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 Deutsch-Ungarische Korrespondenz, 1. Ausgabe 2001, Nr. 10:

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Deutsch-Ungarische Gesellschaft
in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Sitz Stuttgart
Internet: http://www.gemeindetag-bw.de/dug/index.php
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Telefon: 07156/205-325
Fax: 07156/205-345
Verantw. Redaktion: Jürgen Rahmig

4. Jahrgang/ 1. Ausgabe 2001/ Nr. 10

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Ungarn und Deutschland -
eine besondere Beziehung

Ganz im Zeichen der deutsch-ungarischen Beziehungen im 19. und 20. Jahrhundert stand das Symposion am 1./2. Februar an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen. Namhafte Wissenschaftler beleuchteten diese besondere Beziehung zwischen beiden Nationen unter verschiedenen Gesichtspunkten: Ungarn in der Habsburgermonarchie 1848 bis 1918, Ungarn und die deutsche Einheit im 19. Jahrhundert, deutsche Einwanderer in Ungarn - ungarische Arbeitnehmer in Deutschland, deutsch-ungarische Beziehungen in den Geisteswissenschaften am Anfang des 20. Jahrhunderts, die deutsch-ungarischen Beziehungen zwischen den Weltkriegen, Ungarn-Bilder in der deutschen Kunst in der Zwischenkriegszeit und Wendepunkte der deutsch-ungarischen Wissenschaftsbeziehungen seit dem Zweiten Weltkrieg.

Ein Grußwort zu Beginn des Symposiums hielt auch der DUG-Vorsitzende Dr. Christian O. Steger. Nachfolgend das Grußwort.

Dr. Steger: "Ungarn und Deutschland haben zwei gleichermaßen "aufregende" Jahre hinter sich: 1999 zehn Jahre Grenzöffnung Ungarns für die Deutschen, damit entscheidender Anstoß für den Fall des "Eisernen Vorhangs", der Europa teilte... Daran anschließend 2000: Zehn Jahre Wende in Ungarn, zehn Jahre deutsche Wiedervereinigung. Vor allem aber: Doppeltes Millennium in Ungarn. Wechsel des Jahrtausends wie überall und vor 1000 Jahren erhielt der erste ungarische König, Stephan, die Königskrone vom Papst. Mit der Aufnahme des Christentums und der Gründung des Staates bekannte sich Ungarn schon damals zur tausendjährigen Tradition Europas.

Ich zitiere: "Im Millenniumsjahr wollen wir die geistig-kulturellen Werte, die dieses kleine mitteleuropäische Volk in den 1000 Jahren hervorgebracht hat, für uns Ungarn - aber auch für Europa, bewusst machen. Die Eigenart der ungarischen Kultur im Kreuzpunkt west-östlicher und nord-südlicher Einflüsse wollen wir als eine sicher nicht uninteressante und unwichtige Farbe zu der Vielfalt der europäischen Kultur anbieten", so formulierte der neue ungarische Botschafter in Berlin, der uns gut bekannte Gergely Pröhle, in seinem Grußwort zu den am Ende letzten Jahres durchgeführten Karlsruher Buchwochen, bei denen Ungarn Gastland war.

Besser könnte ich die Zielvorstellungen unserer Gesellschaft nicht formulieren. In diesem Sinne ist es gut, dass unsere Universitäten in Tübingen und Heidelberg, das Haus der Geschichte, die Württembergische Landesbibliothek und das Kulturinstitut der Republik Ungarn diesen wichtigen Tagungszyklus veranstalten.

Heute kann man sagen, dass wir aus dem Zeitalter der Patenschaften der Nachkriegszeit in die Zeit der Partnerschaft mit Ungarn hinübergetreten sind, nicht zuletzt durch zwei Gesichtspunkte, die ich beispielhaft besonders hervorheben möchte.

Zum einen ist und bleibt es eine Tatsache, dass Ungarn 1989 ein weiteres Stück europäische Geschichte geschrieben hat: Es war Ungarn, das als erstes die Tür des "Eisernen Vorhangs" für die deutschen Flüchtlinge öffnete und damit eine Verbindung zum freien Westen schuf. Die Ungarn waren voller Mut und Weitsicht bereit, für Demokratie und Menschenrechte einzutreten und hierfür auch Risiken einzugehen. Sie hatten schon etwas Angst vor dem "Großen Bruder", wie man weiß. Damit haben sie entscheidend zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas insgesamt beigetragen und die Basis geschaffen für ihre eigene Demokratie und das Zusammenwirken von West- und Osteuropa in einer großen Europäischen Union.

Das deutsch-ungarische Verhältnis hat seit der Wende kontinuierlich an Tiefe gewonnen und ist derzeit völlig problemfrei. In einzelnen Bereichen ist es bereits dem Verhältnis zu den EU-Partnern vergleichbar. Der im Jahre 1992 in Kraft getretene deutsch-ungarische Freundschaftsvertrag hat das bilaterale Verhältnis auf eine breite und solide Grundlage für eine vertrauensvolle und zukunftsgerichtete Gestaltung der deutsch-ungarischen Beziehungen gestellt.

Zum zweiten freue ich mich immer wieder, wie sehr unsere Ungarndeutschen Heimatvertriebenen der alten Heimat zugetan sind. Trotz allem, was sie erlitten haben. Deswegen bewegen sie etwas Positives in Richtung alte Heimat. Das macht einen erheblichen Unterschied gegenüber anderen aus.

Im 17. und 18. Jahrhundert sind viele Menschen aus dem Südwesten Deutschlands nach der Befreiung Ungarns von der 200 Jahre dauernden Herrschaft der Türken in mehreren großen und kleinen Schwabenzügen nach Ungarn ausgewandert und fanden eine neue Heimat. Der Südwesten Deutschlands war damals das Armenhaus der Nation. Die Menschen hatten zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel.

Gegen Ende des letzten Krieges und danach kamen viele Ungarndeutsche nach ihrer Vertreibung oder auf der Flucht zurück in das Land ihrer Vorfahren, nach Baden-Württemberg. Mit ihrer Schaffenskraft und ihrem unbeugsamen Lebenswillen haben sie hier einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau geleistet.

Vor dem Hintergrund dieser "engen stammesmäßigen Verbundenheit" hat Baden-Württemberg bereits im Jahre 1954 auf einstimmigen Beschluss der seinerzeitigen Allparteienregierung die Patenschaft über die Volksgruppe der Donauschwaben und damit auch über die Ungarndeutschen übernommen. Viele kommunale Patenschaften folgten.

Zwischen Baden-Württemberg und Ungarn besteht heute eine intensive und zukunftsweisende Zusammenarbeit. Auf staatlicher, kommunaler und privater Ebene findet ein sehr reger Austausch statt. Dies spiegelt sich nicht nur in zahlreichen Treffen auf hoher politischer Ebene wider, sondern auch in vielfältigen Begegnungen zwischen den Menschen beider Länder.

Einen breiten Raum innerhalb des umfassenden Kooperationsgeflechts zwischen Ungarn und Baden-Württemberg nehmen die Pflege und der Ausbau kommunaler Partnerschaften und Kontakte ein. Auf der Grundlage von rund 110 Städte- und Gemeindepartnerschaften sowie acht Partnerschaften auf Landkreis- bzw. Komitatsebene findet eine intensive Zusammenarbeit statt. Dazu gehören Vereinsbesuche und andere kulturelle Ereignisse, wirtschaftsfördernde Maßnahmen, gemeinsame Seminare, Fortbildungsveranstaltungen und Hospitationen ebenso wie eine Kooperation der kommunalen Landesverbände. Knapp zwei Drittel aller kommunalen Partnerschaften mit Ungarn in ganz Deutschland werden hier in Baden-Württemberg gepflegt.

Einen besonderen Stellenwert hat der Austausch im Bereich von Kultur und Wissenschaft, Bildung und Ausbildung. Nicht umsonst hat Jean Monnet einmal zum Ausdruck gebracht, dass er, wenn er nochmals Europa zimmern müsste, nicht bei der Wirtschaft, sondern bei der Kultur beginnen würde. Zwischen Baden-Württemberg und Ungarn bestehen rund 130 Schulpartnerschaften, was einem Anteil von über der Hälfte aller deutsch-ungarischen Schulpartnerschaften entspricht. Jährlich besuchen im Durchschnitt über 3000 ungarische Schüler Baden-Württemberg und etwa die gleiche Zahl baden-württembergischer Schüler Ungarn.

Der Schüleraufsatzwettbewerb "Die Deutschen und ihre Nachbarn im Osten" ist im Schuljahr 1997/98 erstmals grenzüberschreitend ausgeschrieben worden; ganz bewusst hat Baden-Württemberg dabei in Ungarn begonnen. Die Beteiligung war riesengroß.

Das baden-württembergische Kultusministerium widmet sich in besonderem Maße der Verbesserung der schulischen Situation in Ungarn. Gerade der Leiter dieser Tagung, Ministerialrat Grau, hat sich enorme Verdienste auf diesem Feld erworben. In den letzten 10 Jahren haben rund 2000 ungarische Lehrer an Fortbildungsveranstaltungen in Baden-Württemberg teilgenommen.

Wichtige Arbeit leistet die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg. Sie hat von 1989 bis heute mit Mitteln von über sechs Millionen DM insgesamt rund 1000 Projekte in Ungarn gefördert. Schwerpunkte sind vor allem der Schüler-, Jugend- und Studentenaustausch sowie Maßnahmen zur Förderung der deutschen Sprache. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Stipendienprogramm für jährlich acht bis zehn Spitzenschüler ungarischer Nationalitätengymnasien für einen einjährigen Aufenthalt an baden-württembergischen Gymnasien ein.

Eine enge Kooperation gibt es im Bereich von Wissenschaft und Forschung, nicht zuletzt auf der Grundlage von rund 20 Hochschulpartnerschaften. Wem sage ich das? Von besonderer Bedeutung sind die überaus intensiven und vielfältigen Wirtschaftsbeziehungen. Über 400 baden-württembergische Unternehmen sind in Ungarn tätig. Rund ein Fünftel des deutsch-ungarischen Warenaustausches läuft über Baden-Württemberg. Es konnten in den letzten Jahren enorme Zuwachsraten und eine insgesamt ausgeglichene Handelsbilanz verzeichnet werden. Das Handelsvolumen hat die Vier-Milliarden-Grenze längst überschritten, und Ungarn ist in die Gruppe der zehn größten Außenhandelspartner Baden-Württembergs aufgestiegen.

Wir haben das Angebot der ungarischen Regierung angenommen und Baden-Württemberg hat sich neben den üblichen Kontakten wie kein anderes Land mit rund 200 Veranstaltungen an den Millenniumsfeierlichkeiten zum 1000. Jahrestag der Staatsgründung Ungarns im Jahr 2000 beteiligt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
eines der großen Ziele Ungarns ist sein Beitritt zur Europäischen Union. Ungarn hat hierfür schon früh die Initiative ergriffen und in seiner konsequenten Europapolitik auch als erstes Reformland am 31. März 1994 den Antrag auf die EU-Mitgliedschaft gestellt. Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens nach dem Unionsvertrag hat die Europäische Kommission schon im Juli 1997 festgestellt, dass Ungarn über die Merkmale einer Demokratie mit stabilen Institutionen verfügt, die die rechtsstaatliche Ordnung, die Menschenrechte und die Achtung von Minderheiten und ihren Schutz gewährleisten, dass Ungarn als eine funktionierende Marktwirtschaft angesehen werden kann und fähig sein sollte, dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften innerhalb der Union mittelfristig standzuhalten.

Die Republik Ungarn hat in vielerlei Hinsicht eine Vorreiterrolle innerhalb der östlichen Staaten übernommen, sei es im Demokratisierungs- und Transformationsprozess oder auch in einer beispielhaften Wirtschafts- und Minderheitenpolitik, auch wenn dort noch Wünsche offen sind.

Die bevorstehende Osterweiterung wird zu einer entscheidenden Bewährungsprobe auch für die Gemeinschaft selbst. Zu Recht sehen die Ungarn und die anderen jungen Demokratien in Mittel- und Osteuropa ihre politische wie auch ihre wirtschaftliche Zukunft in der Europäischen Union. Westeuropa muss sich der neu zugewachsenen Verantwortung stellen. Der europäische Einigungsgedanke war von Anfang an viel mehr als nur ein wirtschaftspolitisches Konzept.

Es liegt in unserem eigenen Interesse, die in den mittel-osteuropäischen Reformstaaten, voran Ungarn, entstandenen Demokratien zu stabilisieren, Marktwirtschaft mit aufzubauen und das friedliche Zusammenleben zu sichern. Städte wie Budapest, Bukarest, Prag und Warschau gehören zur europäischen Kultur und zur europäischen Geschichte ebenso wie Brüssel, Madrid, Paris, Rom oder Wien. Gemeinsam müssen wir verhindern, dass sich ein neuer Spalt zwischen West und Ost auftut, den Europa nicht verträgt und der uns allen schaden würde."






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Budapester Koalition am Ende

Budapest. Der Streit um den Ankauf von gebrauchten 68 Straßenbahnzügen der Stadt Hannover hat die Koalition des Budapester Stadtparlaments in die Krise gebracht. Die Koalition aus Sozialisten (MSZP) und Liberalen (SZDSZ) von Oberbürgermeister Gábor Demszky (SZDSZ) scheint zu zerbrechen. Der Grund: Demszky und die Liberalen waren gegen den Ankauf der Züge, die schon über 25 Jahre alt sind und nach Ansicht von Demszky zu schwer und hoch für Budapest. Doch die Sozialisten stimmten zusammen mit der Opposition im Stadtparlament für den Kauf der Züge für sieben Milliarden Forint.

npl






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Verbindung von Tradition und Moderne
Gespräch mit Tamás Mydlo, dem ungarischen Generalkonsul in Stuttgart

Von Jürgen Rahmig

Stuttgart. Der ungarische Generalkonsul in Stuttgart, Dipl.-Ing. Tamás Mydlo, spart während des Gesprächs in seinem Büro im Generalkonsulat in Stuttgart nicht mit Lob für Baden-Württemberg. Seit August vergangenen Jahres arbeitet er in der baden-württembergischen Metropole. Er kam für Tamás Freund, der überraschend abgelöst worden war. Der neue Generalkonsul hat es im "Ländle" einerseits leicht, weil es kaum problemfreiere und gleichzeitig so enge Beziehungen zwischen Ländern gibt wie zwischen Baden-Württemberg und Ungarn. Andererseits ist es bei diesen Voraussetzungen nicht gerade einfach, neue Akzente zu setzen.

Der Ingenieur und Diplomat, der vor der Wende in der ungarischen Handelskammer tätig war und sich dort mit den internationalen Wirtschaftsbeziehungen befasst hat, hat sich unter anderem das Ziel gesetzt, die zahlreichen Gemeindepartnerschaften zwischen Ungarn und Baden-Württemberg auch in wirtschaftlicher Hinsicht zu erweitern. Wichtig ist es ihm auch, den Erfahrungsaustausch auf lokaler Ebene zu fördern, beispielsweise im Bereich des Nahverkehrs oder der Wasserver- und Abwasserentsorgung.

Baden-Württemberg sei sehr gut strukturiert, sehr bodenständig, alles werde gut vorbereitet. Andererseits zeigte er sich bei seiner Ankunft überrascht von der Kontaktbereitschaft und Offenheit im Schwabenland. Und - was vereinbart werde, das gelte auch. Äußerst bemerkenswert findet er die gelungene Verbindung von Traditionalität einerseits und hochmoderner, exportorientierter Wirtschaft andererseits. Davon könne Ungarn noch lernen. Viele Firmen aus Baden-Württemberg haben in Ungarn Niederlassungen oder sind Joint Ventures eingegangen. Darauf will Mydlo aufbauen. Für Ungarn sei es dabei wichtig, als Standort und Wirtschaftspartner weiter attraktiv zu sein, nicht nur wegen der niedrigeren Lohnkosten, sondern auch wegen der Spezialisten im eigenen Land. "Ich glaube, unser Kapital sind die Köpfe der Fachleute." Dafür spricht, dass viele ausländische Firmen nach Angaben von Mydlo versuchen, ihre Forschungsabteilungen nach Ungarn zu verlegen oder dort zumindest eigene Abteilungen aufzubauen.

Für Ungarn hofft der Generalkonsul auf den Turbo-Effekt in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Wirt-
schaftsdaten seien "absolut positiv" und die über-
wiegende Mehrheit der Bevölkerung befürworte den Beitritt zur Europäischen Union. Den EU-Gipfel von Nizza vor wenigen Wochen wertet Mydlo (siehe Foto) - zumindest was die Erweiterung angeht - als Erfolg.
"Wir sind zufrieden mit den Entscheidungen" und: "Wenn wir 2004 bei den Europawahlen mit dabei sind, dann wäre das wirklich optimal." Ungarn jedenfalls werde bis 2002 zum Beitritt bereits sein. Dafür hätten die Menschen im Land enorme Leistungen vollbracht.
"Sehr sympathisch" findet er in Baden-Württemberg die vielen Mittelständler, die "sehr selbstbewusst und erfolgreich arbeiten" und deren Firmen hier das Fundament der Wirtschaft bilden.
Im Vergleich dazu stehen die Ungarn nach vier Jahrzehnten Kommunismus vor einem Neuaufbau. "Ich hoffe allerdings", so Mydlo lachend, "dass dieser bei uns nicht so viele Generationen in Anspruch nehmen wird." Was früher so bequem und sicher erschien, habe sich in Ungarn mit der Wende 1989 total verändert. Nicht alle Ungarn seien in der Lage gewesen, sich diesen veränderten Bedingungen anzupassen.

Noch immer zähle ein namhafter Teil der Gesellschaft zu den "Verlierern der Wende". Mydlo hofft, dass der Wirtschaftsaufschwung in Ungarn mehr Geld für soziale Aufgaben freisetzen wird. Die soziale Verantwortung sieht er aber nicht nur bei der jeweiligen Regierung liegen, sondern auch bei der Wirtschaft selbst. Mydlo formuliert es daher noch vorsichtig, aber er glaubt doch schon sagen zu können, dass im Zusammenhang mit der Wende in Ungarn von einer "Erfolgsstory" geredet werden könne.

Schon vor 1989 interessierte sich Tamás Mydlo für Außenpolitik und den diplomatischen Dienst. Als es möglich wurde, ergriff er die Gelegenheit daher beim Schopfe und schlug die diplomatische Laufbahn ein. Der erste Nachwende-Premier Ungarns, József Antall, holte ihn ins Außenministerium. Seitdem hat er in jeder ungarischen Regierung "gedient". Mydlo gehört keiner Partei an - in dieser Hinsicht hat er sich seine Unabhängigkeit bewahren wollen. Für ihn zählt der gesunde Menschenverstand und natürlich die Loyalität zum Land.

Mydlo wurde Gesandter Ungarns in Berlin. Damals war das dort noch die Außenstelle der ungarischen Botschaft in Bonn. Heute ist es umgekehrt. Zwischen 1996 und 1998 war er dann im Außenministerium Referatsleiter für die deutschsprachigen Länder, danach koordinierte er im Amt des Ministerpräsidenten Viktor Orbán die Beziehungen zwischen dem Ministerpräsidentenamt und anderen Ministerien, darunter dem Ressort für Verteidigung. Das war zur Zeit des Kosovo-Krieges und unmittelbar nach dem ungarischen Nato-Beitritt: "Zwei Wochen nach dem Nato-Beitritt waren wir schon mittendrin." Er ist sich sicher, dass Nato-Politiker wie -Generäle dabei durchaus von den großen Erfahrungen Ungarns auf dem Balkan profitiert haben.

Mydlo ist verheiratet. Seine Frau ist in Budapest als Juristin tätig. Die jüngere der beiden Töchter geht dort auch zur Schule, während die ältere in Wien studiert. In der Freizeit spielt Mydlo gerne Tennis. In Stuttgart besucht er - wenn es die knapp bemessene Zeit noch zulässt - die Mineralbäder. Außerdem versucht er das Land kennen zu lernen. Gerne möchte er auch jene Städte und Gemeinden besuchen, die in partnerschaftlichen Verbindungen mit Ungarn stehen.






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Höhere Maut in Ungarn

München/Budapest. Die Gebühren für die Autobahn M 1 von der österreich-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf bis nach Budapest und für die M 3 von Budapest nach Füzesabony sind laut ADAC zum Jahresbeginn um sechs Prozent angehoben worden. Die Wochenvignette kostet jetzt elf Mark, die Monatsvignette rund 19 Mark und die Jahresvignette statt bisher 167 Mark nun 177 Mark.

Für die M 5 von Budapest nach Kiskunfelegyhaza muss für die Fahrt auf der Gesamtstrecke jetzt eine Benutzungsgebühr von 17 Mark (bisher 16 Mark) entrichtet werden. Auf der Autobahn M 5 haben die Vignetten keine Gültigkeit.

adac






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Lebte Raoul Wallenberg noch bis 1989?
Neue Untersuchungen wecken erneut Zweifel an offiziellen Moskauer Angaben

Stockholm/Moskau. Der schwedische Diplomat Raoul Wallenberg, der im Zweiten Weltkrieg zur Rettung von über 100 000 ungarischen Juden beigetragen hat, soll doch länger gelebt haben, als bisher angenommen.

Nach langjährigen Untersuchungen einer schwedisch-russischen Expertenkommission, die entsprechende Dokumente in Russland ausfindig gemacht und untersucht haben, soll Wallenberg möglicherweise sogar bis 1989 gelebt haben. Allerdings geht man im russischen Teil des Berichts der Kommission weiter davon aus, dass Wallenberg am 17. Juli 1947 im Lubljanka-Gefängnis in Moskau gestorben ist. Das ist die bisherige offizielle Moskauer Version. Moskau hat Wallenberg Ende des vergangenen Jahres förmlich rehabilitiert und dabei erneut dieses Todesdatum genannt. Immer wieder hatten noch in den 50er Jahren Heim kehrende Kriegsgefangene davon berichtet, sie hätten Wallenberg in dem einen oder anderen Lager oder Gefängnis gesehen.

Einen gemeinsamen Bericht konnte die Kommission nicht herausgeben, da die Aussagen des schwedischen und des russischen Berichts zu stark differierten. Außerdem mussten die Mitglieder der Kommission feststellen, dass trotz der nun zugänglichen Archive Protokolle und Dokumente zum Fall Wallenberg teilweise fehlten. Nach Angaben der Stockholmer Zeitung "Expressen" sei Wallenberg noch 1981 in ein psychiatrische Anstalt in der Nähe von Moskau gebracht worden. Der "Expressen" lässt die Historikerin Susan Mesinai zu Wort kommen, wonach der US-Geheimdienst CIA aus dem Jahr 1983 auch Aussagen von Sowjetbeamten habe, die den Aufenthalt Wallenbergs in einer solchen Anstalt bestätigten. Nach Meinung der schwedischen Forscher hatte der Kreml ein starkes Interesse an Wallenberg als Tauschobjekt für Sowjetspione, die im Westen oder im neutralen Schweden inhaftiert waren. Kritik übte die schwedische Historikerin Susanne Berger in diesem Zusammenhang an der eigenen Regierung, die zur Zeit den kalten Krieges ihr Interesse an einem guten Verhältnis zu Moskau über das der Rettung von Raoul Wallenberg gestellt habe. In dem Bericht ist nicht nur von Desinteresse früherer schwedischer Regierungen, sondern auch von Feigheit die Rede, den Fall Wallenberg zu verfolgen. Möglicherweise wäre Wallenberg durch einen Tausch gegen russische Spione freigekommen.

Raoul Wallenberg war 1944 Legationsrat an der schwedischen Botschaft in Budapest. Der aus einer Industriellenfamilie stammende Schwede stellte für ungarische Juden Pässe aus, mit denen er viele vor der drohenden Deportation in deutsche Vernichtungslager retten konnte. Für die unter seinem Schutz stehenden Juden mietete er extra Gebäude an. So und auf andere Art gelang es ihm, Zigtausende von Juden vor dem sicheren Tod zu bewahren. Im Januar 1945 wurde Wallenberg von der einrückenden Roten Armee gefangen genommen und verschleppt. Moskau hielt Wallenberg offenbar für einen westlichen Spion.

gea/jr






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CSU macht sich für Ungarn stark

Kreuth. Die CSU hat sich hat sich auf ihrer Klausurtagung in Wildbad Kreuth für Ungarn stark gemacht. Der Landesgruppenchef der CSU, Michael Glos, forderte die Europäische Union zum Abschluss der Klausur auf, Ungarn als erstes osteuropäisches Land aufzunehmen. Die gleichzeitige Aufnahme aller Beitrittskandidaten sei unrealistisch, der bisherige Fahrplan der EU unrealistisch, die Finanzierung noch unklar. Glos lobte den historischen Beitrag Ungarns zur deutschen Wiedervereinigung. Nach Meinung von Christian Schmidt, dem außenpolitischen Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, sei Ungarn prädestiniert, weil es eine überschaubare Größe habe, die Arbeitslosigkeit mit sechs Prozent kleiner als in Deutschland sei, die Auswanderungsbereitschaft der Arbeitnehmer gering und Probleme mit der Agrarstruktur nicht zu erwarten seien. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán als Gast der CSU-Klausurtagung sprach nochmals die Hoffnung aus, dass Ungarn im Jahr 2004 Mitglied der EU sei.

aem

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Kirche bekommt Basilika zurück

Budapest. Die katholische Kirche in Ungarn soll die St.-Stephans-Basilika in Budapest, die größte katholische Kirche der ungarischen Hauptstadt, zurück erhalten. Bis zur Wende gehörte die Basilika zum Eigentum des Stadtrats, seitdem der Staatsverwaltung. Seit Jahren wird sie wieder hergerichtet. In den vergangenen beiden Jahren flossen fast zwei Milliarden Forint aus dem Staatshaushalt in die Renovierung der Kirche.

npl

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Deutsches Abitur in Baja

Baja. Das Ungarndeutsche Bildungszentrum in Baja darf künftig neben dem ungarischen Abitur auch das deutsche an Absolventen der Schule vergeben. Ministerialdirektor Dr. Albert Spiegel vom Auswärtigen Amt in Berlin und der Unterstaatssekretär im ungarischen Bildungsministerium, Dr. László Komlósi, unterzeichneten Ende vergangenen Jahres eine enstprechende Vereinbarung. Zwar konnten die Schüler des Bildungszentrums auch bisher schon das deutsche Abitur machen, allerdings nur im Rahmen einer Sonderprüfung an der Deutschen Schule in Budapest. Nun können die Schüler in Baja in einer einzigen Prüfung sowohl das deutsche als auch das ungarische Abitur machen. Entsprechend dem Gewicht dieser Vereinbarung würdigten die Politiker das Abkommen. Zu den Bedingungen für diese außergewöhnliche Vereinbarung gehören bestimmte Lehrplananforderungen, an die Fächer selbst, die Stundenzahlen, Curricula und die Lehrer selbst, so Dr. Spiegel in einem Gespräch mit der Neuen Zeitung, dem ungarndeutschen Wochenblatt. Im Prinzip, so Spiegel habe er in Baja für die 17 bundesdeutschen Länderregierungen unterzeichnet.

Neue Zeitung

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Starfighter fürs Szolnoker Museum

Szolnok. Das Fliegermuseum der Reutlinger Partnerstadt Szolnok verfügt seit kurzem über ein deutsches Kampfflugzeug vom Typ Starfighter F-104. Der Verteidigungsattaché der deutschen Botschaft in Budapest, Oberst i.G. Manfred Tietje übergab den ausgemusterten Militärjet im Januar 2001 an Oberst János Varga. In Szolnok befindet sich nicht nur das Fliegermuseum, sondern auch die Fliegerakademie der ungarischen Luftwaffe.

Neuer Pester Lloyd

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Literaturpreis für Esterházy

Budapest. Der große ungarische Schriftsteller und Romancier Péter Esterházy erhält den neuen Ungarischen Literaturpreis, der mit fünf Millionen Forint dotiert ist. Der neue Preis ist von zehn führenden, teilweise ausländischen, aber in Ungarn tätigen Firmen als Stiftung "Ungarn in Europa" ins Leben gerufen worden. Der Preis wird jährlich verliehen und soll helfen, die gesellschaftlichen und kulturellen Bande zwischen Ungarn und Europa zu festigen und zur Verbreitung der ungarischen Kultur beitragen. Vorsitzender des Präsidiums der Stiftung ist der frühere ungarische Präsident Árpád Göncz, Geschäftsführer der frühere ungarische Industrieminister und heutige Leiter der DaimlerChrysler-Repräsentanz in Ungarn, Szabolcs Fazakas.

Neuer Pester Lloyd

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Karlspreis für Konrád

Aachen. Der ungarische Schriftsteller und Präsident der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg, György Konrád, wird mit dem Karlspreis 2001 ausgezeichnet. Er erhält den angesehenen Preis in seiner Eigenschaft als Weltbürger, europäischer Humanist und Bindeglied zwischen zwei Teilen Europas. Konrád ist nach dem Politiker Gyula Horn der zweite Ungar, dem diese Ehrung zuteil wird. Die Preisverleihung ist für Mai 2001 vorgesehen.

eb

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Neuer Finanzminister

Budapest. Mihály Varga, bisher politischer Staatssekretär im Finanzministerium, hat Finanzminister Zsigmond Járai im Amt abgelöst. Járai übernimmt ab März 2001 die Leitung der Ungarischen Nationalbank. Das Mandat des bisherigen Chefs der Ungarischen Nationalbank, György Surányi, läuft im März aus. Der Abgeordnete der Regierungspartei Fidesz, András Tállai, wird neuer Staatssekretär im Finanzministerium. Varga leitete den Ausschuss zur Untersuchung der Bankenkonsolidierung, bevor er Staatssekretär wurde.

Neuer Pester Lloyd

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Volkszählung in Ungarn

Budapest. In Ungarn ist im Februar eine Volkszählung durchgeführt worden, die erstmals wieder anonym war und bei der unter anderem auch nach der Konfession der Bürger gefragt wurde. Otto Heinek, der Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, hat die Ungarndeutschen in Ungarn dazu aufgerufen, sich bei der Volkszählung zur eigenen Identität zu bekennen.

eb

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Neuer Leiter des Minderheitenamtes

Budapest. János Báthory, Ethnograph und Soziologe, ist neuer Leiter des Regierungsamts für Minderheiten in Budapest. Der 51-Jährige ist eines der Gründungsmitglieder der MDF. Báthory war schon von 1990 bis 1995 stellvertretender Leiter des Amts. Danach war er in verschiedenen Funktionen im Amt für Auslandsungarn tätig. Einige Minderheiten, insbesondere Vertreter der Roma, sollen Vorbehalte gegen Báthory geäußert haben der ein Buch über die Roma geschrieben und veröffentlicht hatte. Letztlich aber sprachen auch sie sich offenbar für ihn als neuen Leiter aus.

npl

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Hilfe für Pécsvárad

Pécsvárad/Külsheim. Nachträgliche Weihnachtsgeschenke für den Kindergarten in Pécsvárad in Südungarn bekamen die Kinder von der Külsheimer Partnerstadt im Main-Tauber-Kreis. Edeltraud Kuhn und Marlene Kirschner hatten gebrauchte Spielsachen für die Kindergärten der ungarischen Gemeinde gesammelt. Die gesammelten Spielsachen wurden im Januar 2001 nach Ungarn gefahren und der Kindergartenleiterin von Pécsvárad, Margit Schultheisz, übergeben. Für die kleine Delegation aus Külsheim tanzten die Kindergartenkinder in Tracht zuerst deutsche und dann ungarische Tänze, manche trugen Gedichte vor und man sang gemeinsam Kinderlieder. Zur Zeit gibt es in den zwei Kindergärten von Pécsvárad 150 Kinder in fünf Gruppen. Die Kinder können schon ab sechs Uhr gebracht werden. Dort gibt es auch Mittagessen. Die Kindergärten sind bis 17 Uhr offen. Die Gruppenleiterinnen hatten nun die Aufgabe, die Spielsachen gerecht unter den Kindern aufzuteilen.

Gut erhaltene Büromöbel, einen ganzen Lkw voll, erhielt Pécsvárad einen Tag vor Heiligabend aus Frankfurt am Main. Die Möbel sind ein Geschenk der Hessischen Landesbank Frankfurt. Die Möbel wurden auf die einzelnen Bereiche der Pécsvárader Verwaltung, also Kindergärten, Grundschule, Musikschule, Altersheim, Bibliothek, Feuerwehrdienststelle und Bürgerhaus aufgeteilt. Außerdem waren noch Schokoladenprodukte der Firma Ferrero im Wert von 5000 DM dabei, die natürlich vor allem für die Kinder gedacht waren.

Fränkische Nachrichten/Neue Zeitung

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Enying stellt sich vor

Bad Urach/Enying. Von Anfang an ging es bei der neuen Partnerschaft zwischen Bad Urach und Enying auch um wirtschaftliche Kooperationen. Seit dem vergangenen Herbst sind die beiden Städtchen liiert. Mitte Februar war nun eine Delegation aus Enying in der Stadt an der Erms. Bürgermeister Dr. László Ovári und Anna Esz vom Ungarischen Außenhandelsbüro stellten ihr Land und das Städtchen Enying mit rund 7500 Einwohnern vor, referierten über die Wirtschaftslage und Zukunftsperspektiven Ungarns. Staatliche 408 Betriebe gibt es dort und wegen der fruchtbaren Böden auch eine gut entwickelte Landwirtschaft. Dr. Ovári warb um Investitionen in Enying.

Reutlinger General-Anzeiger

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Madl: EU-Beitritt bis 2004

Regensburg. Ungarns Staatspräsident Ferenc Madl hat im Februar hat bei der Jahreshauptversammlung der deutschen Südosteuropa-Gesellschaft in Regensburg noch einmal betont, dass Ungarn bis 2004 der Europäischen Union beitreten möchte. Mit einer Arbeitslosenquote von unter zehn Prozent und rund fünf Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr sei das Land für die EU gut gerüstet. "Wir sind so weit in der Erfüllung der Kriterien, dass nicht mehr gewartet werden kann", so Madl. Die Kandidatenländer, so der Präsident weiter, wollten bereits 2004 an den Europawahlen und der Regierungskonferenz teilnehmen. Er kritisierte auch die in Nizza festgelegte Zahl von Sitzen im Europaparlament. Das sei zu wenig im Vergleich mit Belgien, Griechenland, Portugal und Tschechien, die 20 Sitzen erhielten, Ungarn hingegen nur 18.

Zum Abschluss der Veranstaltung ist der Südosteuropa-Korrespondent der Frankfur-ter Allgemeinen Zeitung, Matthias Rüb, mit der Rudolf-Vogel-Medaille ausge-zeichnet worden. Außerdem wurden Förderpreise für Nachwuchswissenschaft-ler vergeben.

Eb

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Donaugipfel in Ulm

Ulm. Die deutschsprachige Universität in Budapest nimmt konkrete Gestalt an. Bayern, Baden-Württemberg und Österreich wollen die geplante Universität maßgeblich unterstützen und auch die Bundesregierung in Berlin will ihren Beitrag dazu leisten. Die Regierungschefs von Baden-Württemberg, Erein Teufel, von Bayern, Österreich und Ungarn gaben beim Donaugipfel in Ulm ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich auch die Schweiz an dem Projekt beteiligen werde. Geplant ist eine postgraduale Institution mit regionalem Charakter. Die deutschsprachigen Länder werden unter anderem Lehrkräfte entsenden und Stipendien zur Verfügung stellen.

Ein weiteres Thema des hochkarätigen Treffens in der Donaustadt Ulm war die EU-Erweiterung. Alle Gipfelteilnehmer betonten den Wunsch, dass Ungarn so rechtzeitig aufgenommen werden sollte, dass es schon 2004 an den Europawahlen teilnehmen kann.

eb/npl






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Kultur als Schlüssel zu den Menschen
Pröhle - jüngster Botschafter in größter ungarischer Auslandsvertretung

Berlin/Stuttgart. Seine Laufbahn ist eng mit Deutschland verknüpft. Der neue außerordentliche und bevöllmächtigte Botschafter der Republik Ungarn in Berlin, Gergely Pröhle, war zuvor bereits zwei Jahre lang beamteter Staatssekretär des Ministeriums für das Nationale kulturelle Erbe Ungarns, also im ungarischen Kulturministerium. In dieser Eigenschaft war er gleichzeitig Ko-Vorsitzender der gemischten Kommission Baden-Württemberg/Ungarn und damit Gesprächspartner des Stuttgarter Staatsministers Dr. Christoph-E. Palmer in diesem Gremium.

Pröhle ist seit dem Spätsommer 2000 Botschafter. Er ist einer der jungen, aufstrebenden und von der Vergangenheit unbelasteten ungarischen Politiker. Er war gerade mal 33 Jahre alt, als er 1998 Mitglied der neuen ungarischen Regierung wurde. Er gehört zu jenen Politikern, die sich moderat, aber bestimmt ausdrücken und große Auseinandersetzungen zu vermeiden suchen. Er ist ein stiller Arbeiter und Macher, der seine Standpunkte aber durchaus zu vertreten und durchzusetzen weiß.

Vor seiner Berufung ins Kulturministerium war Pröhle Leiter des Budapester Büros der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Mit Palmer verbindet Pröhle mehr als die relativ kurze gemeinsame Arbeit in der gemischten Kommission. Ein Grund dafür dürfte auch ihr etwa gleiches Alter sein, vor allem aber ihre starken kulturellen Interessen. Beide lieben die Musik. Pröhle stammt aus einer musikalischen Pfarrersfamilie, er spielt gerne Klavier und hat mit seinem Jazzorchester vor Jahren sogar einen Fernsehwettbewerb gewonnen. Pröhle studierte Germanistik in Budapest und nahm ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Hamburg in den Fächern Germanistik und Politologie wahr. Danach studierte er Internationale Beziehungen in Budapest.

Nach dem Studium betätigte sich Pröhle journalistisch bei verschiedenen Zeitungen beziehungsweise Zeitschriften sowie beim ungarischen Radio, danach beim fremdsprachlichen Lektorat der ELTE-Universität Budapest. Seine Hobbys sind die Musik und das Segeln. Pröhle ist verheiratet mit Noémi Korányi. Ihr gemeinsamer Sohn ist im Spätsommer in Budapest zur Welt gekommen.

Der heute 36-jährige Pröhle, seines Zeichens jüngster Botschafter Ungarns in der neu erbauten, größten ungarischen Auslandsvertretung der Welt in Berlin, ist parteilos, doch steht er der liberalen Regierungspartei Fidesz nahe. Beides, die Größe der ungarischen Vertretung in Berlin wie auch die Berufung Pröhles mit seinem politischen und beruflichen Werdegang, macht deutlich, welches Gewicht den ungarisch-deutschen Beziehungen beigemessen wird.

Im Mittelpunkt der politischen Bemühungen Ungarns steht zur Zeit natürlich der geplante Beitritt zur Europäischen Union. Insofern ist Berlin, ist Deutschland, aber auch Baden-Württemberg für Ungarn von besonderer Bedeutung. Deutschland war und ist Fürsprecher Ungarns in Brüssel und Deutschland drängt darauf, dass Ungarn auf jeden Fall zu den ersten neuen EU-Mitgliedern gehören muss.

Das hat seine Ursache nicht nur, aber auch in der Grenzöffnung vor über elf Jahren. Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl sagte bewegt, dass man dieses den Ungarn nie vergessen werde. Die Tatsache der Grenzöffnung für die Deutschen aus der DDR und der nachfolgende Fall der Berliner Mauer sind sicherlich ein Grund für die Dankbarkeit Deutschlands. Doch Pröhle baut lieber auf Tatsachen und Tatsache ist für ihn, dass Deutschland bei einem Beitritt Ungarns zur EU ganz deutliche wirtschaftliche Vorteile hat.

Das Berufsbild des Diplomaten im Ausland hat sich gewandelt. Es geht nicht mehr in erster Linie um die Vermittlung von Regierungspolitik im Gastland, sondern vor allem auch um Kultur und Wirtschaft. Für Gergely Pröhle steht fest, dass die Kultur der Schlüssel zu den Menschen im jeweiligen Land ist. Insofern ist es auch nicht verwunderlich, dass der neue Botschafter in Berlin die Generalkonsulate und Kulturinstitute Ungarns in Deutschland in kultureller wie auch wirtschaftlicher Hinsicht besser koordinieren möchte. Die Kultur als Sympathieträger für Ungarn in Deutschland, das bedeutet für ihn eine ganz wichtige Brückenfunktion. Insofern war die Frankfurter Buchmesse 1999 mit dem Schwerpunkt Ungarn von größter Wichtigkeit. Pröhle war an ihrem Gelingen damals maßgeblich als Organisator und Koordinator beteiligt. Große Bedeutung misst er auch dem Wiener und dem Berliner Collegium Hungaricum und dem Wirken des Ungarischen Kulturinstituts in Stuttgart bei, wo Vera Szolnoki immer wieder äußerst anspruchsvolle Veranstaltungen auf die Beine stellt.

jr

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Ungarn und Osteuropa

Inzigkofen. "Europa - kulturelles Erbe und Gegenwart: Ungarn und Osteuropa". Die Heimvolkshochschule Inzigkofen im Donautal und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemerg veranstalten zu diesem Thema vom 26. bis 29. März 2001 in Inzigkofen ein Seminar. Das Seminar erinnert daran, dass am abendländischen Erbe Europas auch die Länder Anteil haben, die nach dem zweiten Weltkrieg zum Ostblock zählten und heute auf den Beitritt zur Europäischen Union warten. Bei dem Seminar wird vor allem Ungarn mit seiner reichen Geschichte und Kultur im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es um die Geschichte Ungarns, aber auch um Höhepunkte des Musikschaffens.

An einem ungarischen Liederabend bringen die Sopranistin Barbara Plankert und Dr. Ulrich Fritz Volkslieder, Kunstlieder und Klaviermusik zur Aufführung.Im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm beschäftigen sich die Seminarteilnehmer mit Geschichte und Gegenwart der Donauschwaben. Schließlich geht es um die Frage, wie Ungarn sich seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft entwickelt hat. Seminarleiter sind Dr. Karlheinz Dürr, Referent für Europa in der Landeszentrale für politische Bildung, Bad Urach, und Bernd-Joachim Eck, der Leiter des Volkshochschulheims Inzigkofen.

eb

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EU-Rechtsharmonisierung

Budapest. Ausländer, die sich länger als 90 Tage in Ungarn aufhalten wollen, sollen künftig ein Visum für ein Jahr erhalten können. Ein entsprechender Vorschlag liegt dem Parlament in Budapest zur Entscheidung vor. Die gesetzliche Regelung soll ab 2002 gelten. Die Regelung soll als Aufenthaltserlaubnis gelten und für jeweils zwei Jahre verlängert werden können. Das Gesetz ist im Zuge der EU-Rechtsharmonisierung geplant. Nicht mehr möglich sein soll dann laut einer Meldung des "Neuen Pester Lloyd" die beliebte Praxis, dass Ausländer monatlich für kurze Zeit das Land verlassen und dann wieder einreisen. Ohne Visum ist künftig statt bisher 30 Tage ein Aufenthalt von 90 Tagen in Ungarn möglich, doch kann diese Möglichkeit nur einmal im Jahr in Anspruch genommen werden.

Neuer Pester Lloyd






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DUG-Nachrichten


Mitgliederversammlung der DUG am 15.März 2001, 18 Uhr

Am 15. März 2001, am ungarischen Nationalfeiertag, findet um 18 Uhr die Mitgliederversammlung der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft in der BRD e.V. im Kulturinstitut der Republik Ungarn in Stuttgart, Haussmannstrasse 22, statt. Die Versammlung ist nicht öffentlich.

Öffentlich ist dagegen um 19.30 Uhr der Vortrag von DUG-Mitglied Professor Dr. Deszö Varju aus Tübingen über die spektakulären Sinne der Tiere. Der Vortrag "Mit den Ihren sehen und den Beinen hören - die spektakulären Sinne der Tiere" ist gleichzeitig auch der Titel seines Buches, das jetzt bei Goldmann auch als Taschenbuch erschienen ist.

Professor Varju hatte bis zu seiner Emeritierung den Lehrstuhl für Kybernetik an der Universität Tübingen inne. Der Vortrag findet im großen Vortragssaal des Kulturinstitutes statt. Dazu wie zum anschließenden Empfang sind alle Interessierten eingeladen.






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Termine/Veranstaltungen

Bis 27. Mai 2001: Sonderausstellung des Archäologischen Landesmuseums in Konstanz: "Von Augustus bis Attila - Leben am ungarischen Donaulimes". In Zusammenarbeit mit dem Ungarischen Nationalmuseum zeigt das Archäologische Landesmuseum in Konstanz am Bodensee wichtige und interessante Funde aus der reichhaltigen Hinterlassenschaften der Römer am Donaulimes in Ungarn.

22. April 2001: Traditionelle Teilnahme Tataer Läufer am Gerlinger Solitudelauf.

21. bis 24. Juni 2001: Trinationale Begegnung in Gerstetten mit Gästen aus dem ungarischen Pilisvörösvár und dem französischen Cébazat unter dem Thema "Wirtschaftsförderung und -entwicklung im strukturschwachen Raum".

29. Juni bis 2. Juli 2001: Fahrt der Gerlinger Volkshochschule zum Wasser-Musik-Blumen-Festival in die ungarische Partnerstadt Tata.

28. Juli bis 4. August 2001: Deutsch-ungarische Jugendbegegnung in Gerstetten unter dem Thema "Erdgeschichte und Menschen der Schwäbischen Alb".

22. September 2001: Bácsalmáser Heimattreffen und Kirchweihfest im Backnanger Bürgerhaus.






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Erneuter Chemie-Unfall

Bukarest. Die Serie von Chemieunglücken in Rumänien mit direkten Auswirkungen auf die rumänischen Gewässer, aber in der Folge auch auf Theiß und Donau in den Nachbarstaaten haben können, hält an. Mitte Februar ist aus einer rumänischen Chemiefabrik bei Craiova Ammoniak ausgetreten und hat den Donauzufluss Jiu verseucht. Die Auswirkungen der Unfalls sollen sich dieses Mal allerdings auf die Jiu beschränkt haben, so von rumänischer Seite versichert.

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Kulturinstitut der Republik Ungarn

Interessierte können das Programm des Kulturinstituts direkt beim Kulturinstitut anfordern. Anschrift: Ungarisches Kulturinstitut, Haussmannstrasse 22, 70188 Stuttgart, Tel.: 0711-16 48 70. Außerdem ist das Kulturinstitut auf diesem Webserver zu erreichen. Klicken Sie dazu auf das farbige Anhängsel der kompletten DUG-Adresse: http://www.gemeindetag-bw.de/dug/kulturinstitut.htm

Samstag 10. März, 20 Uhr: Konzert: Round about Bartók; Veit Hübner (Bass), Gregor Hübner (Violine), Richie Beirach (Piano). Ort: Gewölbekeller im Grossen Haus Fellbach-Schmieden, Butterstr.1.

Montag 12. März, 20 Uhr: Vortrag: Ungarn und die EU. Vortrag von Gergely Pröhle, Botschafter der Republik Ungarn. Im Vortrag geht es um das große Vorhaben der Europäischen Gemeinschaft im kommenden Jahrzehnt, um die Osterweiterung. Der neue Botschafter der Republik Ungarn in Deutschland stellt die politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Vorteile einer Vergrößerung der Gemeinschaft am Beispiel Ungarns dar.
Musikalische Umrahmung: Réka Kósa (Klavier), Botond Rab (Flöte);
(anschließend kleiner Empfang)
Ort: Rathaus Fellbach - Grosser Saal.

Dienstag 13. März, 17 Uhr: Ausstellung: Ungarisches Millennium. Internationales Plakatsymposium 2000. Zwölf bedeutende Plakatkünstler aus 9 Ländern äußerten sich zum Thema der Staatsgründung Ungarns. Die Ausstellung ist ein Beitrag des Landratsamtes Passau zum Ungarischen Nationalfeiertag und zu den seit 1000 Jahren bestehenden Beziehungen zwischen Ungarn und Bayern.
Ort: Landratsamt, Kirchensteig 2, 94034 Passau.
Weitere Infos: Landratsamt Passau, Kulturreferat, Frau Bachl, Tel.: 0851/9496011.

Freitag 23. März, 20 Uhr: Gespräch: Erzähltes Denken. Die Philosophin Prof. Ágnes Heller im Gespräch mit Lerke von Saalfeld. Die weltweit bekannte ungarische Philosophin erzählt im Gespräch mit der Stuttgarter Journalistin von ihrem bewegten intellektuellen Werdegang von der zionistischen Jugendbewegung über den Marxismus bis zur Hannah-Arendt-Professur an der New School for Social Research in New York. Über ihr Leben erzählt Frau Heller in: "Der Affe auf dem Fahrrad" (Philo, 1999).
Ort: Stadtbücherei Fellbach, Berlinerplatz. 5.

Samstag 24. März, 19 Uhr: Konzert: Jugendklub-Konzerte. Réka Kósa (Klavier) und Botond Rab (Querflöte) spielen klassische Musik. In der geplanten Konzertreihe des Jugendklubs stellen sich von Zeit zu Zeit junge ungarische Musiker und ihre eingeladenen Freunde vor.
Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Eintritt: DM 12,- / DM 8,-

Donnerstag 29. März - Sonntag 1. April: Seminar: Kirche und Jugend.
Dieses Seminar dient den ungarischen und deutschen Teilnehmern dazu, sich gegenseitig kennen zu lernen, sich über Strukturen, Ansätze, Ziele und Möglichkeiten der kirchlichen Jugendarbeit auszutauschen.
Ort: Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11, 73087 Bad Boll.
Weitere Infos: Michael Scherrmann, Tel.: 07164/79301.

Freitag 30. März, 20 Uhr: Vortrag: Der politische und gesellschaftliche Wandel in Ungarn seit Mitte der 80er Jahre am Beispiel der Stadt und Region Pécs. Vortrag von Dr. Ilona P. Kovács, Ungarische Akademie der Wissenschaften, Pécs.
Ort: Rathaus Fellbach, Marktplatz 1, Kleiner Saal.

Samstag 31. März, 19 - 2 Uhr: Lange Nacht der Museen: Ausstellung von Sylvia Winkler, Stephan Köperl (D) und András Szigeti (H). Vernissage von 20 bis 24 Uhr zu jeder vollen Stunde! Die Künstler sind anwesend!
Ort: Ungarisches Kulturinstitut. Geöffnet bis zum 2. Mai 2001.


Weitere Veranstaltungen:

Jugendklub: 20. Januar, 24. Februar, 24. März. Weitere Infos: bei Péter Tamás, Tel.: 0711/2572054.

"Von Augustus bis Attila. Leben am ungarischen Donaulimes." Die Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg Benediktinerplatz 5, 78467 Konstanz ist bis 27. Mai 2001 geöffnet.

Mannheim ist Gast beim Budapester Frühlingsfestival. Konzert des Opernorchesters am 16. März an der Musikakademie Budapest.

"Tristan und Isolde" am 16. und 18. März in der Ungarischen Staatsoper.


Bibliothek, Videoausleihe und Zeitschriftenlesesaal

Im Institut steht Ihnen eine Bibliothek mit ausgewählter Literatur aus und über Ungarn und eine umfangreiche Videothek von ungarischen Filmen zur Verfügung. Die Zahl unserer Bücher vermehrt sich allmählich. Unser neuer Bibliothekar, Dezso Szabó, ist Ihnen bei der Literatursuche gerne behilflich. Im Lesesaal oder im Café können Sie die wichtigsten Tageszeitungen und Zeitschriften lesen.


Café

Im neuen Café im ersten Stock erwarten wir unsere Gäste eine Stunde vor Beginn der Veranstaltungen.


Jugendklub

Der Jugendklub veranstaltet im Institut thematische Abende und Treffen mit jungen Leuten. Herzlich Willkommen sind alle, die sich für die ungarische Kultur und ein angenehmes Beisammensein interessieren.
Weitere Infos: beim Klubleiter Péter Tamás, Tel.: 0711/2572054


Öffnungszeiten

Kulturinstitut, Ausstellungssaal, Bibliothek und Lesesaal:
Montag-Donnerstag 10 bis 17 Uhr, Freitag 10-14 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
Café: eine Stunde vor Veranstaltungbeginn.


Sprachkurse:

Wenn Sie vor dem Urlaub stehen oder einfach durch die Sprache unsere Kultur besser kennen lernen wollen, bietet das Institut Anfängern und Fortgeschrittenen, die Ungarisch lernen wollen, einen maßgeschneiderten Sprachunterricht. Es werden - je nach Vorkenntnissen - Grund-, Mittel- und Oberstufenkurse angeboten sowie Einzelunterricht und Wochenendkurse. Die Normalkurse bestehen aus drei bis acht Teilnehmern, an Wochenendkursen sind es vier bis sechs Teilnehmer. Auskunft im Sekretariat des Kulturinstitutes, Tel.: 0711-16 48 70

Grundstufe: Anfänger ohne Vorkenntnisse.
Mittelstufe: Fortgeschrittene mit Sprachkenntnissen.
Oberstufe: Teilnehmer mit sehr guten Sprachkenntnissen.
Einzel- und Wochenendunterricht


Sprachkurse für Kinder:

Einmal pro Woche finden Kurse für Kinder statt, in denen die ungarische Spiele, Kinderlieder, Gedichte lernen. Ziel ist es, die ungarische Sprache spielerisch beizubringen, die Kommunikationsfähigkeit der Kinder weiter zu entwickeln.
Weitere Informationen dazu bei Tünde Rauner Stehr, Tel.: 0711-32 87 08


Sonstiges:

Ungarische Schüler und Schülerinnen suchen wegen Sprachübung Partner. Sinn der Kontakte sind gegenseitige Besuche (Austausch). Das Ungarische Kulturinstitut in Stuttgart vermittelt gerne!


(Für die Richtigkeit der uns zugelieferten Angaben übernimmt die DUG keine Verantwortung; Programmänderungen vorbehalten)






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Wichtige Anschriften


Namen und Anschriften des DUG-Vorstandes:

Dr. Christian O. Steger
Panoramastraße 33
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 225 72 30
Fax: 0711 225 72 47

Thomas Bleicher
Postfach 100 123
70826 Gerlingen
Tel.: 07156 43 08 0
Fax: 07156 43 08 40

Doris Frank
Kirchstraße 20
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 43 61 70

Erika Hambel
Uhlandstraße 46
71134 Aidlingen
Tel. und Fax: 07034 80 28

Albrecht Sellner
Reiflestr. 1
70829 Gerlingen
Tel.: 07156-488 11

Jürgen Rahmig
Sperberweg 21
72829 Engstingen
Tel. und Fax: 07129 7560

DUG-Geschäftsstelle
Hauptstraße (Ratshaus)
70839 Gerlingen
Tel.: 07156 205 325
Fax: 07156 205 345
(die Geschäftsstelle ist donnerstags von 16 bis 19 Uhr besetzt)
e-mail: 07113650207-0001@t-online.de

Hinweise für den Veranstaltungsteil, Termine, Beiträge und Material für die DUG-Korrespondenz bitte an die DUG-Gschäftsstelle
oder an: Jürgen Rahmig, Sperberweg 21, 72829 Engstingen, Tel./Fax: 07129 7560

Weitere Anschriften:

Kulturinstitut der Republik Ungarn
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 1648 70
Fax: 0711 1648 710

Generalkonsulat der Republik Ungarn in Stuttgart
Haussmannstrasse 22
70188 Stuttgart
Tel.: 0711 238 93 20
Fax: 0711 238 93 22

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Budapest
Stefánia út 101-103
H-1440 Budapest XIV
Tel.: 0036 1 467 35 00
Fax: 0036 1 467 35 05

Botschaft der Republik Ungarn in Deutschland
Unter den Linden 76
10117 Berlin
Tel.: 030 220 25 61
Fax: 030 229 22 57 oder

Außenstelle der ungarischen Botschaft in Bonn
Turmstraße 30
53175 Bonn
Tel.: 0228 37 10 23
Fax: 0228 37 10 25

Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg
Panoramastraße 13
70174 Stuttgart
Tel.: 0711 669 51 26
Fax: 0711 669 51 49
e-mail: dsk@hdhbw.bwl.de
Internet:www.gemeindetag-bw.de/dsks/dsks.htm

Institut für Auslandsbeziehungen
Charlottenplatz 17
70173 Stuttgart
Postanschrift: Postfach 102463
70020 Stuttgart
Tel: 0711 22 25 0
Fax: 0711 226 43 46
e-mail: info@ifa.de
Internet: www.ifa.de

Europahaus Baden-Württemberg
Nadlerstraße 4
70173 Stuttgart
Tel: 0711 23 62 376
Fax: 0711 23 493 68
e-mail: europa.bw@t-online.de
Internet: www.europa-zentrum.de

Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Schlossstraße 92
70176 Stuttgart
Tel: 0711 669 51 0
Fax: 0711 669 51 49

Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde
Mohlstraße 18
72074 Tübingen
Tel: 07071 200 25 0
Fax: 07071 200 25 35
e-mail: fassel@idgl.oe.uni-tuebingen.de
Internet: www.uni-tuebingen.de/donauschw.institut

Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn, Landesverband Baden-Wüttemberg e.V.
Schlossstraße 92, 70176 Stuttgart
Tel: 0711 61 23 68 und 07051 34 27
Fax: 0711 669 51 49

Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Júlia út 9, 1026 Budapest II
Postanschrift: Postfach 348
1537 Budapest
Tel: 0036-1 / 212 91 51, -91 52
Fax: 0036-1 / 212 91 53

DJO Deutsche Jugend in Europa
Landesverband Baden-Württemberg e.V.Schlosstrasse 92 70176 Stuttgart
Tel: 0711 62 51 38
Fax: 0711 62 51 68
e-mail: zentrale@djobw.de
Internet: www.djobw.de

Kulturverein Nikolaus Lenau e.V.
Munkácsy út 8, H-7621 Pécs
Tel: 0036-72 / 332 515, -212 177
Fax: 0036.72 / 332 515, -212 177
e-mail: lenauhaus@mail.datanet.hu
Internet: www.pecs.hu/pecs/nemet/lenau.html

Goethe Institut Budapest
Andrássy út 24, H-1061 Budapest
Tel: 0036-1 / 374 40 70
Fax: 0036-1 / 374 40 80
e-mail: goethe@goethe.hu
Internet: www.goethe.de/ms/bud

Südosteuropa-Gesellschaft
Widenmayerstraße 49, 80538 München
Tel: 089 212 15 40
Fax: 089 228 9469
e-mail: suedosteuropa-gesellschaft@t-online.de
Internet: www.suedosteuropa-ges.com

Südost-Institut
Güllstraße 7, 80336 München
Tel: 089 74 61 33 0
Fax: 089 74 61 33 33
e-mail: u9511bo@mail.lrz-muenchen.de

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
Lövöház utca 30, H-1024 Budapest
Tel: 0036-1 / 345 76 00
Fax: 0036-1 / 315 06 38
e-mail: ahkung@ahkungarn.hu
Internet: www.huihk.hu

Deutsch-Ungarische Juristenvereinigung e.V.
Neue Mainzer Straße 75
60311 Frankfurt/Main
Tel: 069 92 059 0
Fax: 069 92 059 133
e-mail: marc-tell_madl@hhp.de

Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde
Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar
Tel: 062 69 421 00
Fax: 062 69 42 10 10
e-mail: institut@sb-gun1.bib-bw.de
Internet: www.sb-gun1.bib-bw.de






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Buchbesprechungen

Handbuch Ungarn-Kontakte
Institutionen, Projekte, Initiativen in Deutschland, Österreich und Ungarn. 96 Seiten. ISBN 3-929759-35-7

Eine sehr nützliche und hilfreiche Sammlung von Adressen, Kontakten, Telefon- und Faxnummern, Internet-Kennungen und Ansprechpartnern zu Institutionen, Projekten, Initiativen, die im Zusammenhang mit Ungarn stehen. Das in Zusammenarbeit mit dem Haus Haus Ungarn - Collegium Hungaricum Berlin vom fibre-Verlag Osnabrück herausgegeben Büchlein listet staatliche und politische Einrichtungen wie beispielsweise diplomatische Vertretungen und politische Parteien, wirtschaftliche Bereiche wie Wirtschaftsförderung, Rechts-, Steuer- und Wirtschaftsberatung, Import und Export, Kulturinstitute, -vereine, -stiftungen, Deutsch-Ungarische und Ungarisch-Deutsche Gesellschaften, humanitäre, soziale und religiöse Institutionen, landsmannschaftliche Institutionen, Städtekontakte und -partnerschaften auf. Selbstverständlich ist auch die DUG darin aufegeführt.

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