über Szolnok in der Stadtbibliothek, Buchausstellung der drei Partnerstädte beziehungensweise -länder in der Stadtbibliothek vom 17. April bis 27. Mai, Ausstellung im Stadtarchiv im Reutlinger Rathaus über die Entstehung der Städtepartnerschaften.

Zu den Festlichkeiten werden Delegationen aus Szolnok, Duschanbe und Bouaké in Reutlingen erwartet. Geplant ist im Laufe des Jahres auch im Rahmen der ungarischen Millenniumsfeiern auch in Szolnok eine Feier, bei der die zehnjährige Partnerschaft mit Reutlingen noch einmal gefeiert werden soll. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest. Im Rahmen der Festivitäten in Reutlingen werden sich Schüler und Lehrer der inzwischen zehn Partnerschulen in Szolnok in Reutlingen einfinden.

Zahlreiche Veranstaltungen der beiden Partnerstädte kennzeichneten auch das vergangene Jahr. Unter anderem hatte der neue Bürgermeister von Szolnok, Ferenc Szalay, im Februar 1999 Reutlingen besucht. Es gab den ersten Schüleraustausch zwischen der Kerschensteiner-Schule Reutlingen und dem Kereskedelmi és Vendéglátóipari Szaközepiskola Szolnok, einer Fachmittelschule für Handel- und Gaststättengewerbe. Erstmals sind Schüler und Lehrer des Isolde-Kurz-Gymnasiums Reutlingen zu Gast bei der Partnerschule, dem Verseghy-Ferenc-Gymnasium Szolnok. Und erstmals sind Schüler und Lehrer des Szolnoker Széchenyi István-Gymnasiums am Gymnasium des Reutlinger Bildungszentrums Nord zu Besuch gewesen. Im Mai unterzeichneten der damalige Präsident der Reutlinger Handwerkskammer, Günther Hecht, und sein ungarischer Kollege Marton Ozvald sowie die beiden Hauptgeschäftsführer in Szolnok einen Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Kammern. Zahlreiche weitere Schüleraustausche schlossen sich übers Jahr hin an. Im Sommer organisierte das Jugendhaus Orschel-Hagen einen Bandaustausch mit Musikern aus Szolnok und die Handwerkskammer Reutlingen stellte in ihren Räumen Gemälde der Szolnoker Künstlerin Valéria Szécsi aus.

Zum 9. Mal nahmen Stipendiaten aus den Partnerstädten Reutlingens im August 1999 am Internationalen Sommerkurs und an der Europäischen Sommerakademie "Deutsche Sprache, Kultur und Gegenwart" der Tübinger Universität teil. Reutlinger Jugendliche des Jugendhauses Orschel-Hagen nahmen in Szolnok an der Jugendbegegnungsfreizeit teil. Dort erhielt der Leiter des Jugendhauses Orschel-Hagen, Jürgen Haberbosch, eine Anerkennungsurkunde und Silberplakette für seine Verdienste um den Jugend- und Bandaustausch zwischen beiden Städten.

Im Herbst reisten Reutlinger Schulleiter zusammen mit Vertretern der Stadt und Amtsleitern nach Szolnok. Es ging um die partnerschaftlichen Kontakte und künftige Schüleraustauschbegegnungen sowie Amtshilfe für die ungarischen Kollegen auf verschiedenen Fachgebieten. Im November schließlich kam es zum ersten Schüleraustausch zwischen der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Reutlingen und der Gépipari Közlekedési Szakközép és Szakközép Igazgatósága Szolnok (Fachmittelschule für Maschinenbau, Verkehr und Elektrik).

reu

 

Millenniumstournee

Enormen Aufwand verursachte das aufwendige Projekt der Partnerstädte Aalen, Tatabánya (Ungarn) und Saint-Ló (Frankreich). Sie schickten zur Jahreswende 1999/2000 insgesamt 120 Chorsänger und ein 70köpfiges Orchester (Philharmonisches Orchester der Stadt Györ) innerhalb von wenigen Tagen nacheinander nach Tatabánya, Aalen und Saint-Ló, wo sie Beethovens 9. Sinfonie aufführten. Die Idee zu dieser Veranstaltungsreihe, die Chor und Orchester innehab von einer Woche durch halb Europa führte, hatte 1998 Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle. Lediglich die britische Partnerstadt Christchurch sagte ab. Die Organisation lag hauptsächlich bei der Stadt Aalen und beim Touristik-Service Aalen mit Leiter Karl Troßbach und Renate Hemlep. Troßbach ist sich sicher, dass dieses Projekt der Auftakt für weitere multikulturelle Veranstaltungen sein wird.

Die Partnerschaft zwischen Aalen und Tatabánya führte Schülerinnen und Schüler der Fachschule für Hotel- und Gaststättenwesen aus Tatabánya nach Aalen. Partnerschule in Aalen ist die Kaufmännische Schule Aalen. Der Chor der Stadtkirche Aalen wiederum gastierte in Tatabánya. Treibende Kraft dieser Verbindung, die die Gemeinde Oroslany mit einschließt, ist Pfarrer Hellmut Stroh. 1999 gastierte bereits der Chor von Oroslany in Aalen.

Radsportler aus der Partnergemeinde kamen auf Einladung der Windschattenflitzer Aalen in die Kocherstadt. Zwischen den Windschattenflitzern und dem Rad- und Triathlon-Klub Tatabánya besteht schon seit zehn Jahren eine Verbindung. Die Sing- und Spielschar der Aalener Böhmerwäldler besuchte auf Einladung der Ungarndeutschen in Tatabánya-Untergalla die Gemeinde Untergalla, die ihr 200-jähriges Bestehen feierte. Zusammen mit den Aalener Gästen wurde das Heimatmuseum von Untergalla eröffnet und der neu gestaltete Hauptplatz vor der St-Gallus-Kirche eingeweiht. Das ist nur ein Ausschnitt aus der Fülle von Schüler-, Jugend- und Vereinsbegegnungen im vergangenen Jahr zwischen Aalen und Tatabánya.

Auch ein Hilfstransport ging erneut nach Tatabánya. Erneut hatten die Aalener Bürger für die Menschen im Armenviertel Mestelep in Tatabánya gesammelt und gespendet. Außerdem wurde in Aalen ein kommunalpolitisches Kolloquium mit Teilnehmern aus den Aalener Partnerstädten veranstaltet und der Musikverein Fachsenfeld bemühte sich in Ungarn um die Verbesserung der Jugendarbeit und der musikalischen Bedingungen in der Partnerstadt.

Vom 10. bis 12. September 1999 veranstaltete Aaalen die 25. Reichsstädter Tage, an denen auch die Partnerstädte, darunter Tatabánya, teilnahmen. Im Vordergrund stand das Feiern, da es in diesem Jahr keine Urkunde zu unterzeichnen gab. Die ungarische Delegation führte Tatabányas Bürgermeister János Benczik an.

aal

 

Jubiläumsfeier in Berlin

Mit einer Feierstunde erinnerte das "Haus Ungarn" in Berlin am 24. November 1999 an "75 Jahre Collegium Hungaricum in Berlin". Auf dem Gelände des ehemaligen kulturwissenschaftlichen Instituts, der heutigen "Galerie Barakk" fand ein "Barackenfest" statt. Nach der Einrichtung eines Ungarischen Lehrstuhls an der Berliner Universität 1916 war es 1924 in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Kulturministerium zur Gründung des Berliner Collegium Hungaricum gekommen.

Das Gebäude wurde im Krieg fast völlig zerstört, die Ruinen 1963 schließlich abgerissen. Noch in den letzten Monaten der DDR 1990 enteignet, wurde das Grundstück erst 1997 der Republik Ungarn rückübertragen.

dpa

 

Aufbruch nach Ungarn

Im Gegensatz zu den anderen im Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft befindlichen mittel- und osteuropäischen Staaten ist Ungarn schon ziemlich weit in die Europäische Union integriert. Das Land entwickelt sich nach Angaben von Peter Spary in einem Beitrag für die Europäische Zeitung im Handel und in den Kooperationsbeziehungen mit Deutschland dynamisch. Das Handelsvolumen wuchs 1998 um 32,3 Prozent und erreichte 29, 8 Milliarden Mark. Die deutschen Exporte stiegen um 30,8 Prozent, die deutschen Importe aus Ungarn sogar um 34 Prozent. Der deutsch-ungarische Warenverkehr habe das Niveau des deutschen Warenverkehrs mit Portugal, Finnland und Kanada übertroffen. Deutschland ist Ungarns wichtigster Handelspartner.

Diese stolze Bilanz hat ihre Ursachen. So hat Deutschland die meisten Unternehmen in Ungarn gegründet. Dazu gehören namhafte Firmen wie Audi, Bosch, Deutsche Telekom, MAN, RWE und Siemens. Sehr engagiert ist vor allem auch der deutsche Mittelstand in Ungarn. Das hat dazu beigetragen, dass sich in Ungarn selbst ein Mittelstand entwickelt hat, so Spary.

Einen wesentlichen Grund dafür sieht der Autor in den Beiträgen der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft e.V., die sich 1994 in Bonn begründete. Der Autor des Beitrages hat 1999 den bisherigen Vorsitzenden, Staatssekretär a.D. Professor Dr. Otto Schlecht, als Vorsitzenden der Gesellschaft abgelöst. Peter Spary erwähnt in dem Beitrag, dass es auch eine ganze Reihe von regionalen und sektoralen Gesellschaften gibt. Nicht erwähnt hat er allerdings, dass die DUG schon fast zehn Jahre länger als die Bonner Deutsch-Ungarische Gesellschaft besteht und sicherlich auch einen erheblichen Beitrag zum bisher Erreichten in den deutsch-ungarischen Beziehungen beigetragen hat.

EZ/jr

 

Kantús-Chor auf Tournee

Der Debreciner Kantús-Chor, der bereits in Norddeutschland auf Tournee war, geht dieses Jahr auf Tournee durch den Südwesten, finanziell unterstützt von der DUG. Der Chor hat eine sehr lange Tradition. Er wurde im Jahr 1739 von György Maróthi, dem genialen Mathematik-Professor des Reformierten Kollegiums in Debrecen gegründet. Aus dem damaligen Beerdigungsquartett, das zur Zeit der Pestepidemie aufgestellt wurde, entwickelte sich dann ein 30-köpfiger Knabenchor. Maróthi wollte nach schweizerischem Muster das mehrstimmige Psalmsingen an den Gottensdiensten einführen, doch schon in seinem 29. Lebensjahr starb er. So konnte sein Plan nicht verwirklicht werden, aber der erste Jugendchor. Nach seinem Beginn als Knabenchor und einer langen Periode des Männerchores ist der Chor Kántus seit 1954 ein gemischter Chor mit 60 bis 80 Gymnasiasten und Studenten. Das kirchliche und weltliche Repertoire des Chores ermöglicht die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Qualifikationen der ungarischen Chorbewegung. Beim Wettbewerb der "Singenden Jugend" erwarb sich der Chor mehrfach die goldene Stufe, die höchste in Ungarn erreichbare Qualifikation: Konzertchor summa cum laude. Bei zahlreichen internationalen Wettbewerben erreichte der Debreciner Chor hervorragende Platzierungen.

Dieser Chor wird acht Mal auftreten (Mitteilung ohne Gewähr):
Am Samstag, 11. März (18 Uhr), in der Johanneskirche Villingen
am Sonntag, 12. März (17 Uhr), in der Evangelischen Kirche Müllheim
am Montag, 13. März (19.30 Uhr) im Gemeindehaus der Zachäusgemeinde Freiburg
am Dienstag, 14. März (19 Uhr), in der Kirche in Alt-Weil
am Mittwoch, 15. März (20.30 Uhr), in Straßburg in der Thomaskirche
am Donnerstag, 16. März (19.30 Uhr) in der Stadtkirche Wiesloch
am Freitag, 17. März (20 Uhr), in der Stadtkirche in Karlsruhe-Durlach und
am Samstag, 18. März (20 Uhr), in der Stadtkirche Baden-Baden.

kir

 

Csongrád

Die Pflege des Erfahrungsaustausches zwischen den Partnern, gemeinsame Projekte, Kontakte zwischen den Verwaltungen, öffentlichen und privaten Projektpartnern, Städten, Gemeinden und Bürgern sowie die Förderung des europäischen Bewusstseins zwischen zentral- und osteuropäischen Regionen, das sind die Grundsätze der Vereinbarung, mit der der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und das ungarische Komitat Csongrád jetzt ihre künftige Zusammenarbeit bekräftigen.

Eine Projektzusammenarbeit wird besonders in den Bereichen Landwirtschaft, Bildung, Tourismus und in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit angestrebt. Außerdem ist die Beteiligung an internationen Programmen vorgesehen.

lkrn

 

Das Tápió-Projekt

Das gemeinsame Tápió-Projekt im Komitat Pest ist nach Ansicht des Pester Komitatspräsidenten András T. Mészáros und des Ludwigsburger Landrats Dr. Rainer Haas ein Musterbeispiel für ein konstruktive Zusammenarbeit kommunaler Ebenen über die Grenzen hinweg. "Europa braucht solche Projekte - nicht nur, weil das die Menschen zusammenbringt und Europa zusammenwachsen läßt, sondern weil viele Probleme nur gemeinsam gelöst werden können", stellte Haas zum Abschluss des zweiten Umweltseminars fest. Das gelte vor allem für die Bereiche Umwelt und Natur. Eine Woche lang hatten sich Natur- und Umweltschutz-Experten aus dem Partnerkomitat des Landkreises mit ihren deutschen Kollegen in Fachvorträgen und bei Exkursionen über Strukturen und Möglichkeiten des deutschen Natur- und Umweltschutzes ausgetauscht.

Die ungarischen Gäste bekamen Einblick in Bereiche wie Raumplanung, Abfallwirtschaft, Schutz von Boden, Grundwasser und Oberflächenwasser, Naturschutz, Umweltschutz auf kommunaler Ebene und interkommunale Freiraumplanung.

lkrn

 

Ein außergewöhnlicher Spatenstich

Erstmals hat die Landesentwicklungsgesellschaft Baden-Württemberg (LEG) in der ungarischen Großstadt Szeged eine Projektentwicklung im Ausland in Angriff genommen. Szegeds Bürgermeister sieht in der Investition der LEG einen wichtigen Baustein in seinem Bestreben, die 185 000 Einwohner zählende Stadt an der Theiß zu einem regionalen Gegenpol zur übermächtigen ungarischen Hauptstadt Budapest zu machen.

Worum geht es? An der Kreuzung zweier Hauptverkehrsstraßen errichtet die LEG Hungaria Kft., eine Tochtergesellschaft der LEG Baden-Württemberg, bis zum Sommer 2000 ein Gebäude mit mehr als 4 500 Quadratmeter Nutzfläche. Die Elektro-Fachmarktkette Media-Markt wird das von dem renommierten ungarischen Architekten Zoltán Rácz entworfene Gebäude für zunächst 15 Jahre übernehmen. Die Gesamtherstellungskosten des Baus belaufen sich auf rund 8,1 Millionen Mark. Die Media-Marktkette schafft durch die neue Filiale in Szeged 80 bis 90 Arbeitsplätze.

Die besondere Bedeutung des Projektes zeigte sich auch darin, dass Staatssekretär a.D. Gustav Wabro die Abordnung der LEG aus Stuttgart begleitete. Wabro empfahl die LEG nicht nur als verlässlichen Partner für weitere Unternehmungen, sondern würdigte auch die politische Dimension des Projektes, das die guten Beziehungen zwischen Ungarn und Baden-Württemberg ein weiteres Stück voranbringe.

legr

 

 
DUG-Nachrichten
top

 

Kinder- und Jugendtheater

Im November gastierte das Kinder- und Jugendtheater der Württembergischen Landesbühne Esslingen mit Ágota Kristófs Stück "Das große Heft" und "Anne Frank" in Ungarn. Das Stück "Das große Heft" wurde unter anderem im Burgtheater in Budapest in einer Aufführung der Deutschen Bühne Budapest gezeigt. Das Deutsche Theater Budapest ist noch sehr jung; es wurde im März 1998 gegründet. Leiter ist András Frigyesi, der ehemalige Intendant der Deutschen Bühne Ungarn in Szekszárd. Er hofft, die deutschsprachige Theaterszene in Budapest wiederbeleben zu können. Dabei benötigt er allerdings Unterstützung nicht nur von der ungarischen Regierung, sondern auch von Sponsoren aus der deutschen und österreichischen Wirtschaft. Doch er ist zuversichtlich, schreibt Friedhelm Röttger in einem Beitrag für die Eßlinger Zeitung. Es existiert ein Förderverein, dem die Deutsche Minderheitenselbstverwaltung von Budapest beigetreten ist. Ihre Vorsitzende, Eva Mayer, ist zum Vorstandsmitglied des Fördervereins gewählt worden.

Monika Hucker, Tochter deutschstämmiger Eltern, wohnt in Kakasd bei Szekszárd. Während einer Hospitanz am Esslinger Theater entwickelte sich die Idee zu der Gastpielreise der Landesbühne nach Szekszárd, Baja, Pécs und Budapest, die ein voller Erfolg wurde.

esszt

 

Hilfe für Grenzwache

Nachtsichtgeräte im Wert von 600 000 Mark spendierte Deutschland der ungarischen Grenzwache im Januar 2000. Hinzu kamen noch fünf Paßlesegeräte im Wert von 38 000 Mark und drei Notebooks. Die Hilfe erfolgte im Rahmen der zwischen dem deutschen und dem ungarischen Innenministerium vereinbarten Ausstattungshilfe für die Grenzwache. Damit soll Ungarn in die Lage versetzt werden, die EU-Außengrenzen gemäß EU-Standard zu schützen und kontrollieren. Die Sicherung der Schengen-Grenzen, so Deutschlands Botschafter in Budapest, Hasso Buchrucker, stelle Ungarn vor große Herausforderungen. Schon 1997 hatte Deutschland Ungarn 600 Handfunkgeräte im Wert von gleichfalls rund 600 000 Mark übergeben.
nz

 

Tourismus boomt

Ungarn hat im vergangenen Jahr 2,5 Milliarden Dollar durch den Tourismus eingenommen, wovon 55 bis 60 Prozent aus Ländern des deutschen Sprachraumes stammten. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen jährlich 8,6 Millionen Gäste nach Ungarn. Damit sind fast ein Drittel aller Ungarn-Touristen deutschsprachig. Aus Deutschland kamen 3,1 Millionen Touristen, die durchschnittlich fünf Tage im Land blieben, hieß es auf der Budapester Konferenz der Ungarischen Tourismus AG. Aus Österreich kamen 5,5 Millionen Besucher, aus der Schweiz etwa 160 000 Gäste.
nz

 

Ungarn in Hannover

Der Bau des Ungarn-Pavillons auf dem Gelände der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover ist beinahe fertig. Nun beginnen die Innenausbauten. Zu dem Pavillon gehören ein Kaffeehaus, ein Restaurant und ein Verkaufsraum. Der Betreiber des Restaurants soll über eine Ausschreibung ermittelt werden. Der Ungarntag auf der Expo wird am 26. Juni stattfinden, die ungarische Kulturwoche zwischen dem 20. und 28. August. In der zweiten Septemberhälfte wird auf der Expo die ungarische Wirtschaftswoche veranstaltet. Die Expo in Hannover öffnet ihre Pforten am 1. Juni und schließt am 31. Oktober.
nz

 

Pro Cultura Hungarica

Der Leiter i.R. des Internationalen Kolpingwerkes, Hans Schottenhammer, ist vom Minister für das Nationale Kulturerbe, József Hámori, mit der Gedenkmedaille Pro Cultura Hungarica ausgezeichnet worden. Das sei ein bescheidener Dank für all das, was Schottenhammer in den vergangenen Jahrzehnten für die Kolpingbewegung in Ungarn getan habe. Der Minister erinnerte an die Jahrzehnte langen illegalen Kontakte noch vor der politischen Wende in Ungarn, und dass kurz vor der Wende 1989 in Pécs der erste Kolpingverein in Ungarn ins Leben gerufen worden sei.
nz

 

Donauschwäbischer Kulturpreis

Der ungarndeutsche Grafiker Robert König ist Ende 1999 mit dem Donauschwäbischen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. König nahm den Preis im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen entgegen. Ehrengaben erhielten Prof. Robert Hammerstiel und Prof. Franz Kumher. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Er soll Künstler würdigen, die sich im Bereich der Literatur, Musik oder bildenden Kunst mit Themen der donauschwäbischen Kultur und Geschichte befassen. 1999 war der Preis für Leistungen der bildenden Kunst ausgeschrieben worden. Preis und Ehrengaben überreichte Ministerialdirektor Roland Eckert im Auftrag von Baden-Württembergs Ministerpräsident Erwin Teufel.

Dabei ging Eckert auch auf die Diskussion um die künftige Kulturförderung ein. Er kritisierte die derzeitige Politik des Bundes und die geplanten Streichungen der finanziellen Zuschüsse für die Vertriebenenkultur. Das Land Baden-Württemberg jedenfalls werde die Kulturarbeit der Vertriebenen weiterhin unterstützen, sagte er in Sindelfingen.

König erhalte den Preis für seinen unermüdlichen Einsatz, die ungarndeutsche Geschichte und Kultur der Vergessenheit zu entreißen und in Bildern dem Publikum wieder bewußt zu machen. Gegenständliche und abstrakte Darstellungen, kleine, mittlere und sehr große Formate seien ebenso Beleg für die Vielseitigkeit des Künstlers wie die von ihm meist verwendeten Techniken Linolschnitt, Holzschnitt und Radierung. Oft tauchten in seinen Arbeiten Themen aus dem Leben der Ungarndeutschen auf.

nz

 

Gedenkplakette für Gauck

Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der früheren DDR, Joachim Gauck, ist im Dezember 1999 mit der Imre-Nagy-Gedenkplakette ausgezeichnet worden. Ungarns Staatspräsident Árpád Göncz überreichte die 1989 von ihm selbst ins Leben gerufene Auszeichnung, die auf Vorschlag eines Kuratoriums denjenigen verliehen wird, die eine hervorragende Arbeit auf dem wissenschaftlichen oder künstlerischen Gebiet im Geiste der Revolution von 1956 geleistet haben.
nz

 

Keine Verhandlungen mehr

Der Bund der Ungarn in der Vojvodina in (Rest)-Jugoslawien hat beschlossen, künftig nicht mehr mit der Milosevic-Regierung in Belgrad zu verhandeln. Die Leiter des Bundes begründeten die Entscheidung damit, dass Belgrad keinen einzigen Wunsch der größten ungarischen Partei im Land erfüllt habe. Der Bund hofft auf eine schnelle Demokratisierung, in deren Rahmen die Oppositionsparteien im Parlament die Mehrheit erlangen.
npl

 

Neue Brücke bei Esztergom

Die Donaubrücke bei Esztergom, die die Stadt im Donauknie mit dem slowakischen Sturovo (Párkány) verbindet, soll bis Ende 2001 wiedererrichtet sein. Die 1895 erbaute Brücke wurde im Zuge der Kriegshandlungen 1944 gesprengt und war bis heute die einzige Brücke im ungarischen Donauabschnitt, geblieben, die nicht wieder aufgebaut worden war. Die Kosten belaufen sich auf 19,4 Millionen Euro, wovon sechs Millionen Euro aus dem Phare-Fonds der EU kommen. Die Nachbarstaaten teilen sich den Rest.
npl

 

Notruf auf Deutsch und Englisch

In Ungarn gibt es jetzt eine zentrale Notrufnummer wie in Deutschland. Nach dem Wählen der 112 können sowohl die Polizei als auch die Feuerwehr oder der Rettungsdienst verständigt werden. Auch Anrufe in deutscher und englischer Sprache können angenommen werden. Der fremdsprachige Dienst soll seit Jahresbeginn auch in den Komitatszentren funktionieren.
npl

 

Seminar Immobilieninvestition

Ein Fachseminar "Immobilieninvestitionen in Ungarn" - Recht, Steuern, Finanzierung, veranstaltet die Kanzlei Haarmann, Hemmelrath & Partner in Zusammenarbeit mit UNGARNaktuell am 16. März in Stuttgart (14.30 bis 18 Uhr). Es wird eine Teilnahmegebühr erhoben. Das Seminar wendet sich an Personen und Gesellschaften, die im Immobiliengeschäft tätig sind, Immobilien in Ungarn erwerben wollen oder bereits halten und ihre Geschäftstätigkeit sowohl rechtlich, steuerlich als auch durch eine verbesserte Finanzierung optimieren wollen. Anmeldungen bitte per Fax an UNGARNaktuell / baltic consult Wirtschaftsnachrichtendienste: +49-(0)-4851-936 82 oder per Post an: Niefelder Strot 2, D-25724 Neufeld.
staha

 

Fest in der deutschen Botschaft

Eine Fete mit zahlreichen jungen Leuten zwischen 15 und 25 Jahren veranstalteten der deutsche Botschafter in Ungarn, Hasso Buchrucker, und dessen Ehefrau kurz vor dem Jahreswechsel im Gebäude der deutschen Botschaft in Budapest. Ziel des nach Ansicht der Teilnehmer sehr gelungenen Begegnungs- und Tanzabends war es, ungarische und deutsche Jugendliche zusammenzubringen, aber auch die Kommunikation zwischen den jungen Deutschen in Budapest zu fördern.
npl

 

Dank für Feuerwehrauto

Der Bürgermeister von Warthausen, Franz Wohnhaas, hat sich beim DUG-Vorsitzenden Dr. Steger für die Hilfe zur Erleichterung der Einfuhr auch älterer Hilfs- und Feuerwehrfahrzeuge als Spenden für Ungarn bedankt. In dem speziellen Fall ging es um ein älteres Fahrzeug, das die Gemeinde Warthausen der Partnergemeinde Jászkisér spendierte. Laut Bürgermeister Wohnhaas hat die Angelegenheit ein "glückliches Ende" gefunden. Die ungarische Regierung hat die Gesetze zwischenzeitlich so geändert, dass auch die Annahme älterer Feuerwehr- und Hilfsfahrzeuge möglich ist.

Die DUG hatte Mitte 1999 beim Stuttgarter Staatsministerium um Hilfe bei der Beschleunigung der Zollabfertigung von Sachspenden für Ungarn gebeten. Staatsminister Dr. Christoph-E. Palmer hatte diese Fragen an den ungarischen Finanzminister Dr. Járai herangetragen. Tatsächlich ist in Ungarn zwischenzeitlich die Einfuhr gebrauchter Fahrzeuge in den Regelwerken dementsprechend geändert worden, dass die Eunfuhr technisch einwandfreier Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge von nun an ohne Berücksichtigung ihrer Alters möglich ist.

 

Harte Aufbauarbeit

Die Neibsheimer, die sich vor rund 250 Jahren als Auswanderer aus dem Kraichgau in Nemesnádudvar in Ungarn niederließen, waren dem Ruf der Ungarn gefolgt. Nach dem Ende der 160-jährigen Türkenherrschaft riefen die ungarischen Grundherren deutsche Siedler in das öde und verwüstete Land, berichtete der Ulmer Georg Richter - selbst gebürtiger Nadudvarer - Mitte Januar in einem Vortrag in Neibsheim. Richter selbst war es auch, der wesentlich am Zustandekommen der Partnerschaft zwischen Neibsheim und Nemesnádudvar beteiligt war.

Auch viele Bürger aus dem damals unfreien Neibsheim, das bis 1803 zum Hochstift Speyer gehörte, waren dem Ruf nach Ungarn gefolgt. 1751 gab es einen regelrechten Auswanderungsschub, nachdem Franz Christoph von Hutten die Gebühren für die Entlassung aus der Leibeigenschaft habliert hatte. Auch war es nicht mehr notwendig ein Vermögen von 200 rheinischen Gulden nachzuweisen. Die neuen Siedler kostete es viel Arbeit und Mühe, das Land wieder aufzubauen.

nei

 

Freude über Spenden

Zwei Transportfahrzeuge, gefüllt mit Kleider- und Spielzeugspenden der Bürger von Mehrstetten, sorgten im Oktober 1999 in der Partnergemeinde Herceghalom für Freude. Die Spenden wurden zunächst im Rathaus gelagert und sortiert und von dort aus an bedürftige Familien verteilt. Mehr als ein Drittel aller Familien in Herceghalom hatten Bedarf angemeldet. Wieder einmal waren die Mehrstettener, darunter Bürgermeister Rudolf Ott und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins, Klaus Stephani, von der Gastfreundschaft der Ungarn überwältigt. Schon im Sommer hatten die Mehrstetter 32 Fahrräder und eine Geldspende nach Ungarn gebracht. Die gebrauchten Fahrräder waren von den Schülern der 5. und 6. Klasse der Mehrstetter Hauptschule im Rahmen des praktischen Unterrichts in Pflege und Technik des Fahrrads repariert worden. Zu den weiteren Partnerschaftsaktivitäten gehörte 1999 die Bestätigung der seit fünf Jahren bestehenden Partnerschaft mit Herceghalom und die gemeinsame Einweihung der neuen Turnhalle in der ungarischen Gemeinde, sowie - zuvor - ein Arbeitseinsatz zur Fertigstellung der Außenanlagen der Turnhalle.
meh

 

 

 

 

Bücher des DUG-Verlages:
top

Prof. János Gulya: Der deutsche Petöfi - 61 Gedichte, Stuttgart 1999
DM 19.80 ISBN 3-9806483-1-1

Jürgen Rahmig: Ungarns Rückkehr nach Europa - Vom Gulaschkommunismus zu Marktwirtschaft und Demokratie, Stuttgart 1998
DM 25 ISBN 3-9806483-0-3

Zu bestellen beim Verlag der DUG (DUG-Geschäftsstelle, Hauptstraße 42, 70839 Gerlingen, Telefax 07156/205 345, jeweils zuzüglich Versandkosten.

 

 

 

 

Service/Anschriften
top

Namen und Anschriften des DUG-Vorstandes:

Dr. Christian O. Steger
Panoramastraße 33
70174 Stuttgart
Tel.: 0711/ 225 72 30
Fax: 0711/ 225 72 47

Thomas Bleicher
Postfach 100 123
70826 Gerlingen
Tel.: 07156/ 43 08 0
Fax: 07156/ 43 08 40

Erika Hambel
Uhlandstraße 46
71134 Aidlingen
Tel. und Fax: 07034/ 80 28

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129/ 75 60

Albrecht Sellner
Reiflestraße 1
70829 Gerlingen
Tel.: 07156/ 205 242
Fax: 07156/ 205 380

Doris Frank u. Piroska Gavallér
DUG-Geschäftsstelle
Hauptstraße 42 (Rathaus)
70839 Gerlingen
Tel.: 07156/ 205 325
Fax: 07156/ 205 345
(die Geschäftstelle ist mittwochs von 16 bis 19 Uhr besetzt)
e-mail: 07113650207-0001@t-online.de

 

Weitere wichtige Anschriften:

Kulturinstitut der Republik Ungarn
Haußmannstr. 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711/ 1648 70
Fax: 0711/ 1648 710

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest
Stefánia út 101-103
H-1440 Budapest XIV
Tel.: 0036 1 251 89 99
Fax.: 0036 1 160 19 03

Botschaft der Republik Ungarn in Deutschland
Unter den Linden 76
10117 Berlin
Tel.: 030/ 220 25 61
Fax.: 030/ 229 22 57 oder:
53175 Bonn
Turmstraße 30
Tel.: 0228/ 37 11 12
Fax: 0228/ 37 10 25

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Haußmannstraße 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711/ 238 93 20
Fax: 0711/ 238 93 22

 

Hinweise für den Veranstaltungsteil, Termine, Beiträge und Material für die DUG-Korrespondenz bitte an die DUG-Geschäftsstelle oder an:

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129/ 75 60

 

 

Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart
top
- Mitteilungen und Veranstaltungen -

"Das Ungarische Kulturinstitut möchte die kulturelle Szene Ungarns in möglichst allen Bereichen und unterschiedlichsten Facetten der zeitgenössischen Kunst vorstellen und vermitteln. Dabei soll es in erster Linie um einen produktiven Dialog zwischen Ungarn und Deutschland - zwischen den beiden Kulturen und Sprachen - gehen. Insgesamt sollen weniger traditionelle An- und Einsichten zu Ungarn in den Vordergrund rücken, vielmehr sind das Kennenlernen, der Kontakt der Kunstszenen und Künstler und die gegenseitige Ergänzung gefragt. Das Programm des Institutes ist heterogen und versucht der Verschiedenheit der an uns gestellten Ansprüche gerecht zu werden. Wir richten unser Programmangebot an hier lebende Ungarn; wir möchten die Beziehung der Ungarndeutschen zur Heimat am Leben erhalten - und nicht zuletzt wollen wir immer mehr deutsche Bürger für die ungarische Kultur interessieren und gewinnen."

Vera Szolnoki (Direktorin)

 

Interessierte können das ausführliche Programm des Kulturinstituts direkt beim Kulturinstitut anfordern. Anschrift: Ungarisches Kulturinstitut, Haussmannstraße 22, 70188 Stuttgart. Tel.: 0711-16 48 70

 

Sonntag, 12. März, 19 Uhr: 
Konzert des Keller Quartetts, Budapest, im Rahmen des Ungarn-Millennium der Stadt Fellbach und des Bach-Jubiläums 2000. Johann Sebastian Bach: Die Kunst der Fuge. Das 1987 gegründete Enselmble gewann zahlreiche Wettbewerbe und Auszeichnungen. Eintritt: 30 Mark/16 Mark für Mitglieder. Ort: Rathaus Fellbach, Marktplatz 1, Großer Saal.

15. bis 31. März: 
Die Reihe "Die weibliche Antwort". Retrospektive mit Filmen von Márta Mészáros und Ildikó Enyedi. Ort: Kommunales Kino/Filmhaus, Friedrichstraße 23 A in Stuttgart.

Donnerstag, 30. März: 
Nach der Filmvorführung Gespräch mit der Regisseurin Ildikó Enyedi. Ort: Kommunales Kino/Filmhaus, Friedrichstraße 23 A in Stuttgart.

Samstag, 25. März, 10 bis 17 Uhr: 
Das College International in Budapest informiert über die deutsprachigen Studienmöglichkeiten an ungarischen Hochschulen und Universitäten.

 

Bibliothek und Zeitschriften-Lesesaal: 

Im Institut steht Ihnen eine Bibliothek mit ausgewählter Literatur aus und über Ungarn zur Verfügung. Die Zahl unserer Bücher vermehrt sich allmählich. Unsere Bibliothekarin, Frau Dr. Judit Fodor, ist Ihnen bei der Literatursuche gerne behilflich. Im Lesesaal oder im Café können Sie die wichtigsten Tageszeitungen und Zeitschriften lesen.

Café: Im neuen Café im ersten Stock erwarten wir unsere Gäste eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen.

 

Sprachkurse: 

Wenn Sie vor dem Urlaub stehen oder einfach durch die Sprache unsere Kultur besser kennenlernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht. Auskunft im Sekretariat des Kulturinstituts, Tel.: 0711-16 48 70.

 

Sprachkurse für Kinder: 

Einmal pro Woche finden Kurse für Kinder statt, in denen sie ungarische Spiele, Kinderlieder, Gedichte lernen. Ziel ist es, die ungarische Sprache sopielerisch beizubringen, idie Kommunikationsfähigkeit der Kinder weiterzuentwickeln. Weitere Informationen bei Tünde Rauner Stehr, Tel.: 0711-32 87 08.

 

Sprachstammtisch: 

Regelmäßig wird im Institut ein Stammtisch in ungarischer Sprache abgehalten. Zu diesem Stammtisch sind alle eingeladen, die die Chance wahrnehmen möchten, ihre Sprachkenntnisse zu pflegen und zu vertiefen. Auskunft im Sekretariat des Kulturinstituts, Tel.: 0711-16 48 70.

 

Jugendklub: 

Der Jugendklub veranstaltet einmal im Monat im Institut einen thematischen Abend. Herzlich willkommen sind alle jungen Leute, die sich für die ungarische Kultur interessieren. Nähere Informationen beim Klubleiter Péter Tamás, Tel.: 0711-257 20 54.

 

Öffnungszeiten Kulturinstitut: 

Werktags von 10 bis 17 Uhr. Ausstellungssaal, Bibliothek und Lesesaal: werktags von 13 bis 17 Uhr. Café: eine Stunde vor der Veranstaltung.

(Programmänderungen vorbehalten. Wenn Ort der Veranstaltung nicht angegeben, findet sie im Kulturinstitut statt.)

 

Sonstiges: 

Ungarische Schüler und Schülerinnen suchen wegen Sprachübung Partner. Sinn der Kontakte sind gegenseitige Besuche (Austausch). Wir vermitteln gerne!

 

 

 

 

Termine/Veranstaltungen
top

 

März 2000: 
Frühlingsfest in Lengyeltóti, der Partnerstadt von Dielheim, anläßlich des Ungarischen Nationalfeiertages. Dazu reist der Dielheimer Chor nach Lengyeltóti.

4. März: 
Backnanger Schwabenball im Backnanger Bürgerhaus.

14. März, 17.30 Uhr: 
Stuttgart, Symposium zur Lage der deutschen Sprache und Kultur in Ungarn mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württenberg im Ungarischen Kulturinstitut.

14. bis 19. März: 
Ein Chor der Gemeinde Dielheim reist in die Partnerstadt Lengyeltóti und wird dort anläßlich des ungarischen Nationalfeiertags am Festabend teilnehmen. Weitere Auftritte sind geplant.

15. März, 17.30 Uhr: 
Mitgliederversammlung der DUG. Ab 19.30 Uhr erstmals Verleihung des Kulturpreises der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft. Ort: Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank, Friedrichstraße 24 in Stuttgart. Die Mitgliederversammlung findet im Raum "Großes Dreieck" im ersten Obergeschoss statt, die Kulturpreis-Verleihung im Raum "Galerie", ebenfalls im 1. Obergeschoss. Anschließend Empfang des Staatsministeriums Baden-Württemberg.

16. bis 19. März:
Partnerschaftstreffen zur Tausend-Jahrfeier in Szentendre, der Partnerstadt von Wertheim. Die Partnerschaft besteht seit zehn Jahren. Das Frühlingsfestival in Szentendre bildet den Auftakt der dortigen Millenniumsfeierlichkeiten. Am 17. März wird eine Ausstellung mit Werken der Wertheimer Gebrüder Josef und August Futterer im Museum des Komitats in Szentendre eröffnet.

Freitag, 31. März: 
Premiere von "Misanthrop" von Moliere. Inszenierung: Gábor Zsámbéki, Direktor des Katona József Theaters Budapest.
Ort: Theater tri-bühne, Stuttgart.

Montag, 3. April 2000, 20 Uhr: 
Budapester Symphoniker Konzert in der Liederhalle Stuttgart.

15. bis 25. April: 
Internationale Jugendbegegnung zwischen der DLRG-Jugend Wertheim und dem GJU-Freundeskreis VSJU Szekszárd in Ungarn und Wien. Geplant ist ein umfangreiches Programm. Unter anderem stehen auf dem Programm ein Besuch im Naturschutzgebiet Neusiedler See, ein Besuch der Deutschen Bühne Szekszárd, Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung in Mohacs.

4. bis 7. Mai: 
Zehn Jahre offizielle Städtepartnerschaft zwischen Reutlingen und Szolnok. Gleichzeitig feiert Reutlingen auch zehn Jahre Partnerschaft mit Duschanbe in Tadschikistan und 30 Jahre Städtepartnerschaft mit Bouaké an der Elfenbeinküste. In den vier Tagen ist ein umfangreiches Programm geplant mit Aktivitäten, Ausstellungen und Konzert. Näheres beim Schul-, Kultur- und Sportamt der Stadt Reutlingen (Tel.: 07121 3030).

Samstag, 6. Mai: 
45. Bundesschwabenball in der Stadthalle in Gerlingen.

6. bis 21. Mai: 
Länderfestival Ungarn, TREFFPUNKT Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28 in Stuttgart.

Mai: 
Treffen aller Partnerstädte, darunter Wertheim, in Szentendre. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird aber um den 10. Mai herum liegen.

13. Mai bis 8. Juli: 
"Junge Kunst aus Ungarn", eine Ausstellung junger bildender Künstler. Veranstalter ist das Ungarische Kulturinstitut Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Künstler Baden-Württemberg. Ort: Flughafen Stuttgart, Terminal 1.

1. bis 4. Juni: 
Messe des Bundes der Selbstständigen in Gerlingen, an der sich auch Aussteller beziehungsweise Handwerker aus der Partnerstadt Tát beteiligen.

14. bis 18. Juni: 
Großes Kulturtreffen aller Partnergemeinden der Stadt Waiblingen anläßlich des 750-jährigen Bestehens der Stadt in Waiblingen.

17. bis. 27. Juni: 
Multilaterale Jugendbegegnung mit Ungarn, veranstaltet von der DLRG-Jugend Wertheim und dem GJU-Freundeskreis VSJU Szekszárd in Hannover und Paris. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Fahrt nach Hannover zur Weltausstellung Expo und ins Expo-Jugendcamp. In Paris wird nicht nur die Stadt besichtigt, sondern auch das Disneyland, die Fertigung bei Citroen und die Unesco.

24./25. Juni:
Gemeinsame Feiern zum fünfjährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Dielheim im Rhein-Neckar-Kreis und Lengyeltóti und zum 15-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Dielheim und St. Nicholas-de-Port in Frankreich in Dielheim

30. Juni bis 7. Juli: 
Besuch der Schülerinnen und Schüler aus der Altalános Iskola in Ugod, der Partnerschule der Lindenhofschule in Blaustein-Herrlingen. In den Besuch integriert ist am 1. Juli auch ein großes Schulfest zum 30-jährigen Bestehen der Lindenhofschule Herrlingen mit ungarischen Folkloretänzen und Liedern.

1./2. Juli:
Der Musikverein aus Dielheim fährt mit etwa 100 Personen zu den Lengyletóti-Tagen in die ungarische Partnerstadt.

7. bis 16. Juli:
Markt der Donaustädte und -länder: Spiegelzelt, Verkaufs- und Informationsstände. Ort: Donauufer Ulm und Neu-Ulm.

8. Juli, 16 Uhr: 
Eröffnungsfeier des Internationalen Donaufestivals der Städte Ulm und Neu-Ulm auf der Donauuferbühne in Neu-Ulm. Musikalische Beiträge junger Künstler aus den befreundeten Städten.

8. Juli, 20 Uhr: 
"Gruß aus Budapest" Budapester Symphoniker. Ungarisches Radiosinfonie-Orchester und namhafte Solisten mit Werken von Bartók, Kodaly und Brahms unter Leitung von Tamás Vásáry in Zusammenarbeit mit dem Budapest-Festival-Zentrum und der Stadt Budapest. Ort: Donauuferbühne Ulm.

9. Juli, 11 Uhr: 
Eröffnung des Donauschwäbischen Zentralmuseums in der Oberen Donaubastion in Ulm.

9. Juli:
Weitere Veranstaltungen im Rahmen des Internationalen Donaufestes Ulm und Neu-Ulm unter dem Motto "Donau - Hauptstraße Europas". Unter anderem die Oper "Attila" von Verdi (Premiere) um 21 Uhr auf der Donauuferbühne Neu-Ulm.

9. Juli bis 3. September:
"Ungarn, Kunst der letzten Jahrhundertwende, Malerei 1890 bis 1915". Eine Ausstellung des Ulmer Museums in Zusammenarbeit mit der Ungarischen Nationalgalerie Budapest im Ulmer Museum.

10. Juli :
"Brücken". Architektursymposium mit den Archtiektenkammern in Baden-Württemberg und Bayern im Edwin-Scharff-Haus Neu-Ulm.

13. Juli, 19 Uhr: 
"Komm mit nach Varasdin", ein Reigen mit Melodien von E. Kalman und F. Lehár, mit Katalin Pitti (Staatsoper Budapest). Ort: Donauferbühne Neu-Ulm.

14. Juli, 21 Uhr: 
"Wild und melancholisch - Die Nacht der Zigeuner". 100 Zigeunergeiger, Kalyi Jag (Ungarn), Rom Belngale (Rumänien), Kocani Orkestar (Bulgarien/Mazedonien), Félix Lajkó (Jugoslawien) und andere. Ort: Donauuferbühne Ulm.

15. Juli: 
"Donauteufel und Prinzessin". Zirkus, Theater, Varieté für Kinder und Erwachsene. Ort: Donauufer Neu-Ulm.

14./15. Juli: 
"Brücken- und Uferfest", links und rechts und mitten auf der Donau; mit Musik, Klezmer, Zigeuner, Jazz und Pop, Tanz, Straßentheater, kulinarischen Köstlichkeiten aus den Donauländern, Brückenillumination und musikalischem Feuerwerk.

14. bis 17. Juli: 
Zum zehnjährigen Bestehen große Partnerschaftsfeier zwischen Wernau und Bonyhád. Ende Juli: "Literarisches Open Air: zum Beispiel Ungarn". Eine, zwei, möglicherweise dreitägige Sommermatinée mit sechs ungarischen und deutschen Autorinnen und Autoren. Veranstalter ist das Kulturamt Freiburg. Ort: Kreuzgang-Innenhof des Adelhauser Museums.

12. bis 20. August: 
Barock-Festival in Gerlingens ungarischer Partnerstadt Tata unter Gerlinger Beteiligung.

13. bis 21. August: 
Internationale Jugendarbeit mit Ungarn; Veranstalter sind die DLRG-Jugend Wertheim und der GJU-Freundeskreis VSJU Szekszárd. Es geht nach Fadd-Dombori in Ungarn. Ein äußerst abwechslungsreiches Programm erwartet die Teilnehmer. Morgens finden zumeist Workshops statt, nachmittags wird unter anderen nach Kalocsa gewandert, eine Stadtrallye in Szekszárd veranstaltet, ein deutscher und ein ungarischer Abend. Am ungarischen Feiertag, dem 20. August, wird das Jahrtausendfeuerwerk "Budapest in Flammen" miterlebt.

1. bis 3. September: 
Europäische Tage in Gerlingens Partnerstadt Tata und der Nachbarstadt Tatabánya unter Beteiligung einer Gerlinger Delegation.

22. bis 24. September: 
EUROTREFF Musik mit Schwerpunkt Ungarn. Veranstalter ist der Landesmusikrat Baden-Württemberg. Ort: Walldürn.

23. September: 
Báclalmáser Heimattreffen und Kirchweihfest im Backnanger Bürgerhaus.

24. bis 29. September: 
13. Internationales Jugendsportturnier der Partnerstädte in Wertheim. An dem Treffen nehmen auch 26 Jugendliche aus Szentendre und Csobánka teil.

Anfang Oktober: 
Gegenbesuch der Schüler der Herrlinger Lindenhofschule bei ihrer Partnerschule in Ugod, der Körzeti Altalános Iskola.

28. Oktober: 
Kulturtagung der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn im Gerlinger Rathaus.

28. Oktober bis 5. November: 
Internationale Jugendarbeit mit Ungarn, Veranstalter DLRG-Jugend Wertheim/GJU-Freundeskreis VSJU Szekszárd, in Wertheim und Thüringen. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Besuch in Heidelberg, eine Fahrt nach Suhl in Thüringen, nach Weimar und Jena, Workshops zu Schiller, Goethe und deutscher Literatur.

10. November bis 3. Dezember: 
"Karlsruher Bücherschau", Ungarn als Gastland bei der Bücherschau. Ort: Landesgewerbeamt, Karl-Friedrich-Str. 17, Karlsruhe.

top

 



© Deutsch-Ungarische Gesellschaft e.V. mit Sitz in Stuttgart 1998 - 2004